Besuchen Sie uns auf LinkedIn
Montag, 15. Juni 2026
Wirtschaft zwischen digitaler Abhängigkeit und strategischer Neuorientierung

A1 Studie: Digitale Souveränität wird zur entscheidenden Zukunftsfrage

Telekom | Dominik Schebach | 21.05.2026 | |  
Die digitale Abhängigkeit österreichischer Unternehmen ist hoch und sie wächst weiter. Nach der Erfahrung der vergangenen Monate wächst allerdings bei Österreichs Unternehmen die Bereitschaft sich neu zu orientieren. Das zeigt die aktuelle A1 Business Studie 2026 zur digitalen Souveränität, die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Integral durchgeführt wurde.

„Digitale Technologien sind längst integraler Bestandteil aller Geschäftsmodelle. Entscheidend ist heute, die eigenen Daten klar zu klassifizieren und auf dieser Basis die passende Infrastruktur zu wählen – von souveränen lokalen Lösungen bis hin zu internationalen Cloud-Services. Nur so können Unternehmen ihre digitale Abhängigkeit aktiv steuern und langfristig absichern“, sagt Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1.

Bereits 77 % der Unternehmen geben an, stark oder eher abhängig von digitalen Technologien und Leistungen zu sein. Lediglich 6% der befragten sind laut eigener Aussagen eher bzw. überhaupt nicht davon abhängig. Gleichzeitig erwarten 43 % eine weitere Zunahme dieser Abhängigkeit in den kommenden 12 Monaten.

Digitale Souveränität als Grundlage für Zukunftssicherheit

Vor diesem Hintergrund gewinnt digitale Souveränität für viele Unternehmen massiv an Bedeutung. 7 von 10 Unternehmen stufen sie als wichtig ein, 40 % sogar als sehr wichtig. Besonders deutlich wird die strategische Relevanz im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit: 89 % sehen digitale Souveränität als entscheidend für die Zukunftssicherheit ihres Unternehmens, 68 % für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist der rasche Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Rund zwei Drittel der Unternehmen geben an, dass bereits eine KI-Strategie umgesetzt wurde oder zumindest in Planung ist, während rund ein Viertel eine solche Strategie derzeit für nicht notwendig hält.

„Die Ergebnisse zeigen klar: Digitale Souveränität hat sich vom IT-Thema zu einer zentralen Managementfrage entwickelt. Unternehmen verbinden damit konkret ihre Zukunftssicherheit und ihre Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Martin Mayr, Mitglied der Geschäftsführung von Integral.

Europäische Lösungen

Zwei Drittel der Unternehmen haben bereits konkrete Strategien zur digitalen Souveränität etabliert oder arbeiten daran. 66 % verfügen über entsprechende Initiativen – davon 12 % bereits umgesetzt und 54 % in Umsetzung oder Planung.

Inhaltlich zeigen sich klare Prioritäten: Kooperationen mit europäischen Anbietern (64 %), die Nutzung von Open-Source-Lösungen (54 %) sowie der Ausbau eigener Kompetenzen und Kapazitäten (39 %) stehen im Fokus der Maßnahmen. Gleichzeitig sehen sich viele Unternehmen mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Als größte Hürden nennen sie personelle Ressourcen (61 %), finanzielle Einschränkungen (55 %) sowie bestehende Abhängigkeiten von Anbietern – sogenannter Vendor Lock-in (53 %).

Auch beim Einsatz von Cloud-Technologien zeigt sich ein differenziertes Bild: 81 % der Unternehmen nutzen bereits Cloud-Lösungen, gleichzeitig äußert mehr als die Hälfte Bedenken hinsichtlich Datenschutz, 46% bei der IT-Sicherheit. Zudem würden mehr als jedes zweite Unternehmen den Anbieter wechseln, wenn Daten außerhalb der EU gespeichert werden.

Hybrid-Cloud als Schlüssel für digitale Souveränität

Angesichts dieser Bedenken will sich A1 als zentraler Partner für digitale Souveränität in Österreich positionieren. Dazu setzt der Anbieter auf einen ganzheitlichen Ansatz. Mit resilienten Netzen, 12 Rechenzentren in Österreich, souveränen Kommunikations- und Cloud-Lösungen sowie umfassender Cybersecurity bildet A1 eine zentrale Grundlage für eine sichere, unabhängige digitale Infrastruktur im Land.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die klare Analyse und Klassifizierung von Daten. Sie bildet die Grundlage für fundierte Entscheidungen darüber, welche Daten in welchen Umgebungen verarbeitet und gespeichert werden sollten – etwa in lokalen Infrastrukturen, europäischen Cloud-Lösungen oder internationalen Public Clouds. Darauf aufbauend verfolgt A1 einen klar definierten Hybrid-Cloud-Ansatz, wodurch die Vorteile regionaler und europäischer Lösungen mit der Innovationskraft globaler Anbieter kombiniert werden. So soll laut A1 den Unternehmenskunden eine souveräne IT-Strategie, die sowohl Datensicherheit und Kontrolle als auch Flexibilität und Skalierbarkeit sicherstellt, ermöglicht werden.

Diesen Beitrag teilen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

An einen Freund senden