Bewegtbildnutzung in Österreich weiter auf hohem Niveau
RTR Medien und AGTT haben gestern die elfte Ausgabe ihrer jährlichen Bewegtbildstudie veröffentlicht. (© leisure communications)
RTR Medien und AGTT haben gestern die elfte Ausgabe ihrer jährlichen Bewegtbildstudie veröffentlicht. Das Ergebnis: Bewegtbild bleibt aus dem Alltag der Österreicher nicht wegzudenken. 100 Prozent der Bevölkerung nutzen zumindest einmal pro Woche entsprechende Angebote, mehr als drei Viertel konsumieren sogar täglich Videos, TV oder Streaming-Inhalte. Besonders stark ausgeprägt ist die tägliche Nutzung in höheren Altersgruppen.
Im Schnitt verbringen die Österreicher täglich 359 Minuten und damit rund sechs Stunden mit dem Konsum von Bewegtbild. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt die Nutzungsdauer laut der Bewegtbildstudie 2026 sogar bei 413 Minuten beziehungsweise fast sieben Stunden pro Tag. Der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren ist allerdings vor allem auf methodische und inhaltliche Anpassungen zurückzuführen. So wird mittlerweile auch die sogenannte Second Screen Nutzung, also etwa die parallele Verwendung von Fernseher und Smartphone, deutlich genauer erfasst.
„Mit knapp sechs Stunden pro Tag bewegt sich die Bewegtbildnutzung in Österreich auf einem hohen Niveau. Digitale Verbreitungswege sind für Broadcaster hoch relevant, um jüngere Zielgruppen effektiv zu erreichen. Dabei hat der Big Screen seinen festen Platz im Konsum von Bewegtbildinhalten für längere Formate, während Kurzformate gerne auf mobilen Endgeräten konsumiert werden. Broadcaster-Inhalte finden in sozialen Medien Beachtung, wodurch junge Zielgruppen an etablierte Medienmarken und Nachrichtenangebote herangeführt werden können“, so Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien.
TV bleibt zentrale Säule im Bewegtbildmarkt
Insgesamt entfallen 71 Prozent der genutzten Inhalte auf Angebote klassischer Fernsehveranstalter, sowohl in linearer als auch in digitaler Verbreitung. 13 Prozent entfallen auf Videoportale, 15 Prozent auf Bewegtbild über Social Media (inkl. YouTube) – ohne Broadcaster-Inhalte. Diese Inhalte werden auch in sozialen Medien breit konsumiert. Der Bewegtbildkonsum verteilt sich mittlerweile etwa zur Hälfte auf klassische TV-Verbreitungswege wie Kabel, Satellit oder Antenne sowie auf Online-Kanäle wie Mediatheken oder Social-Media-Angebote der Sender.
Fest im Tagesverlauf verankert ist der Hauptabend mit der klassischen Prime Time um 20.15 Uhr: In diesem Zeitfenster steigt die Videonutzung sowohl bei Broadcastern als auch bei Streamingdiensten (Netflix, Prime Video, Disney+ etc.) signifikant an. Der Videokonsum auf sozialen Medien bewegt sich hingegen im Tagesverlauf auf einem kontinuierlichen Niveau und nimmt in den späteren Abendstunden ab.
Big Screen ist favorisiertes Endgerät
Wie aus der Bewegtbildstudie außerdem hervorgeht, verbringen die Österreich täglich 4:13 Stunden (253 Minuten) vor dem Big Screen. Auf diesem Gerät werden zu 86 Prozent Angebote der Broadcaster genutzt. Ein Zehntel der Nutzung am Fernseher beanspruchen Videoportale. Am Smartphone beziehungsweise Tablet überwiegen Kurzformate über Social Media (inkl. Broadcaster-Inhalten) – sie machen etwas mehr als 60 Prozent der Nutzungen auf mobilen Endgeräten aus. Auf dem zweiten Platz folgen mit einem Fünftel die Mediatheken der Broadcaster, dahinter die klassischen Videoportale.
Auch in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen führen am Big Screen Broadcaster-Inhalte, die etwa drei Viertel der Nutzung ausmachen. Videoportale erreichen 20 Prozent der Nutzung auf dem großen Bildschirm und soziale Medien mit sieben Prozent den dritten Platz. Das Nutzungsverhalten am Smartphone und Tablet entspricht in etwa jenem der Gesamtbevölkerung. Die Nutzungsdauer am Smartphone ist bei den 14- bis 29-Jährigen mit 2:52 Stunden (152 Minuten) jedoch mehr als zweimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.
Alle Details zur Bewegtbildstudie 2026 lesen Sie in der E&W Juli-/Augustausgabe.


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