Schwere Krise: Steht GoPro vor dem Aus?
Steht der einstige Pionier am Action-Cam-Sektor GoPro vor dem Aus? (Bild: Screenshot gopro.com)
GoPro war Vorreiter in Sachen Action-Cams. Jeder Sportler und Outdoorfreak, der etwas auf sich hielt, nutzte die Geräte der amerikanischen Marke. Doch nun steckt der einstige Trendsetter in einer schweren Krise und sogar die Insolvenz soll drohen.GoPro war einst Pionier am Action-Cam-Sektor. Sportler, Outdoor- und Autofans weltweit nutzen die robusten, hochwertigen Kameras. Doch die Konkurrenz ist massiv gewachsen. Zahlreiche Wettbewerber (vor allem aus China) drängten in den vergangenen Jahren in den Markt und setzten die Kult-Action-Cam-Marke unter Druck. Die Kombination aus zunehmendem Wettbewerb, schwacher Nachfrage und explodierenden Produktionskosten brachte GoPro nun in eine existenzbedrohende Lage.
Konkret steckt das Unternehmen in einer schwierigen finanziellen Lage und warnt offen vor einer möglichen Insolvenz. Ausschlaggebend dafür sind u.a. schwache Geschäftszahlen sowie erhebliche Verluste im vergangenen Jahr. Vor allem die stark gestiegenen Preise für Speicherchips setzen dem Unternehmen zu und verschärfen die Situation zusätzlich.
Um Investoren auf diese Risiken aufmerksam zu machen, hat GoPro laut Medienberichten nun offiziell Zweifel an der weiteren Existenzfähigkeit des Unternehmens geäußert – diese vorsorgliche Mitteilung ist bei finanziellen Problemen verpflichtend vorgeschrieben und signalisiert, dass die Probleme tatsächlich massiv sind. Gleichzeitig prüfe GoPro verschiedene Maßnahmen, um zahlungsfähig zu bleiben, darunter neue Finanzierungsquellen oder Vereinbarungen mit Geldgebern.
Die Gründe
Ein wesentlicher Belastungsfaktor sind die deutlich gestiegenen Kosten für Halbleiter bzw. Speicherchips. Diese Entwicklung hängt u.a. mit dem boomenden Ausbau von Rechenzentren für KI zusammen, der die Nachfrage nach Speicherchips massiv antreibt.
Auch die Geschäftszahlen zeigen den Abwärtstrend: Der Umsatz ist zuletzt deutlich gesunken, während die verfügbaren Geldmittel stark geschrumpft sind. Schon im Vorjahr musste GoPro einen spürbaren Umsatzrückgang und einen hohen Verlust hinnehmen.
Um gegenzusteuern, hat das Unternehmen bereits Sparprogramme umgesetzt, darunter ein Stellenabbau und der Verkauf von Vermögenswerten. Darüber hinaus zieht das Management strategische Optionen wie einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen oder sogar einen Verkauf in Betracht. Parallel versucht GoPro, neue Geschäftsfelder etwa im staatlichen Bereich oder in der Luftfahrt zu erschließen.


Ist doch anscheinend eh normal, siehe, Nokia, Grundig, Telefunken, Blaupunkt Panasonic, Sony usw.
Die haben halt den Zug verpasst bei DJI kannst du ohne Probleme Funk Mikrofone und co koppeln, streamen usw, was bei Gopro nicht oder nur eingeschränkt funktioniert.
GoPro hätte gute bildverarbeitende Chips, sind aber in puncto Verlässlichkeit nicht gut. Ich habe mir 2016 die GoPro 4 gekauft und diese war nach einem Tag defekt.
Zoom hat ja richtig gute Audiorekorder aber die Kameras lassen zu wünschen übrig. Wenn Zoom und GoPro sich zusammentun würden, könnte man richtig geile Geräte auf den Markt bringen.