Wie Privathaushalte Energie verbrauchen
Etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Österreich geht auf Privathaushalte zurück. Wofür die meiste Energie verwendet wird und wo versteckte Verbrauchsfaktoren liegen, dazu gibt es aktuelle Daten von der Statistik Austria sowie dem Stromanbieter Grünwelt Energie mit Daten aus 2025 und 2026.Herangezogen wurden für die Ergebnisse der Statistik Austria vor allem Daten aus den Energiespar-Checks auf der Website der E-Control. Nicht nur die haushaltsspezifische Energieverwendung privater Haushalte wurde analysiert, sondern zudem die nicht-thermische Stromnutzung.
Dabei zeigt sich, dass die gesamte, durchschnittliche Energieverwendung von Haushalten in 1-bis-2-Familienhäusern deutlich höher ist als die von Haushalten in Mehrfamilienhäusern. Besonders bei der Verwendungsgruppe „Thermisch & Beleuchtung“ zeigt sich diese Diskrepanz. 1-bis-2-Familienhäuser verbrauchen hier im Schnitt doppelt so viel Energie wie Mehrfamilienhäuser. Bei beiden Gebäudearten ist diese Gruppe auch diejenige, für die mehr als 80 Prozent der jährlichen Energie verwendet wird, vor allem für das Heizen. Dieser Unterschied lässt sich zum Großteil auf den deutlich höheren Heizenergiebedarf in 1-bis-2-Familienhäusern zurückführen.
Wie genau die Daten erhoben wurden und was die Detailergebnisse sagen, kann auf der Website der Statistik Austria nachgelesen werden.
Seit dem Jahr 2000 ist der private Energieverbrauch um rund zehn Prozent im Durchschnitt gestiegen. Nicht zuletzt das vermehrte Arbeiten im Home Office ist dafür verantwortlich. Wer auch während der Arbeit zuhause ist, nutzt außerdem auch andere Elektrogeräte intensiver, und der Heizbedarf erhöht sich in der kalten Jahreszeit.
Dieses veränderte Nutzungsverhalten wirkt tendenziell dann auch Energiespareffekten durch neue, eigentlich sehr energieeffiziente Geräte, entgegen. Es lohnt sich also am Ende finanziell, die eigenen Gewohnheiten genauer zu betrachten und an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Einfach Umstellungen im Alltag und etwas mehr Auseinandersetzung damit, was die eigenen Geräte eigentlich können und wann sie wieviel Energie ziehen, zahlt sich aus.
Vom Energieanbieter Grünwelt Energie Österreich gibt es dazu ein paar Alltagstipps, die viel ausrichten, auch wenn sie möglicherweise banal wirken.
- Standby konsequent vermeiden: Viele Elektrogeräte verbrauchen im Ruhemodus weiterhin Strom. Schaltbare Steckdosenleisten trennen Fernseher oder Computer vollständig vom Netz und verhindern so unnötigen Verbrauch.
- Kühlschrank sinnvoll füllen: Ein gefüllter Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein leerer, da Lebensmittel die Kälte besser speichern und beim Öffnen weniger Luftaustausch stattfindet.
- Backofen-Vorheizen unterlassen: Moderne Geräte erreichen ihre Betriebstemperatur sehr schnell. In den meisten Fällen ist ein langes Vorheizen unnötig und verschwendet Energie.
- Duschen statt baden: Wer lange unter einer starken Dusche steht, kann sogar mehr warmes Wasser als bei einem Vollbad verbrauchen. Bewusstsein bei der Duschdauer spart effektiv.
- Geschirrspüler richtig einsetzen: Die Nutzung eines voll beladenen Geschirrspülers im Eco-Programm ist deutlich sparsamer als das Spülen per Hand unter fließendem warmem Wasser.
- Licht gezielt ausschalten: Auch bei modernen Leuchtmitteln gilt – das Licht bei Nichtgebrauch auszuschalten, senkt die Stromkosten unmittelbar.
- LED-Technik konsequent nutzen: Der Austausch veralteter Leuchtmittel durch effiziente LEDs reduziert den Energiebedarf sofort und bietet eine lange Lebensdauer.
- Heizung konstant betreiben: Ein ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen kostet mehr Energie als die Beibehaltung einer konstanten, moderaten Grundtemperatur in den Wohnräumen.

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