Update: „Werkschließung in Deutschland hat keine Auswirkungen auf das Varta Consumer-Business“
Karl Strobl, General Manager Varta Consumer Austria, stellt gegenüber elektro.at klar, dass die Werkschließung in Deutschland ausschließlich den Geschäftsbereich Lithium-Ionen Knopfzellen am betreffenden Standort betrifft und nichts mit den Geschäftsaktivitäten von VARTA Consumer Batteries zu tun hat. (Bild: Varta)
In den letzten Wochen wurde bekannt, dass Varta ein Werk in Deutschland schließen muss. Medien berichteten von einer veritablen Krise, in der sich der Batterien-Pro befindet. Karl Strobl, General Manager Varta Consumer Austria, stellt nun gegenüber elektro.at klar, dass diese Entscheidung nicht bedeutet, dass sich die Varta AG aus dem Bereich der Lithium-Ionen- bzw. wiederaufladbaren Batterietechnologien zurückzieht. Zudem betont der General Manager, dass die Geschäftsaktivitäten von VARTA Consumer Batteries (Haushaltsbatterien) nicht von dem Sachverhalt betroffen sind.Varta Consumer Austria hat gegenüber elektro.at bestätigt, dass das Werk im deutschen Nördlingen mit November geschlossen werden muss: „Der Ankerkunde für Lithium-Ionen CoinPower Zellen hat im Rahmen der turnusmäßigen Ausschreibung entschieden, die VARTA Microbattery GmbH künftig nicht mehr als Lieferanten zu berücksichtigen und die bestehende Lieferbeziehung bis Ende Oktober 2026 auslaufen zu lassen. Damit entfällt für die Produktionseinheit in Nördlingen die wirtschaftliche Grundlage. In der Folge ist die Schließung der Einheit zum November 2026 vorgesehen – verbunden mit dem Wegfall der Arbeitsplätze vor Ort. Die Produktionseinheit wurde vor rund zehn Jahren speziell für diesen Ankerkunden aufgebaut. Aufgrund der starken Spezialisierung der Anlagen sind kurzfristig keine alternativen Auslastungsmöglichkeiten am Markt verfügbar.“
Wie Karl Strobl, General Manager Varta Consumer Austria, betont, bedeutet diese Entscheidung allerdings nicht, dass sich die Varta AG aus dem Bereich der Lithium-Ionen- bzw. wiederaufladbaren Batterietechnologien zurückzieht. „Diese bleiben ein zentraler Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung. Entsprechende Aktivitäten und Kompetenzen werden an anderen Standorten innerhalb der VARTA AG weitergeführt und gezielt auf zukunftsfähige sowie wirtschaftlich tragfähige Anwendungen ausgerichtet.“
Strobl weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Sachverhalt ausschließlich den Geschäftsbereich Lithium-Ionen Knopfzellen am Standort Nördlingen betrifft: „Die Geschäftsaktivitäten von VARTA Consumer Batteries werden unverändert und in gewohnt zuverlässiger Weise fortgeführt. Somit sind Sie als Kunde von den Auswirkungen dieser Entscheidung nicht betroffen. Andere Produktbereiche und Lieferverpflichtungen der VARTA AG bleiben von dieser Entwicklung unberührt.“
„Planmäßige Entwicklung“
Karl Strobl führt weiter aus: „Unsere Stärke liegt weiterhin in einem stabilen und leistungsfähigen Consumer Geschäfts, welches sich planmäßig entwickelt und eine verlässliche Grundlage für die weitere Ausrichtung der VARTA AG bildet. Deshalb wurde in unsere Alkaline-Produktion im schwäbischen Dischingen in den vergangenen Jahren in die Modernisierung und Erweiterung der Produktionsanlagen investiert. Weitere Investitionen in Millionenhöhe sind bereits geplant und freigegeben. Damit setzen wir ein klares langfristiges Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland sowie zur nachhaltigen Stärkung unseres Consumer Batteries Geschäfts.“ Auch eröffne die Natrium-Ionen-Technologie für die VARTA AG zusätzliche Entwicklungsperspektiven in einem zukunftsrelevanten Marktumfeld. Auf dieser Basis treibe das Unternehmen „seine strategische Ausrichtung konsequent weiter voran und schaffe gezielt neue Perspektiven für die Zukunft“.
Bei etwaigen Fragen soll man sich bitte direkt an den jeweiligen Ansprechpartner wenden.

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