Großer Zuspruch zur Energietransformation in Österreich
Michael Baminger ordnet die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Energiemarkt ein. (© Oesterreichs Energie)
Oesterreichs Energie präsentierte die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Gallup Instituts zum Thema Energie: Leistbarkeit, Versorgungssicherheit und mehr Tempo bei Netzen und Erneuerbaren stehen dabei im Fokus. Michael Baminger, der neue Präsident des Branchenverbandes, ordnete die Ergebnisse ein.Wie denken die Österreicherinnen und Österreicher über Energie, Stromversorgung und den Umbau des Energiesystems? Um diese Frage zu beantworten, erhebt Oesterreichs Energie mit Unterstützung des Gallup Instituts regelmäßig das Stimmungsbild der Bevölkerung. Die aktuellen Ergebnisse im Schatten der Krise zeigen: Die Menschen wollen sichere, leistbare und saubere Energie aus Österreich, sie unterstützen den Ausbau von Netzen, heimischer Erzeugung und erneuerbarer Energie — und erwarten mehr Tempo bei Planung, Genehmigung und Umsetzung.
Genau in diese Richtung weist auch der Beschluss des EABG in der vergangenen Woche. Die Politik hat damit wichtige Grundlagen geschaffen, um Planung, Genehmigung und Ausbau zu beschleunigen.
„Mit dem EABG hat die Bundesregierung eine lange ersehnte Grundlage für mehr Tempo bei der Energietransformation gelegt. Unsere Umfrage zeigt, dass sie bei diesem Beschluss auch auf den Rückhalt der Bevölkerung zählen kann. Die Menschen wollen sichere, saubere und leistbare Energie aus Österreich – und sie erwarten, dass Planung, Genehmigung und Ausbau jetzt schneller vorankommen“, so Baminger.
Neue Etappe für die E-Wirtschaft
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie eng Versorgungssicherheit, Leistbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Energiesouveränität miteinander verbunden sind. Die akute Energiekrise bestimmt unseren Alltag zwar nicht mehr, aber die Lehren daraus bleiben. Jetzt geht es darum, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und die Transformation des Energiesystems umzusetzen – bei Netzen, erneuerbarer Erzeugung, Speichern, Flexibilität und Digitalisierung“, sagt Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.
Leistbarkeit erstmals vor Versorgungssicherheit
Die aktuelle repräsentative Gallup-Umfrage wurde im April und Mai 2026 unter 1.000 Personen ab 14 Jahren durchgeführt. Sie zeigt: Nach den Jahren der Energiekrise ist Leistbarkeit für viele Menschen heute ein zentrales Thema. Erstmals wird ein niedriger Strompreis häufiger als wichtigster Aspekt bei Strom genannt als eine unterbrechungsfreie Versorgung.
Baminger sieht diese Entwicklung kritisch: „Leistbarkeit und Versorgungssicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Strom bleibt nur dann langfristig leistbar, wenn das Gesamtsystem funktioniert – mit starken Netzen, ausreichend heimischer Erzeugung, Speichern, Flexibilität und klaren Rahmenbedingungen.“
Klare Mehrheit für Ausbau und mehr Tempo
Auch beim Ausbau ist das Stimmungsbild eindeutig: 57 Prozent der Befragten sagen, dass Österreichs Stromnetze und Leitungen ausgebaut werden müssen, 67 Prozent sprechen sich für mehr Stromerzeugung in Österreich aus. Zugleich steigt der Anteil jener, denen der Ausbau erneuerbarer Anlagen zu langsam geht, von 27 auf 38 Prozent; 45 Prozent halten das aktuelle Tempo für richtig.
Ein weiteres starkes Signal ist die Zustimmung zum Energieträger Strom: 69 Prozent sehen Strom als intelligente Energieform der Zukunft. Für Oesterreichs Energie ist das ein klarer Auftrag, Elektrifizierung, Netzausbau und heimische Erzeugung als Gesamtsystem voranzutreiben.
Transformation braucht Teamplay
Für Baminger ist damit auch der inhaltliche Kurs seiner Präsidentschaft klar: Österreich braucht raschere Verfahren, verlässliche Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit und ein Energiesystem, in dem Erzeugung, Netze, Speicher, Flexibilität und Digitalisierung zusammenspielen.
„Die Transformation des Energiesystems ist Teamarbeit – von E-Wirtschaft, Politik, Unternehmen und Privaten. Wenn wir das gemeinsame Verständnis stärken und die Umsetzung beschleunigen, kann Österreich ein starkes Stromland werden: sicher, leistbar und deutlich unabhängiger“, so Baminger abschließend.

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