Forum Hausgeräte klärt über Smart-Home-Geräte auf
Das Forum Hausgeräte sorgt für Transparenz und stellt den Mythen zu vernetzten Hausgeräte Fakten gegenüber. (© Forum Hausgeräte)
Sie verbreiten sich immer stärker in heimischen Haushalten, denn vernetzte Hausgeräte bieten viele Vorteile. Doch viele Konsumenten stehen noch immer skeptisch gegenüber. Noch immer halten sich im Hinblick auf die smarten Geräte hartnäckige Mythen und Missverständnisse. Etwa, dass Smart-Home-Geräte persönliche Daten umfassend erfassen oder sogar „mithören“ würden. Das Forum Hausgeräte (FHG) stellt deswegen diesen Mythen Fakten gegenüber.Das beginnt damit, was vernetzte Hausgeräte tatsächlich erfassen – und was nicht, wie auch Andreas Diepold, BSH-GF und Obmann des FHG erklärt: „Moderne Hausgeräte sind keine Abhörgeräte. Sie erfassen ausschließlich jene Informationen, die für einen sicheren, effizienten und komfortablen Betrieb notwendig sind. Darüber hinausgehende Datennutzungen erfolgen – sofern vorgesehen – ausschließlich mit Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer.“
Moderne Geräte verarbeiten in erster Linie technische und nutzungsbezogene Informationen, etwa:
- Funktions- und Programmdaten
- Energieverbrauchswerte
- Diagnosedaten für Wartung und Sicherheit
- optional anonymisierte Nutzungsdaten zur Verbesserung von Geräten
Gleichzeitig gilt:
- keine dauerhafte Audioaufzeichnung
- keine Weitergabe von Daten an Dritte ohne ausdrückliche Zustimmung
- keine unnötige Datensammlung
- keine Profilbildung über das Verhalten im Haushalt
Strenge Regeln sorgen für hohe Standards

Die Skepsis der Konsumenten rührt in dieser Hinsicht oft von Missverständnissen und dem fehlenden Wissen rund um die rechtlichen Grundlagen her, so Diepold: „Viele Befürchtungen entstehen durch fehlende Einordnung. Tatsächlich sind die Möglichkeiten und Grenzen der Datennutzung sehr klar geregelt.“
Ein wesentlicher Grund dafür ist der europäische Rechtsrahmen: Vernetzte Hausgeräte unterliegen strengen Vorgaben, beispielsweise der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Cyber Resilience Act sowie dem Data Act. Das bedeutet: Daten dürfen nur im Rahmen klar definierter gesetzlicher Anforderungen und auf Basis der Einwilligung der Konsumentinnen und Konsumenten verarbeitet werden.
Soweit darüber hinausgehende Datennutzungen vorgesehen sind, erfolgen diese ausschließlich auf Basis der Einwilligung der Konsumentinnen und Konsumenten. Europa setzt damit international hohe Standards bei Datenschutz und Cybersicherheit. Für Hersteller ergeben sich dadurch umfassende Anforderungen – von der Entwicklung bis zum Betrieb der Geräte.
Vertrauen durch Transparenz
Die österreichische Hausgeräteindustrie setzt daher seit vielen Jahren auf hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards. Ziel ist es, Konsumentinnen und Konsumenten eine verlässliche Grundlage für ihre Entscheidungen zu bieten und bestehende Unsicherheiten abzubauen. „Vernetzte Geräte bieten große Vorteile – von mehr Komfort bis zu höherer Energieeffizienz. Wichtig ist, diese Technologien sachlich zu betrachten und verbreitete Missverständnisse aufzuklären“, so Diepold.


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