Dysons KI-Zahnbürste ist wasserscheu
Sechs Jahre Forschung, Entwicklung und Ingenieursarbeit habe es gebraucht – vor zwei Wochen präsentierte Dyson sehr medienwirksam seine jüngste Innovation: eine elektrische Zahnbürste mit Kamera und KI um wohlfeile 479 Euro – die allerdings nicht so recht funktionieren will. (Bild: Dyson)
Sechs Jahre Forschung, Entwicklung und Ingenieursarbeit stecken in der jüngsten Dyson Innovation, der ersten elektrischen Zahnbürste des britischen Tech-Unternehmens, genannt „CameraJet“. Dabei wurde „jeder Aspekt herkömmlicher Mundpflege neu gedacht“, wie Dyson bei Marktstart des Gerätes stolz berichtete. Woran die Dyson-Ingenieure allerdings scheinbar nicht gedacht haben: Zahnbürsten werden bei ihrer Nutzung auch Mal nass – und genau das ist das Problem für die „CameraJet“ ....Anfang September stellte Dyson seine neueste Entwicklung vor: die erste elektrische Zahnbürste des britischen Tech-Unternehmens und es wäre nicht Dyson, wäre dieses Gerät nicht auf irgendeine Art und Weise besonders …
Und tatsächlich: Die „CameraJet“ ist, wie auch schon der Name erahnen lässt, keine „normale“ elektrische Zahnbürste, sondern das Modell von Dyson arbeitet mit einer integrierten Kame

ra (einer 100k-Pixel-Makroobjektivkamera um genau zu sein!) und Künstlicher Intelligenz. Dank dieser Kombination (bzw. dank „Gap Optical Targeting“, wie Dyson sagt) sollen Zahnzwischenräume erkannt und mit einem gezielten Wasserstrahl gereinigt werden, was die Bildung von Plaque verhindere, so das Versprechen. Für einen noch höheren Erlebnisfaktor kann der Nutzer das Ganze in der App auch via Livestream aus dem Mund mitverfolgen – soweit die Theorie zur neuen Innovation, die satte 479 Euro kostet. Bei diesem stolzen Preis (und auch angesichts der sechsjährigen Entwicklungsphase) sollte man annehmen, dass es sich bei der CameraJet um ein ausgereiftes und vor allem funktionierendes Gerät handelt – aber weit gefehlt. Denn was die Dyson Ingenieure scheinbar nicht bedacht haben: so eine elektrische Zahnbürste wird bei Nutzung auch nass und das mag die CameraJet offenbar gar nicht …
Kurz nach dem Marktstart häuften sich, wie Medien nun berichten, die Beschwerden. Die einen schrieben, dass Wasser ins Batterie/Akku-Fach gelangte und dass ihre Geräte nach kurzer Nutzung nicht mehr funktionierten. Andere berichteten, dass ihre Geräte bereits von Anfang an defekt waren. The Verge fragte nach und seitens Dyson hieß es: Man sei sich bewusst, dass „bei einer kleinen Anzahl früher Chargen der Dyson-CameraJet-Produkte ein Problem mit einer Komponente aufgetreten sein könnte“.
Aktuell ist die CameraJet auf der Dyson-Website jedenfalls nicht verfügbar. Auf die Frage, ob das Produkt wegen der gemeldeten Probleme aus dem Verkauf genommen wurde, verwies Dyson auf die starke weltweite Nachfrage.

Kann man es dann aber zumindest noch als Kamera nutzen? Oder geht das auch nicht mehr ?
😂