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Freitag, 9. Oktober 2026
„Jetzt muss Europa liefern!“

Handelsverband: „Österreich-Aufschlag“ abschaffen & Bürokratiedschungel lichten

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 18.09.2026 | |  
Handelsverband GF Rainer Will fordert mit Blick auf die von Ursula von der Leyen angekündigten Prioritäten: „Jetzt muss Europa liefern!“ (Bild: Handelsverband) Handelsverband GF Rainer Will fordert mit Blick auf die von Ursula von der Leyen angekündigten Prioritäten: „Jetzt muss Europa liefern!“ (Bild: Handelsverband) Weniger Bürokratie, ein funktionierender Binnenmarkt, leistbare Energie und die Abschaffung territorialer Lieferbeschränkungen – das klingt verlockend. Zudem sind das die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union angekündigten Prioritäten, die darüber hinaus zentrale Anliegen des österreichischen Handels treffen. Der Handelsverband begrüßts.

Weniger Bürokratie, ein funktionierender Binnenmarkt, leistbare Energie und die Abschaffung territorialer Lieferbeschränkungen: Die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union angekündigten Prioritäten treffen zentrale Anliegen des österreichischen Handels. Der Handelsverband begrüßt insbesondere auch den vorgeschlagenen Pakt gegen Gold-Plating, also gegen zusätzliche nationale Auflagen bei der Umsetzung europäischer Vorgaben.

Entscheidend sei jetzt, dass die versprochenen Entlastungen rasch bei Unternehmen und Konsumenten ankommen, meint der Handelsverband, der bei der Abschaffung des „Österreich-Aufschlags der globalen FMCG-Hersteller“ und bei der Reduktion der Verwaltungsausgaben der EU konkrete Schritte fordert.

Niemand braucht 2.500 zusätzliche Stellen in der EU-Kommission

„Europa muss im Geschäftsalltag einfacher und schneller werden. Der angekündigte Pakt gegen Gold-Plating ist dafür ein wichtiger Schritt. Wer Bürokratieabbau verspricht, muss aber auch bei der eigenen Verwaltung ansetzen. Niemand braucht 2.500 zusätzliche Stellen in der EU-Kommission“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbands.

Daher unterstützt der Handelsverband die Forderung von Bundeskanzler Stocker nach deutlich stärkeren Einsparungen auf EU-Ebene.

Österreich-Preisaufschlag: Keine weitere Verschiebung zulasten der Konsumenten

Eine zentrale Säule für die angekündigte Vollendung des EU-Binnenmarkts bis Ende 2027 ist die Beseitigung ungerechtfertigter territorialer Lieferbeschränkungen (TSC) der internationalen FMCG-Hersteller. Will sagt dazu: „Diese verhindern, dass Händler Waren innerhalb der EU frei dort einkaufen können, wo sie zu günstigeren Konditionen angeboten werden. Solche Beschränkungen schwächen den Wettbewerb, verringern die Auswahl und führen zu höheren Preisen in Österreich.“ Der Handelsverband fordert, die zugesagte Frist für die TSC-Abschaffung einzuhalten und bis Jahresende einen wirksamen Gesetzesvorschlag vorzulegen.

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