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Freitag, 9. Oktober 2026
Bundesweiter Test zwischen 12 und 13 Uhr

Mit AT-Alert und Sirene: Zivilschutz-Probealarm am 3. Oktober

Telekom | Dominik Schebach | 29.09.2026 | |  
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, gibt es wieder einen bundesweiten Zivilschutz-Probealarm. Wie das zuständige Innenministerium mitteilt, werden dabei nicht nur die klassischen Sirenen, sondern auch das Warnsystem AT-Alert getestet. Mit diesem System können Behörden regionale oder flächendeckende Warnungen über die Mobilfunkbetreiber verschicken lassen.  

Am kommenden Samstag zwischen 12:00 und 12:45 Uhr ist es so weit. Da ertönen wieder österreichweit die Sirenen: Nach dem Signal „Sirenenprobe“ werden die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ in ganz Österreich ausgestrahlt. Der Probealarm dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden. Abgestrahlt werden die Sirenen-Signale über die etwa 8.300 Feuerwehrsirenen im Land.

Neben der Sirenenprobe werden auch heuer zwischen 12 und 13 Uhr Testauslösungen von AT-Alert durchgeführt. Dieses mobilfunkgestützte System dient zur Ergänzung der Alarmierung via Sirenen. Dabei können die Behörden regionale oder flächendeckende Warnungen über die Mobilfunkbetreiber verschicken. Die Textmeldungen werden dazu an die Mobiltelefone, die im betroffenen Bereich in das Mobilfunknetz eingeloggt sind, versendet. Mögliche Warnhinweise betreffen etwa Gefahren wie Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen, drohende Überschwemmungen oder Waldbrände.

 

[Update, 29. Spetember 2026, 10:30 Uhr] FMK beantwortet häufige Fragen zum AT-Alert

Noch immer gibt es aber Missverständnisse rund um das seit zwei Jahren in Betrieb befindliche System. Das Forum Mobilkommunikation beantwortet deshalb die häufigsten Fragen zu AT-Alert, die von interessierten Bürgern gestellt werden.

Ich habe keine Warnung erhalten, dafür aber die Entwarnung. Wie kann das sein?

Hier handelt es sich um ein technisches Missverständnis!
Bei AT-Alert gibt es – anders als bei den Sirenensignalen – nicht grundsätzlich eine eigene Aussendung für den Beginn und das Ende einer Warnung. Die Warnung wird von den Mobilfunkstationen bis zum Ende der Gefahrensituation permanent ausgesendet, das Handy zeigt sie an, sobald es die Warnung zum ersten Mal empfängt. Auf die Warnstufe, den Text und auf die Region, in der die Warnung ausgesendet wird, haben die Mobilfunknetzbetreiber keinen Einfluss, das entscheiden die zuständigen Landeswarnzentralen bzw. Behörden.

Warum habe ich eine bestimmte AT-Alert-Warnung nicht erhalten, während sie auf dem Handy einer anderen Person angezeigt wurde?

AT-Alert-Meldungen werden mit unterschiedlichen Warnstufen ausgesendet. Bei Probe- und Übungsalarmen können mehrere Aussendungen mit unterschiedlichen Warnstufen erfolgen. Welche Warnungen angezeigt werden, hängt von den persönlichen Einstellungen am Handy ab. Nur wer alle Warnungen empfangen möchte, erhält sich auch. Dadurch kann bei Testalarmierungen der Eindruck entstehen, dass Warnung verpasst wurden, obwohl es sich lediglich um unterschiedliche Aussendungen bzw. Warnstufen gehandelt hat, die – entsprechend den persönlichen Einstellungen – nicht alle angezeigt werden.

Mein Handy ist mit WLAN verbunden. Kann ich deshalb eine AT-Alert-Warnung verpassen?

Ja! – AT-Alert funktioniert über das Mobilfunknetz. Hat ein Handy keine Verbindung zum Mobilfunknetz und ist ausschließlich über WLAN mit dem Internet verbunden, kann es keine AT-Alert-Meldung empfangen. Ist das Handy hingegen gleichzeitig mit WLAN und dem Mobilfunknetz verbunden, kann es AT-Alert-Meldungen empfangen. Wird die Mobilfunkverbindung vorübergehend unterbrochen und später wieder hergestellt, kann eine noch aktive Aussendung unter Umständen erst dann empfangen werden.

Wie stellt man also sicher, dass man AT-Alert empfängt?

Notfallwarnungen der höchsten Kategorie werden in jedem Fall übertragen, es gibt aber auch Abstufungen, etwa Gefahrenwarnungen, Gefahreninformationen, und andere, wichtige Meldungen von Behörden, die man im Untermenü der Einstellungen aktiv ausschalten kann. Das Forum Mobilkommunikation empfiehlt jedoch dringend, alle Warnmeldungen zuzulassen.

Wie werden die Warnungen am Smartphone angezeigt?

AT-Alert aktiviert den Bildschirm und einen eindringlichen Warnton, selbst wenn das Handy stumm geschaltet ist.

Muss man sich anmelden, um Warnungen zu erhalten?

Nein. Solange das Gerät eingeschaltet und nicht im Flugmodus ist, werden Warnungen automatisch empfangen, die Anzeige der Warnung ist aber von den persönlichen Einstellungen abhängig.

Muss bei Smartphones mit Prepaid-Guthaben die Karte aufgeladen sein?
Nein! – Für den Empfang von AT-Alert-Meldungen ist kein Guthaben erforderlich.

Erreichen mich die Warnung auch ohne Mobilfunkempfang?

Das kommt darauf an, denn AT-Alert nutzt- so wie der Euro Notruf 112 – alle verfügbaren Netze. Das bedeutet, dass sobald auch nur irgendein Mobilfunknetz für wenige Sekunden vom Handy empfangen wird und die Gefahrenlage noch aufrecht ist, die Meldung angezeigt wird.

Erhält man Warnungen aus der Heimatregion, wenn man unterwegs ist?
Nein! – AT-Alert warnt in direkt betroffenen Gebieten. Wer sich mit seinem Smartphone wo anders aufhält, erhält Warnungen aus dieser Region und nicht aus der Heimatregion.

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