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Freitag, 9. Oktober 2026
HV spricht von „absurder Abgabe“

Ab heute: Nationale Paketsteuer

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 01.10.2026 | | 3  
Ab heute, den 1. Oktober 2026, gilt in Österreich die neue nationale Paketsteuer. (Bild: pixabay.com) Ab heute, den 1. Oktober 2026, gilt in Österreich die neue nationale Paketsteuer. (Bild: pixabay.com) Heute (1. Oktober 2026) tritt in Österreich die neue nationale Paketsteuer von 2 Euro pro Bestellung in Kraft. Der Handelsverband spricht von einer „absurden Abgabe“, die uns Jobs und einen BIP-Rückgang kosten wird.

Ab heute, den 1. Oktober 2026, unterliegt die Zustellung von Paketen im Inland im Rahmen von Versandhandelsumsätzen einer Paketsteuer in Höhe von 2 Euro pro Paket. (Alternativ besteht die Möglichkeit, die Steuer pro Bestellung zu berechnen.)

Steuerschuldner der Paketsteuer ist grundsätzlich der Versandhändler. Die Steuer fällt jedoch nur dann an, wenn die Versandhandelsumsätze des jeweiligen Versandhändlers im vorangegangen Wirtschaftsjahr 100 Mio. Euro überschritten haben. Werden Waren über einen Online-Marktplatz (Plattform oder ähnliche elektronische Schnittstelle) verkauft, sind die Versandhandelsumsätze für Zwecke der Paketsteuer dem Marktplatz zuzurechnen (Plattformfiktion; „deemed supplier“ Regel). Bei Überschreiten der Umsatzschwelle ist der Online-Marktplatz damit Paketsteuerschuldner für diese Umsätze.

Das Bundesministerium für Finanzen erklärt: „Die Steuerschuld entsteht im Zeitpunkt der Annahme der Zahlung für den jeweiligen Versandhandelsumsatz. Als Selbstbemessungsabgabe muss die Paketsteuer quartalsweise bis zum letzten Tag des auf das Kalendervierteljahr folgenden Monats im Wege einer elektronischen Steuererklärung über FinanzOnline erklärt und abgeführt werden. Eine Jahreserklärung ist nicht vorgesehen. Versandhändler ohne Sitz, Geschäftsleitung oder Betriebsstätte in der EU oder im EWR brauchen einen inländischen Fiskalvertreter.

Kritisch betrachtet

Der Handelsverband ist scheinbar „not amused“ über die neue Paketsteuer. So meint Handelsverband GF Rainer Will: „Für mehr als 4.000 heimische Online-Händler bringt die Paketsteuer zusätzliche Kosten und administrativen Aufwand, und das unmittelbar vor der umsatzstärksten Zeit des Jahres. Jede zweite Online-Bestellung ist betroffen. In Summe wird uns diese absurde Abgabe fast 3.000 Jobs und einen BIP-Rückgang von 360 Millionen Euro jährlich kosten.“

In Frankreich ist das Projekt „Paketsteuer“ übrigens schon gescheitert. Mehr dazu HIER.

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Kommentare (3)

  1. So geht Unsinn!
    Glaube nicht das auch nur ein Chinesenhändler irgendeine Paketsteuer zahlen wird.
    Geschröpft werden nur die Österreicher.
    Ein riesengroßes Danke an die wohl unfähigste Regierung aller Zeiten!

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  2. Das wir „mehr als 4.000 heimische Online-Händler“ mit so einer Größe haben, ist schon überraschend viel. (V.a. für ein so kleines Land mit so vielen unfähigen Politikern)
    Und: manche kleinere Händler freuen sich über „+ 20 %“ seit 1.10. Auch gut.

    Aber: Warum die Händler kaum darüber informieren, ob die Steuer anfällt oder nicht, ist mir ein Rätsel! Kein Wort zur Paketsteuer in den Informationsseiten; max. wird man erst beim Kaufabschluss damit konfrontiert.
    Amazon: „Paketsteuer fällig … wenn deine Lieferadresse in Österreich liegt… “
    Tchibo/Eduscho: „Sie zahlen bei uns keine Paketsteuer“.
    Der Rest schweigt …

    2
  3. solange Politiker/innen nicht für Tüchtigkeit bezahlt werden , wird sich daran auch nichts ändern
    und schade daß sie bei Verfehlungen nicht mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden können..

    2

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