Samstag, 28. Januar 2023

Direktvertrieb in der CE-Branche

Der zunehmende Direktvertrieb in der Elektrobranche ist ein Reizthema. Dieses beleuchten wir in der Coverstory der E&W Aprilausgabe. Lesen Sie hier alle Statements von Industrie und Handel.

Marken, die bewusst aufs Direktgeschäft verzichten

D2C: Es geht auch ohne

Baytronic-GF setzt weiterhin auf den Vertrieb über den Fachhandel. Für Baytronic etwa kommt ein Direktvertrieb der Eigenmarke Nabo an den Endkunden nicht in Frage, erklärt Geschäftsführer Franz Lang. „Wir sehen uns seit der ersten Stunde als Partner des heimischen Fachhandels. Ein Vertriebssystem, das eben diesen ausschließt, kommt deshalb für uns nicht in Betracht.” Auch bei den Marken Loewe und Hisense, die Christian Blumberger über seine Handelsagentur in Österreich repräsentiert, gibt es keinen Direktvertrieb an den Endkunden.
Multimedia Hausgeräte | Wolfgang Schalko | 21.04.2022 | |  
Weiterleitung der Kunden zu den Handelspartnern

LG: Herstellershop als verlängerter Arm des Händlers

Andreas Kuzmits erklärt, dass in den LG Webshop sehr viele Überlegungen eingeflossen sind und dieser den Produktverkauf direkt beim Händler unterstützt. Bei LG gibt es auf der Internetseite zwar eine Preisauszeichnung samt Kaufoption für die Produkte, diese ziele in erster Linie jedoch darauf ab, den Kunden zu einem Handelspartner zu führen, erklärt Andreas Kuzmits, Director Consumer Electronics/IT.
Multimedia Hausgeräte | Wolfgang Schalko | 21.04.2022 | |  
Nebst Online auch ein Store für Großgeräte geplant

D2C bei Trisa of Switzerland

Heribert Liendl, Country Manager AT/DE bei Trisa of Switzerland. Die Kleingerätemarke Trisa of Switzerland hat bereits im Jahr 2016 damit begonnen, Produkte online direkt an Endkunden zu verkaufen. Auch Country Manager Heribert Liendl ist der Meinung, dass dieser Vertriebsweg nicht in Konkurrenz zum traditionellen Handel steht. Dieser könnte viel mehr profitieren von der Trisa „Online-Präsenz mit Warenkorb“.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 19.04.2022 | |  
EP:Fischbacher zum Thema D2C

„Ein ganz schwieriges Thema”

Frederik Falbesoner ist überzeugt: „Hersteller, die es beim Thema D2C übertreiben, schießen sich selbst ins Out.” Als „ganz schwieriges Thema” bezeichnet Frederik Falbesoner, Geschäftsführer von EP:Fischbacher, das D2C-Business der Lieferanten. Es gebe dazu „nicht recht viel Positives” zu sagen – wenngleich sich unter den Herstellern durchaus auch Beispiele finden würden, wie Direktvertrieb und Fachhandelsaffinität umsetzbar sei.
Hintergrund | Wolfgang Schalko | 19.04.2022 | | 2  
D2C bei Liebherr: online & stationär

Keine Konkurrenz, sondern Unterstützung

Thomas Ausserdorfer, Head of Sales Austria & East Europe, erklärt die Gründe für den D2C-Vertrieb bei Liebherr. (Foto: Liebherr) Seit rund zwei Jahren schon haben Verbraucher die Möglichkeit Produkte von Liebherr auch direkt beim Hersteller zu beziehen, als Konkurrenz zum traditionellen Handel sieht der Kühlpro die eigenen Shops allerdings nicht. Diese fungieren viel mehr als unterstützendes Beratungstool, wie Thomas Ausserdorfer, Head of Sales Austria & East Europe, im Gespräch mit E&W erklärt.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 19.04.2022 | |  
Metz zum Direktvertrieb

„Metz arbeitet intensiv mit dem stationären Fachhandel zusammen“

Für Metz ist der Direktvertieb nicht das richtige. „Wir setzen auch zukünftig auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Handelspartner und glauben und investieren in die Stärke unserer Handelspartner!, so Ullrich Sinner, Vertriebsleiter DACH. Ein Direktvertrieb im klassischen Sinne findet bei Metz nicht statt.Stattdessen möchte das Unternehmen seine Kunden über Werbemaßnahmen ansprechen und seine Handelspartner miteinbeziehen. „Für andere Hersteller mag der Direktvertrieb eine sinnvolle Ergänzung darstellen, für Metz und seine Marken ist dieses Konzept nicht das richtige. Wir setzen auf die kundengerechte Ansprache im Fachhandel, die mit entsprechender Beratungs- und Servicequalität einhergeht", sagt Ullrich Sinner, Ver…
Multimedia | Julia Jamy | 15.04.2022 | | 2  
D2C: Das sagt Gorenje GF Irena Pečnik

„Direktvertrieb muss sich von den anderen Kanälen nicht positionieren oder abgrenzen“

Gorenje Austria Geschäftsführerin Irena Pečnik. Gorenje hat Ende 2020 mit dem Direktvertrieb begonnen. Der Grund: Die veränderten Kundenbedürfnisse bzw das verändert Kaufverhalten. Als Konkurrenz für den Fachhandel erachtet Gorenje den eigenen Onlineshop nicht. Es gehe viel mehr darum, die Endkunden, die noch nicht mit der Marke in Berührung gekommen sind, zu begeistern.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 15.04.2022 | |  
D2C: Das sagt Elektrofachhändler R. Jamy

„Der ‚gute‘ Fachhandel wird seine Berechtigung weiter behalten“

Rainer Jamy, Elektrofachhändler aus Wien. Das Fachwissen der Verkäufer habe in den letzten Jahren abgenommen, generell gebe es kaum mehr ausgebildete Leute im Verkauf. Diese Situation sei u.a. mitverantwortlich für den zunehmenden Direktvertrieb der Industrie, sagt der Wiener Elektrohändler Rainer Jamy.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 15.04.2022 | |  
GF Michael Hofer fordert Zusammenarbeit im Handel

ElectronicPartner zum Direktvertrieb: „Jeder soll das tun, was er am besten kann!”

ElectronicPartner Austria-Geschäftsführer Michael Hofer wünscht sich mehr Zusammenhalt und gemeinsames Vorgehen des Handel bei ausufernden Direktvertriebsaktivitäten von Lieferanten – und als eine mögliche Konsequenz deren (zumindest temporäre) Auslistung. Nachdem kürzlich bereits die beiden Vorstände der Verbundgruppe, Friedrich Sobol und Karl Trautmann, die wachsenden D2C-Ambitionen seitens der Industrie einer kritischen Betrachtung unterzogen haben, schlägt nun ElectronicPartner Austria-Geschäftsführer Michael Hofer in die selbe Kerbe: Vermarktungskonzepte ohne den Fachhandel hätten sich nicht unbedingt als zielführend erwiesen.
Hintergrund | Wolfgang Schalko | 14.04.2022 | | 10  
Red Zac Brendan Lenane über D2C: „Hersteller sollten keine Händler sein“

„Offensichtlich stellen Industriepartner die Zukunft des beratenden Fachhandels in Frage“

Red Zac Vorstand Brendan Lenane ist der Meinung, dass die im Vorfeld mit Handelspartnern unabgestimmten D2C-Aktivitäten der Industrie, auf Sicht einen Keil zwischen Hersteller und Handel treiben. Red Zac Vorstand Brendan Lenane vertritt die klare Meinung, dass Hersteller keine Händler sein sollten, wie er im Gespräch mit E&W deutlich macht. Gerade in den aktuellen Zeiten stoße D2C auf „größtes Unverständnis“ in der Handelslandschaft, mehr noch, D2C schwäche die Handelslandschaft signifikant und treibe auf Sicht einen Keil zwischen Hersteller und Handel.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 14.04.2022 | |  
Country Manager Daniel Cipriano über D2C

Groupe SEB stellt ganzheitliches Markenerlebnis in den Fokus

Daniel Cipriano ist seit 1. März 2022 Groupe SEB Country Manager in Österreich. Zur Groupe SEB gehören die Marken Rowenta, Krups, Tefal und EMSA. Für Rowenta gibt es bereits einen eigenen Onlineshop, die anderen Marken sollen schon bald folgen. Die konzernweite Multi-Channel-Strategie werde damit um einen weiteren Absatzkanal erweitert und den Kunden werde ein ganzheitliches Markenerlebnis geboten, wie Country Manager Daniel Cipriano erklärt. Der Fachhandel bleibe natürlich ein wichtiger Partner und die langjährige Beziehung soll weiter gestärkt werden.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 14.04.2022 | |  
Händler und Endkunden im Fokus

Hama: Kein direkter Wettbewerb mit den Handelspartnern

Wie man bei Hama betont, steht in Zukunft nicht nur der Fachhandel, sondern auch der Endkunde im Mittelpunkt des Handelns. Der Zubehörspezialist sucht den direkten Kontakt zum Konsumenten, um aus erster Quelle zu erfahren, welche Bedürfnisse, Themen, Produkte und Features für die Menschen besonders relevant sind. Diese Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Produktentwicklung und Marketing-Maßnahmen ein.
Multimedia | Wolfgang Schalko | 13.04.2022 | | 3  
Kein D2C bei Nedis

Nicht auf das Endkundengeschäft angewiesen

Zum Thema D2C sagt Nedis GF Mario Knapp: „Wie man im Sortiment nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann, ist es auch bei den Vertriebskanälen der Fall.“ Nicht direkt an Endkonsumenten verkauft Nedis. Und das scheint auch so zu bleiben, denn: „Sofern uns der Einzelhandel die Chance gibt, uns gut über ihn mit ausreichend breitem Sortiment den Konsumenten zu präsentieren, sind wir nicht auf das Endkundengeschäft angewiesen“, sagt GF Mario Knapp.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 13.04.2022 | | 1  
AEG und Miele zeigen, dass es funktionieren kann

D2C-Positivbeispiele

Nicht verkauft, nur beraten, wird im AEG Schauraum in Niederösterreich. (Foto: AEG) Sowohl Miele als auch AEG vertreiben direkt an Endkonsumenten. Beide Marken tun das aber auf eine sehr „fachhandels-verträgliche“ Art, wie Stimmen aus dem Handel berichten.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 13.04.2022 | |  
Jan Schalie zum Thema Direktvertrieb

„Anatomie einer Branche”

Zur Coverstory der aktuellen E&W-Printausgabe hat uns die folgende Zusendung des Jan Schalie erreicht. Die Überlegungen des Wiener Elektrohändlers wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.
Hintergrund | Wolfgang Schalko | 12.04.2022 | | 1  
Auf allen Kanälen direkt zum Kunden

„Dyson investiert nach wie vor in den Fachhandel“

2021 eröffnete Dyson seinen ersten „Dyson Demo Store“ in Österreich, in der Shopping City Süd in Vösendorf. Dort wird auf 168 m2 direkt an Endkunden verkauft. (Foto: Dyson) „Produziert von Dyson. Gekauft bei Dyson.“ Mit diesem Werbespruch hat das britische Unternehmen aufhorchen lassen. Dyson vertreibt sowohl online als auch stationär direkt an Endkunden und polarisiert mit diesem D2C-Vertriebskonzept sehr. Wir haben bei Dyson Österreich nachgefragt.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 12.04.2022 | | 4  
Editor's ChoiceReizthema Direktvertrieb

(K)Ein Entweder–Oder–Szenario

In der Coverstory der E&W Aprilausgabe beleuchten wir das Thema Direktvertrieb. In unserer Branche wenden sich immer mehr Hersteller an den Endkonsumenten direkt. Der Handel wird außen vor gelassen, was ihm verständlicherweise nicht gefällt. Wir haben auf beiden Seiten nachgefragt - auf Herstellerseite nach den Beweggründen für den Direktvertrieb, und auf Händlerseite, was davon gehalten bzw. wie damit umgegangen wird.
Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 12.04.2022 | | 3  
MeinungHintergrund-Kommentar E&W 04/2022

Warenwert und wahrer Wert


Wolfgang Schalko
Das Thema Direktvertrieb, kurz D2C, das wir in dieser Ausgabe eindringlich beleuchten, ist definitiv kein einfaches, weist es doch eine ganze Reihe von Facetten und Ausprägungen auf. Es ist aber auch ein Thema, das sehr emotional diskutiert wird, nicht zuletzt aufgrund diverser Frustrationserlebnisse, die es diesbezüglich bei Herstellern wie Händlern bereits gab. Konzepte, Praxisbeispiele, Details, Branchenstimmen und vieles mehr dazu lesen Sie in der Coverstory der E&W 4/2022. Auf zwei …
Wolfgang Schalko | 03.04.2022 | Bilder | |