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Donnerstag, 25. Juli 2024
Für saubere Gewässer

Beko Grundig präsentiert erste Waschmaschine mit integriertem Mikroplastik-Filter

Hausgeräte | Dominik Schebach | 31.05.2023 | | 2  
Beko Testimonial Patricia Kaiser und Evren Aksoy, Geschäftsführer der Beko Grundig Österreich AG, präsentierten heute die neue Beko FiberCatcher Waschmaschine B5WFT58419WA. Beko Testimonial Patricia Kaiser und Evren Aksoy, Geschäftsführer der Beko Grundig Österreich AG, präsentierten heute die neue Beko FiberCatcher Waschmaschine B5WFT58419WA. (© Beko Grundig) Alle Unternehmen sprechen von Nachhaltigkeit. Ein Unternehmen, welches dieses Ziel auch nachdrücklich verfolgt, ist Beko Grundig Österreich. Heute hat das Unternehmen den offiziellen Launch seiner Waschmaschine mit FiberCatcher auf dem heimischen Markt gefeiert. Die neue Beko B5WFT58419WAverfügt über einen integrierten Filter für Mikroplastik, mit der sich bis zu 90%  der textilen Mikrofaser aus dem Waschwasser filtern lassen.

Im Rahmen eines Pressegesprächs hat heute Beko Grundig Österreich AG erstmals seine FiberCatcher Waschmaschine für den österreichischen Markt präsentiert. Damit bietet Beko eine Lösung für das Mikroplastik-Problem im Waschwasser. Und dieses darf man nicht unterschätzen, denn die Verschmutzung der Gewässer und Meere durch Mikroplastik stellen ein großes Problem für die Umwelt dar, wie auch Assitenz-Professor Mag. Dr. Christian Zafiu von der Universität von Bodenkultur bei der heutigen Pressekonferenz darlegte: „Kunststoffe sind vielseitige Materialien, die in fast allen Produkten zu Anwendung kommen und maßgeblich zu ihrer Funktion beitragen. Durch ihre Stabilität entsteht jedoch eine langfristige und steigende Verschmutzung der Umwelt, die möglichst früh vermieden werden muss.“

Wie Zafiu darlegte, gelangen jährlich schätzungsweise 500.000 Tonnen Mikrofasern in die Ozeane. Denn bei jedem Waschgang setzen Kleidung und Textilien Fasern frei, die über Abwasser und Kanalisation in die Umwelt und damit in die Nahrungskette – auch für Menschen – gelangen. Wie viele das sind, dazu gab es ein Waschexperiment an der Universität Plymouth. Bei einer durchschnittlichen Waschladung von 6 kg Acrylgewebe wurden über 728.000 Fasern freigesetzt. Bei einer Waschladung Polyester waren es über 496.000 und bei 6 Kilogramm Polyester-Baumwollgemisch auch noch 138.000 Faserfragmente.

In Frankreich dürfen deswegen ab 2025 keine Waschmaschinen mehr ohne Mikroplastikfilter verkauft werden. Andere EU-Staaten werden wohl folgen. Das österreichische Klimaschutzministerium diskutierte darüber bereits im Aktionsplan Mikroplastik 2022-2025. Damals – 2022 – waren  serienreifen Filter für Mikroplastik noch nicht verfügbar. Mit der Beko B5WFT58419WA mit integriertem Filter, bietet Beko Grundig nun allerdings eine Lösung für dieses Problem an.

Vorerst für vier Programme

„Wir von Beko leben Nachhaltigkeit. Denn wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und durch innovative Technologien und Produkte unseren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten. Mit unserer neuen Waschmaschine mit integriertem Mikroplastikfilter leisten wir unseren Beitrag dazu, die Verschmutzung unseres Wassers durch Mikroplastik zu reduzieren“, sagt Evren Aksoy, Geschäftsführer der Beko Grundig Österreich AG, zu dem neuen Modell.

Die Beko B5WFT58419WA ist die Waschmaschine mit eingebauter Mikroplastikfilter-Technologie für bis zu 8 kg Wäsche. Der Filter befindet sich direkt im Waschmittelfach und wird automatisch bei den Programmen Pflegeleicht, Hemden und Outdoor/Sport aktiviert. Also bei jenen Programmen, bei denen die meiste Kleidung mit synthetischen Fasern gewaschen wird. Mehrmals während des Waschzyklus wird das Wasser durch den Mikroplastikfilter geleitet, bevor es ins Abwasser gepumpt wird. Dabei werden laut bis zu 90% der synthetischen Mikrofasern aus dem Waschwasser im Inneren des Filters aufgefangen. Sie bleiben in der feinen Gewebe-Membran des Filters haften. Dem Vernehmen nach könnten in Zukunft aber auch andere Waschprogramme per Firmeware-Update diesen Filter nutzen.

Einfache Handhabung

Ausgeliefert wird dias neue Modell mit zwei Mikroplastikfilter. Nachkaufen können die Endkunden die Filter entweder im EFH oder Online. 

Besonderes Augenmerk hat Beko auf die einfache Handhabung gelegt. Die Filter können mit wenigen Handgriffen getauscht werden. Je nach Waschprogramm hält ein Mikroplastikfilter zwischen drei und sechs Monate, bevor er gewechselt werden muss. Wenn es soweit ist, wird dies auf der LED-Anzeige der Waschmaschine bzw über die HomeWhizz-App angezeigt. Ausgeliefert wird dias neue Modell mit zwei Mikroplastikfilter. Nachkaufen können die Endkunden die Filter entweder im EFH oder Online.

Damit die aus dem Waschwasser herausgefilterten Mikrofaser nicht in die Umwelt gelangen, soll der Filter nicht im Restmüll entsorgt werden. Für die fachgerechte Entsorgung arbeitet Beko Grundig deswegen mit einem spezialisierten Reinigungsunternehmen zusammen. Dieses zerlegt den Mikroplastikfilter, der zu 98 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht, und stellt daraus im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwendbare Materialien her. Der volle Mikroplastikfilter kann entweder in einer Sammelbox bei einem der teilnehmenden Händler abgegeben werden oder direkt an Beko zurückgesendet werden. Für die Verbraucher ist der Rückversand des gebrauchten Mikroplastikfilters kostenlos. Informationen zur Abwicklung finden die Endkunden auf einer eigenen eigenen Internetseite.

Der Beko B5WFT58419WA ist ab sofort im österreichischen EFH verfügbar. Der UVP wurde von Beko Grundig Österreich mit 699 Euro angegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (2)

  1. Man kann schon auch übertreiben, ist den die Waschmaschine der einzige Mikroplastikerzeuger?
    Wäre es nicht wichtiger und würde mehr bringen wenn die Geräte länger halten würden oder günstiger zu reparieren wären, ist doch viel weniger Plastikmüll.
    In der Kläranlage würden alle Erzeuger erfasst.

    2

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