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Donnerstag, 25. Juli 2024
Erhöhung des Digitalisierungsfonds entscheidend

Bereits über eine Million DAB+ Hörer

Multimedia | Julia Jamy | 14.09.2023 | |  
Die Bekanntheit und Nutzung von DAB+ Digitalradio wachsen stetig. Wie der aktuelle Radiotest zeigt, hören mehr als eine Million Österreicher mehrmals im Monat Radio über DAB+. Um die Empfangbarkeit und Bekanntheit von DAB+ noch mehr zu fördern, sei eine Erhöhung des Digitalisierungsfonds entscheidend.

Die Nachfrage zu DAB+ ist groß. Die Technologie besticht vor allem durch einen klaren Empfang und ein vielfältiges regionales Senderangebot. Jedoch gibt es noch zahlreiche Gebiete ohne Netzabdeckung. Daher sei die flächendeckende Verfügbarkeit wesentlich. Für die Übertragung haben sich sogenannte Multiplex-Plattformen (MUX) etabliert. In Österreich kommen mit der MUX I und II derzeit zwei dieser Plattformen zum Einsatz. Sie versorgen hierzulande gesamt 83 Prozent der Menschen mit DAB+, weisen jedoch eine Vielzahl an regionalen Lücken auf. Deshalb ist die Umsetzung eines neuen DAB-Multiplex (MUX III) für 2024 geplant, um den DAB+ Ausbau weiter voranzutreiben. Ziel ist es, regionale Lücken in der Netzabdeckung zu schließen und die Verfügbarkeit von DAB+ zu verbessern.

Mehr Programmvielfalt

Um  DAB+ in Österreich weiterzuentwickeln, hat der Nationalrat eine Gesetzesnovelle zur Änderung des Privatradio-Gesetzes beschlossen. Dadurch soll mehr Programmvielfalt am Radiomarkt möglich sein. Umso wichtiger sei es nun, die Verbreitung der Übertragungstechnologie DAB+ durch gezielte Fördermaßnahmen zu stärken. Diese Aufgabe erfüllt grundsätzlich der von der RTR verwaltete „Digitalisierungsfonds“.

Der VÖP (Verband Österreichischer Privatsender) und der VDÖ (Verein Digitalradio Österreich) ersuchen das Bundesministerium für Finanzen als konsequenten nächsten Schritt, die Dotierung des Digitalisierungsfonds um 2 Millionen Euro jährlich (gesamt 2,5 Millionen Euro) zu erhöhen. Eine substanzielle Verbesserung der Empfangbarkeit und Marktdurchdringung sei mit der aktuellen Dotierung von 0,5 Millionen Euro nicht möglich. „Die bevorstehende Umsetzung des neuen DAB-Multiplex im Jahr 2024 erfordert eine dringende Überprüfung und Anpassung des Digitalisierungsfonds, um die Medien- und Programmvielfalt angemessen zu fördern. Eine Aufstockung auf 2,5 Millionen Euro ist nicht nur notwendig, sondern auch zwingend erforderlich“, so Roman Gerner, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Österreich.

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