Samstag, 21. Mai 2022
Mittel kommen von Investor Allianz

öGIG mobilisiert 1 Mrd Euro für Glasfaserausbau

Dominik Schebach | 26.11.2021 | |  
Die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft erhält von ihrer Muttergesellschaft, der Allianz Gruppe, 1 Mrd Euro Eigenkapital für den Glasfaserausbau in Österreich. Das Unternehmen will damit den Ausbau in unterversorgten ländlichen Gebieten ausbauen. Bis 2030 sollen eine Million Haushalte an das öGIG-Glasfasernetz angeschlossen werden.

Es geht um die digitale Kluft zwischen Stadt und Land. Diese zu schließen hat sich die öGIG zur Aufgabe gemacht. Die Gesellschaft ist aus einer Initiative der Bundesländer hervorgegangen, wobei hier die Allianz-Gruppe als institutioneller Investor eingestiegen ist. Dabei verfolgt der Konzern nach eigenen Angaben besonders langfristige Investitionsziele.

„Wir sind davon überzeugt, dass leistungsfähige Glasfasernetze zur Daseinsvorsorge unserer Gesellschaft gehören. Die 1 Mrd. Euro Eigenkapital der Allianz ermöglicht ein Gesamtinvestitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro und leistet damit einen bedeutenden Beitrag für die digitale Zukunft Österreichs,“ erklärt Christoph Holzer, Co-Head of Infrastructure in München bei Allianz Capital Partners. „Diese Investition leistet einen nachhaltigen Beitrag für die Steigerung der Lebensqualität in den Haushalten und für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe.“

Das ehrgeizige Ziel lautet bis 2030 eine Million Haushalte in Österreich mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. „Die Corona-Pandemie hat uns die Notwendigkeit leistungsfähiger Internet-Anschlüsse einmal mehr vor Augen geführt,“ sagt öGIG-CEO Hartwig Tauber und führt weiter aus: „Gerade im ländlichen Raum sind die meisten Haushalte und Betriebe stark unterversorgt. Aus unserer Sicht darf es keinen Unterschied machen, ob jemand in der Stadt oder am Land lebt. Diese digitale Kluft wollen wir schließen.“

Offene Netze und keine Kosten für Gemeinden

Durch die Eigenkapitalausstattung kann die öGIG flächendeckende Glasfaserprojekte rasch und ohne zusätzliche Förderungen umsetzen. Dies soll ohne finanziellen Beitrag der Gemeinden oder Regionen geschehen. Auch entfalle laut Tauber der Ausschreibungsprozess für die Gemeinden. Für den Betrieb der Netz verfolgt die öGIG einen „Open Access“ Ansatz: Dh, das Netz wird allen Service-Anbietern neutral zur Verfügung gestellt. Für die Endkunden heißt der Anschluss „öFIBER“, welcher als 100% Galsfaser-Internet ins Haus (Fiber tot he Home) verwirklicht wird. Dadurch können Highspeed-Bandbreiten ohne Einschränkungen genutzt werden.

 

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