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Dienstag, 21. Mai 2024
Schnellere Genehmigungsverfahren für PV-Anlagen

Bundesinnung: Sicherheit in den Vordergrund stellen

Photovoltaik | Dominik Schebach | 04.08.2023 | | 1  
Gestern wurde der „Schulterschluss“ von Klimaministerium, PV-Austria und E-Control zum schnelleren Ausbau der Photovoltaik in Österreich vorgestellt. Heute meldet sich die Bundesinnung der Elektrotechniker zu Wort. Diese gibt zu bedenken, dass auch bei schnelleren Genehmigungsverfahren für PV-Anlagen der Sicherheitsaspekt im Vordergrund stehen müsse.

Der Netzanschluss von PV-Anlagen soll vereinfacht werden. Dazu haben das Klimaministerium, die E-Control als Regulierungsbehörde sowie Photovoltaic Austria die größten Hürden bei deren Errichtung erhoben. Der Flaschenhals ist wie so oft in der Bürokratie, weswegen der Prozess transparenter und einfacher werden soll. Der entsprechende Aktionsplan „Netzanschluss“ der E-Control sieht u.a. vor, dass die Netzkunden in Zukunft den Antrag für einen Netzzutritt und Netzzugang auch selbst stellen können. Daher muss österreichweit die Möglichkeit bestehen, dass neben bevollmächtigten Elektrofachunternehmen auch den Netzbenutzer der Zugang zum Online-Portal des Netzbetreibers gewährt wird, wie dies bereits bei einigen Netzbetreibern möglich ist. Dadurch soll eine Netzanschlussbeurteilung deutlich einfacher und rascher möglich werden. Gleichzeitig soll die Netzanschlussbeurteilung vor Errichtung einer PV-Anlage durch den Netzbetreiber standardisiert werden. Damit sollen österreichweit einheitliche Prozesse und vor allem Fristen gelten. Die Dauer zwischen dem Einlangen und der Bestätigung des Antrags auf Netzzugang soll maximal 14 Tage betragen.

Generell begrüßt die Bundesinnung der Elektrotechniker den Vorschlag des Klimaministeriums, den Netzanschluss von Photovoltaikanlagen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Dabei dürfe allerdings nicht die Sicherheit auf der Strecke bleiben, wie Bundesinnungsmeister Andreas Wirth betont: „Die vorgestellten Maßnahmen sind ein weiterer wichtiger Schritt, um die Stromerzeugung aus Sonnenenergie voranzutreiben und den Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung zu optimieren. Wichtig ist jedoch, und diese Aspekte dürfen keinesfalls vernachlässigt werden, dass es nicht zu einem Wildwuchs kommt und ein stabiler Netzausbau gewährleistet ist. Wir brauchen einen sicheren und stabilen Ausbau der Netzinfrastruktur, damit es nicht zu Blackouts kommt und wir nicht an die Leistungsgrenzen stoßen.“

Bei der vom Klimaministerium geplanten Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für PV-Anlagen müssen die Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden, um das Netz nicht zu überlasten. „Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein. Sicherheitsaspekte müssen Vorrang haben“, so Wirth abschließend.

 

 

 

 

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Kommentare (1)

  1. Wir müssen uns keine Sorgen um einen stabilen Netzausbau machen. Dank der mangelnden rechtlichen Rahmenbedingungen und der scheinbaren Untätigkeit der Politiker gibt es bei manchen Netzbetreibern kein wirtschaftliches Interesse am Netzausbau und damit nur homöopatische Dosen. Da ein wenig – dort ein bisschen – und immer schön stabil bleiben. Nicht was uns voranbringt zählt, sondern nur die Stabilität. Und eine Kugel, die in der Mitte einer Schale liegt ist am untersten Punkt sicher stabil.
    Kein Wunder, dass wir bald von China überholt werden – Trotz der ständigen Kohlekraftwerks – Optimierungen.
    Wir werden schon noch schauen, wenn China 2055 vor uns klimaneutral ist.

    Mit der aktuellen Geschindigkeit könnte das durchaus passieren…

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