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Sonntag, 14. April 2024
Stärkstes Datenwachstum bei Drei seit Jahren

Drei nähert sich der Umsatzmilliarde

Telekom | Dominik Schebach | 21.03.2024 | | 1  
Drei CEO Rudolf Schrefl und CCO Günter Lischka präsentierten heute das Jahresergebnis 2023 des Telekommunikationsanbieters. Drei CEO Rudolf Schrefl und CCO Günter Lischka präsentierten heute das Jahresergebnis 2023 des Telekommunikationsanbieters. Das vergangene Geschäftsjahr hat für Drei einige große Herausforderungen gebracht. Der große Wettbewerbsdruck, Inflation und der derzeitige Netzausbau für 5G haben bei dem Betreiber ihre Spuren in der heute vorgestellten Bilanz für das Jahr 2023 hinterlassen. Auf der positiven Seite vermerkte Drei allerdings ein anhaltendes Umsatzwachstum, so kratze der Betreiber im Vorjahr an der 1 Mrd. Umsatzschwelle.  

Getrieben wird die Entwicklung vom immer größeren Durst nach Daten. Die Internetnutzung steigt in Österreich so stark wie seit Jahren nichtmehr. So hat sich bei Drei das Datenvolumen in nur einem Jahr um fast 20% auf 1,68 Milliarden GB erhöht, und damit im Vergleich zur den Jahren vor der Corona-Pandemie beinahe verdoppelt. Verursacht werde dies durch veränderte Konsum- und Arbeitsgewohnheiten. Drei reagiert auf diese Herausforderung mit weiteren Ausbau seiner Infrastruktur und einen neuen Glasfaserschwerpunkt: Mit Investitionen von 1,2 Milliarden Euro in den österreichweiten 5G-Ausbau bis 2025 und durch Netzpartnerschaften für ein landesweites Glasfaser-Angebot stockt Drei sein Angebot weiter auf.

„Der Datenhunger der Österreicherinnen und Österreicher wächst derzeit schneller als der Netzausbau. Während Österreich bei 5G unter den Top 10 der EU liegt, hinkt der Glasfaser-Ausbau im EU-Vergleich mit Platz 24 noch hinterher (DESI-Index). Wir haben darauf reagiert und bieten jetzt in allen Internet-Tarifen unlimitiertes 5G und in den 5G+Tarifen den flexiblen Umstieg auf Glasfaser an. Außerdem bieten wir in unserem neuen Netz als einziger Betreiber in Österreich mobiles Internet mit garantierten Geschwindigkeiten an. Diese Technik bringen wir jetzt auch in bisher unterversorgte Gemeinden des Landes. Das ist der schnellste Weg, Österreichs Haushalte und Unternehmen zukunftsfit zu machen“, erklärte Drei CEO Rudolf Schrefl.

Nahe der Umsatzmilliarde

Die Rahmenbedingungen seien zwar herausfordernd. Trotzdem zeigte sich Schrefl mit den Geschäftszahlen für das Vorjahr recht zufrieden: 2023 konnte Drei seinen Umsatz um 10% auf 976 Mio. Euro steigern. Zuwächse verzeichnet der Telekommunikationsanbieter neben dem Internet-Segment vor allem im Weihnachtsgeschäft und bei den Geschäftskunden. Zudem sei das Jahr 2023 bei Neuanmeldungen im Vertragskundengeschäft das stärkste seit vier Jahren gewesen. Im Summe blieb damit die Zahl der Nutzer im Netz von Drei mit 4,1 Millionen konstant.

Allerdings wurde auch Drei von den Kostensteigerungen z.B. bei Energie und Personal getroffen. Die operativen Kosten erhöhten sich aufgrund der starken Teuerungsrate und der gestiegenen Datennutzung um 12%. Laut Schrefl konnte Drei allerdings einen großen Teil davon durch Effizienzsteigerungen abfangen. Weiter Investitionen seien damit gesichert. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuerung und Abschreibungen sank allerdings um 2% auf 342 Mio. Euro. Die Investitionsausgaben steigen um 4% auf 175 Mio. Euro.

5G Standalone am Smartphone

Die 5G Coverage von Drei erhöhte sich 2023 auf 90% der Bevölkerung. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, mehr als 700 Gemeinden ohne adäquate Internetversorgung ans 5G-Netz anzubinden. In einem Drittel dieser Gemeinden ist dieser Schritt bereits erfolgt, die übrigen sollen bis Ende kommenden Jahres folgen.

Daneben beansprucht Drei auch einige Firsts für das vergangene Jahr und die ersten Monate 2024: Mit 5G+ bietet Drei seit 2023 als erster Anbieter in Österreich Internet mit garantierten Übertragungsgeschwindigkeiten an. Als einer der ersten Netzbetreiber weltweit hat Drei 5G Standalone vor wenigen Tagen für die Smartphone-Nutzung aktiviert.

Partnerschaften

Auf das derzeit erhöhte Interesse für Glasfaser reagiert Drei mit einem eigenen Glasfaserangebot. Dafür stützt sich der Betreiber auf Partnerschaften mit den größten österreichischen Netzbetreibern. Wo Glasfaser von A1 verfügbar ist, kann seit Anfang des Jahres auch das Glasfaserangebot von Drei genutzt werden. Mitte März hat Drei das Netz der Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (öGIG) und der niederösterreichischen Glasfaserinfrastruktur nöGIG in den Verbund integriert. Bis Jahresende will Drei eine Million Haushalte mit seinem Glasfaserangebot erreichen. Liegt die Wohn- oder Firmenadresse noch nicht im Glasfaser-Versorgungsgebiet, kann man mit den aktuellen FIX Data Internettarifen von Drei auch zunächst mit Internet zuhause über 5G+ starten und später, sobald die Technologie an der Adresse verfügbar ist, einfach auf Glasfaser umsteigen.

„Mit dem FIX Data Tarifportfolio machen wir das Leben aller Menschen in Österreich noch einfacher. Einzigartig daran ist, dass diese bereits Glasfaser-ready sind. Das heißt, man schließt heute einen 5G-Tarif ab und kann dann einfach auf Glasfaser umsteigen, sobald diese Technologie am Wohnort verfügbar ist“, so Drei CCO Günter Lischka.

Digitalisierungs-Scheck für Haushalte und Unternehmen
Probleme sieht man seitens Drei allerdings bei der Nachfrage nach wirklich leistungsfähigen Breitband-Anbindungen. Mitte des Vorjahres verfügten laut Daten der OECD erst knapp 11% der österreichischen Haushalte über einen Festnetz-Internetanschluss mit einer Übertragungsrate von mehr als 100 Mbit/s (OECD-Studie). Drei CEO Rudolf Schrefl plädiert deshalb für einen Digitalisierungs-Scheck für Haushalte und Unternehmen, der die Nachfrage fördert. „Die stark gestiegene Nutzung belegt, dass der Bedarf für schnelleres Internet schon jetzt gegeben ist, aber die Anfangsinvestitionen in einen Glasfaser- oder 5G-Anschluss noch immer ein Hemmschuh sind. Daher sollte die Bundesregierung statt des Infrastrukturausbaus sinnvoller die Breitband-Nachfrage fördern“, fordert Schrefl.

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Kommentare (1)

  1. „Zudem sei das Jahr 2023 bei Neuanmeldungen im Vertragskundengeschäft das stärkste seit vier Jahren gewesen.“

    Aktive Vertragskunden Mobilfunk:
    2019 : 2.603.000
    2022 : 2.437.000
    2023 : 2.406.000

    Dabei gibt es immer mehr Vertragskunden in Österreich
    4.Qu. 2019 : 9.448.697
    3.Qu. 2023 : 9.917.717

    mfg

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