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Aus München, Linz und Wien

Siemens-News

E-Technik | Karl Pichler | 05.10.2011 | Bilder | |  Archiv
Erklärte auch in Linz zur Fachmesse SMART die neue Siemens-Organisation: Christian Zwickl-Bernhard, Leiter der Siemens-Division Industry Automation (IA). Erklärte auch in Linz zur Fachmesse SMART die neue Siemens-Organisation: Christian Zwickl-Bernhard, Leiter der Siemens-Division Industry Automation (IA).

Geballte Informationen von Siemens anlässlich einer Umstrukturierung im Konzern, mit Auswirkungen auch auf die österreichische Niederlassung und vom Linzer Presseauftritt zur Fachmesse SMART am ersten Messetag.

Unter dem Motto „Increase your efficiency“ präsentierte Siemens Industry auf der diesjährigen Fachmesse Smart Automation in Linz, wie sich ökonomische Effizienz und Produktivität sowie ökologisch verantwortliche industrielle Fertigung miteinander vereinbaren lassen. Die beiden neuen Siemens-Divisionen Industry Automation (IA) und Drive Technologies (DT) informierten, wie mit Lösungen von Siemens nachhaltiger Mehrwert geschaffen werden kann.

Anlässlich der Siemens-Pressekonferenz am ersten Messetag betonte Christian Zwickl-Bernhard, Leiter der Siemens-Division Industry Automation (IA), die zentrale und wachsende Bedeutung von Software für Siemens und die Industriebranchen: „Siemens ist heute führend in der Entwicklung von Software für die produzierende Industrie. Wir haben durch strategische Akquisitionen unser Angebot ausgebaut und bieten ein komplettes Softwareportfolio vom Produktdesign bis zur Produktionssteuerung.“ Diese Entwicklung hat auch Eingang gefunden in das neue Engineering Framework „TIA Portal“, eines der Highlights auf der diesjährigen Messe. „Wir haben unser weltweit führendes Angebot Totally Integrated Automation weiterentwickelt, um unsere Kunden in einer neuen Ära des modernen Engineerings zu begleiten“, so Zwickl-Bernhard. Beim Thema Energieeffizienz zeigt Siemens seinen Kunden, wie sie Einsparpotenziale identifizieren, bewerten und konsequent umsetzen können. Damit lässt sich der Energieverbrauch reduzieren sowie CO2-Emissionen und Kosten senken.

Siemens strukturiert um

Neues auch vom Konzern und der gesamten österreichischen Siemens, die in ihrer Struktur den neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsgegebenheiten angepasst wurde:

Siemens startet am 1. Oktober 2011 mit weiterentwickelter Struktur in das Geschäftsjahr 2012. Der neu gegründete Sektor Infrastructure & Cities nimmt wie geplant seine Arbeit auf. Damit gliedert sich das operative Geschäft von Siemens künftig in die Sektoren Industry, Infrastructure & Cities, Energy und Healthcare. Mit dem neuen Sektor will das Unternehmen an dem dynamischen Wachstum von Städten und Infrastrukturinvestitionen führend teilhaben. „Wir richten unser Geschäft konsequent auf Wachstum aus. Mit der neuen Aufstellung rücken wir noch näher an unsere Kunden. Der Sektor Infrastructure & Cities eröffnet uns zusätzliche Geschäftschancen auf dem Wachstumsmarkt Städte“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. „Städte stehen vor der großen Herausforderung, Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Wir können ihnen umfassende Lösungen dafür aus einer Hand anbieten. Um die Bedürfnisse von Städten noch besser bedienen zu können, fokussieren wir uns mit dem neuen Sektor auf Städte und Infrastrukturen“, sagte Roland Busch, CEO des Sektors Infrastructure & Cities.

„Die Neustrukturierung der Siemens AG durch die Einführung des vierten Sektors spiegelt die Bedeutung maximaler Kundennähe, Denken in Gesamtpaketen und starke Lösungsorientierung auch für Siemens Österreich wider. Durch Bündelung unseres Portfolios können wir uns so besser auf unsere Kernmärkte konzentrieren und unsere bereits lang bestehenden guten Kundenkontakte weiter intensivieren“, so Siemens Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun.

Den Märkten und Städten entgegen

„Städte sind traditionell ein wichtiger Markt für Siemens Österreich, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Verkehr und Energieversorgung. Nun können wir unseren Kunden noch intensiver energieeffiziente und wirtschaftliche Infrastrukturgesamtlösungen anbieten“, so Wolfgang Hesoun, der gleichzeitig auch auf die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich verwies: „Der neue Sektor wird sich in Österreich auch durch einen weiteren Ausbau und Stärkung des World Headquarters für Metros, Coaches und Bogies im Bereich Mobility und den Ausbau der Forschungsarbeiten im Bereich Smart-Grid und Elektromobiltät auswirken“. Die Leitung des neuen Sektors in Österreich und Central Eastern Europe (CEE) übernimmt der bisherige Verantwortliche für die Mobility-Sparte in Österreich und CEE, Mag. Arnulf Wolfram.

Immer mehr Menschen wollen und werden in Städten wohnen. Bereits heute lebt dort über die Hälfte der weltweiten Bevölkerung. In 20 Jahren wird dieser Anteil auf 60 Prozent steigen, ein Plus von 1,4 Milliarden Stadtbewohnern. Angesichts dieses Wachstums werden Städte weltweit massiv in den Ausbau ihrer Infrastrukturen investieren müssen. Der für Siemens adressierbare Markt in Städten liegt derzeit insgesamt bei rund 300 Milliarden Euro jährlich. Siemens verfügt bereits heute über das weltweit breiteste Portfolio für städtische Infrastrukturen.

Der neue Sektor Infrastructure & Cities wird von München aus das weltweite Geschäft mit Städten und Infrastrukturen steuern. Darin bündelt Siemens Kompetenzen und Geschäfte, um Städten Lösungen für Mobilität, Umweltschutz und Energieeinsparung zu bieten. Im neuen Sektor mit rund 87.000 Mitarbeitern werden die Divisionen Mobility und Building Technologies aus dem Industry-Sektor sowie die Division Power Distribution und das Smart-Grid-Geschäft aus dem Energy-Sektor zusammengeführt.

City-Teams

Künftig besteht Infrastructure & Cities aus den fünf Divisionen Rail Systems (Schienenfahrzeuge), Mobility and Logistics (Verkehrs-, Transport- und Logistikmanagement), Low and Medium Voltage (Nieder- und Mittelspannung), Smart Grid (intelligente Stromnetze) und Building Technologies (Gebäudetechnik). Mit dieser neuen Aufstellung richten die Divisionen ihr Geschäft noch enger an ihren Zielmärkten aus und erschließen zudem über eine enge Zusammenarbeit im Sektor zusätzliche Geschäftschancen im Wachstumsmarkt Städte.

Um diese zusätzlichen Wachstumspotenziale auszuschöpfen geht Siemens im Geschäft mit Städten einen neuen Weg bei Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Wichtiges Element dieser Strategie sind die Stadtentwicklungszentren (Centers of Competence) des Sektors, in denen Siemens seine Expertise für urbane Infrastrukturen bündelt. Das erste Center of Competence wird derzeit in London gebaut, zwei weitere entstehen in Asien und den USA. Hier werden Siemens-Experten an neuen Städte-Lösungen forschen und Siemens-Produkte zu speziellen Paketen für Stadtplaner und Bürgermeister zusammenstellen. Dazu gehören integrierte Verkehrslösungen zur Stau-Vermeidung ebenso wie Konzepte, um den Stromverbrauch und damit die Kosten einer Stadt auf breiter Basis zu senken. Auch in Zeiten knapper öffentlicher Budgets helfen Siemens-Lösungen wie etwa das Energiespar-Contracting den Städten und Kommunen dabei, ihre Kosten zu senken und den Umweltschutz zu verbessern. Zudem können Siemens-Lösungen wie Mautsysteme den Städten und Kommunen neue Einnahmequellen eröffnen.

In den direkten Kontakt mit den Entscheidungsträgern der Städte tritt Siemens über ein Team von City Account Managern. Als zentrale Ansprechpartner können sie ihrer jeweiligen Stadt das gesamte Siemens-Portfolio anbieten. Zudem bringen sie intern ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Siemens-Portfolios für Städte ein. Kundennähe ist ein wichtiger Treiber für nachhaltiges Wachstum des Unternehmens und Bestandteil des Zielsystems One Siemens.

Der Sektor Industry richtet sich mit der Neuorganisation von Siemens künftig konsequent auf Industriekunden aus. Hierzu will der Sektor sein Branchen- und Servicegeschäft stärken und seine führende Rolle bei Industriesoftware ausbauen. Der Sektor mit rund 100.000 Mitarbeitern besteht künftig aus den Divisionen Industry Automation, Drive Technologies sowie der neu gegründeten Division Customer Services.

Der Sektor Energy bleibt der weltweit führende Anbieter eines weiten Spektrums an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Stromerzeugung und -übertragung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport der Primärenergieträger Öl und Gas. Mit rund 75.000 Mitarbeitern besteht der Sektor künftig aus den Divisionen Fossil Power Generation, Wind Power, Solar & Hydro, Energy Service, Oil & Gas und Power Transmission.

Der Sektor Healthcare bleibt im Zuge der Neuorganisation unverändert und ist mit rund 49.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Anbieter im Gesundheitswesen mit den Divisionen Imaging & Therapy Systems, Clinical Products und Diagnostics.

Bilder
Leitet den neu gegründete Sektor Infrastructure & Cities bei Siemens Österreich: Mag. Arnulf Wolfram.
Leitet den neu gegründete Sektor Infrastructure & Cities bei Siemens Österreich: Mag. Arnulf Wolfram.
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