Samstag, 14. Dezember 2019
LTE: TKK steigt auf die Bremse

Orange-Übernahme verzögert Frequenzvergabe

Telekom | Dominik Schebach | 24.04.2012 | |  
Die gemeinsame Vergabe der Mobilfunk-Frequenzen im 800, 900 und 1800 MHz-Bereich wurde von der TKK verschoben. Die gemeinsame Vergabe der Mobilfunk-Frequenzen im 800, 900 und 1800 MHz-Bereich wurde von der TKK verschoben.

Die für September angepeilte Vergabe der LTE-Frequenzen wird verschoben. Grund ist die laufende Übernahme von Orange durch 3 und damit verbunden von Yesss! durch A1. Die Telekom Control Kommission (TKK) hat deswegen gestern, Montag, den 23. April, die Ausschreibung der Frequenzen ausgesetzt, da die Sicherstellung Wettbewerbs durch die Frequenzvergabe nicht mehr sichergestellt sei.

„Da an der geplanten Übernahme von Orange durch H3G sowie von YESSS! durch die A1 drei der vier aktiven Mobilfunkbetreiber unmittelbar beteiligt sind, könnte die Ausschreibung der Frequenzen zum jetzigen Zeitpunkt den Ausschluss zumindest eines der an der Fusion beteiligten Unternehmen vom Vergabeverfahren zur Folge haben“, heißt es dazu in der Aussendung der TKK. Derzeit sei nach Ansicht der TKK nicht absehbar, ob der Zusammenschluss seitens der Wettbewerbsbehörde genehmigt werde, womit sich aber eine Wettbewerbsverzerrung ergeben könnte.

Der Fahrplan zur Vergabe der LTE-Frequenzen wurde im vergangenen September beschlossen, die Auktion sollte im September 2012 stattfinden. Das Vergabeverfahren könne zwar sofort wieder gestartet werden, da alle Vorarbeiten erledigt seien, trotzdem verschiebt sich mit der Entscheidung natürlich die Einführung und der flächendeckende Ausbau von LTE. Allerdings schätzt die TKK die volkswirtschaftlichen Nachteile durch eine „moderate Verschiebung“ der Frequenzvergabe geringer ein, als eine mögliche Reduktion des Wettbewerbs.

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