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Bosch fragt Tierexperten

Hausgeräte | Die Redaktion | 09.10.2012 | Bilder | |  Archiv
Bosch hat bei Experten nachgefragt: Dr. med. vet. Brigitte Glöwing, Tierärztin, und Gaby Abels, Trainerin für Hundebesitzer und Katzenhalterin. Sie erklären, warum und wann Hunde oder Katzen am meisten haaren. Welche Rassen besonders „haarige“ Ges Bosch hat bei Experten nachgefragt: Dr. med. vet. Brigitte Glöwing, Tierärztin, und Gaby Abels, Trainerin für Hundebesitzer und Katzenhalterin. Sie erklären, warum und wann Hunde oder Katzen am meisten haaren. Welche Rassen besonders „haarige“ Ges

Bosch hat bei Experten nachgefragt: Dr. med. vet. Brigitte Glöwing, Tierärztin, und Gaby Abels, Trainerin für Hundebesitzer und Katzenhalterin. Sie erklären, warum und wann Hunde oder Katzen am meisten haaren. Welche Rassen besonders „haarige" Gesellen sind und wie viele Haare die vierbeinigen Mitbewohner durchschnittlich pro Tag verlieren. Für alle Haustierbesitzer unter den Händlern bzw jene, die sich im Verkaufsgespräch - zB für den Zoo'o ProAnimal Staubsauger - besonders gut in die Bedürfnisse einfühlen möchten.

Dr. Brigitte Glöwing, Tierärztin 

1) Warum verlieren Hunde und Katzen Haare, und wann haaren die vierbeinigen Mitbewohner am meisten? 

Dass Hunde und Katzen haaren ist ganz normal, denn jedes einzelne Haar folgt einem vorgegebenen Lebenszyklus. Der gesamte Haarwechsel, Ausfall und Neuwuchs, kann zwischen sechs und sieben Wochen dauern. Ange-trieben wird der Fellwechsel von den jahreszeitlichen Veränderungen von Licht und Temperatur. Grundsätzlich wechseln unsere tierischen Mitbe-wohner zweimal im Jahr ihr Fell und verlieren dann besonders viele Haare. Hundehalter müssen im Frühjahr und Herbst vermehrt zu Handfeger und Staubsauger greifen. Katzenbesitzer finden besonders im Frühsommer viele flauschige Katzenhaare, die besonders gerne auf Polstermöbeln oder dunk-len Hosen hängen bleiben. Ältere Tiere haaren häufiger als junge, kastrierte mehr als nicht kastrierte und Hündinnen besonders vor der Läufigkeit. Auf Stresssituationen können die Vierbeiner ebenfalls mit höherem Haarverlust reagieren. 

2) Welche Rassen haaren am meisten bzw. am wenigsten? 

Bei Hunden gibt es je nach Rasse ganz unterschiedliche Haar-Typen: Nordi-sche Rassen und Deutsche Schäferhunde haben einen anderen Fellwechsel als zum Beispiel kurzhaarige Exemplare wie Boxer oder Dalmatiner. Hunde mit starker Unterwolle haben einen stärkeren Haarwechsel als Hunde ohne die isolierende Schicht. Das gilt übrigens auch für Katzen. Mit kurzhaarigen und spärlich behaarten Haustieren lässt es sich zwar schöner Wohnen, im Winter frieren solche Tiere aber schnell, und im Sommer können sie sich einen Sonnenbrand holen. Hunde mit drahtigen oder sehr langen Haaren verlieren nur wenig oder gar kein Fell. Einige wenige Hunderassen verlieren sogar überhaupt keine Haare. Das sind Rassen bei denen sich die Haare vornehmlich in der Wachstumsphase befinden und nicht ausfallen. Sie müssen jedoch regelmäßig zum Friseur, weil die Haarpracht sonst über-handnimmt. Zu solchen Haarwundern gehören zum Beispiel Pudel und Yorkshire Terrier. 

3) Wie viele Haare verlieren Hunde und Katzen durchschnittlich pro Tag? 

Eine vier Kilo schwere Durchschnittskatze verliert – das haben Forscher einmal untersucht – zwischen 160 und 480 Milligramm Fell pro Tag, je nach Jahreszeit. Das ist normal. Bei Hunden sind solche Durchschnittswerte schwierig zu ermitteln, denn je nach Rasse kann der normale Fellverlust sehr stark variieren. Zwischen einem Kurzhaardackel und einem Briard lie-gen ganze Haarwelten. Wenn die Haare büschelweise ausgehen, ist Haar-ausfall ein Krankheitszeichen. Zum Vergleich: Katzen haben ein dichteres Fell als ihre wedelnden Haustierkollegen. 25.000 Haare haben Forscher pro Quadratzentimeter gezählt. Hunde besitzen auf der gleichen Fläche durch-schnittlich 1.000 bis 9.000 Haare. Der Mensch dagegen nur 150 bis 500 Haare. 

4) Gibt es eine Möglichkeit, den Haarverlust der Tiere zu reduzieren? 

Bei den meisten Hunden und Katzen gehört der Fellwechsel zum Leben da-zu und ist nicht wirklich zu verhindern. Unterstützen kann man seinen Vier-beiner während des Fellwechsels mit einer Nahrung, die viel Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren enthält. Eiweiß ist für die Produktion von Keratin wichtig, einem Hauptbestandteil des Haars. Bei einem Mangel an Keratin wird das Haar schnell brüchig. Eine Biotin-Kur sorgt für glänzendes und ge-sund nachwachsendes Haar. 

Gaby Abels, Trainerin für Hundebesitzer und Katzenhalterin 

1) Was sind Ihrer Erfahrung nach die häufigsten Stressquellen von Hunde- und Katzenhaltern im Zusammenleben mit ihren Vierbeinern? 

Im Zusammenleben mit einem Hund sind es neben dem Geräuschstress durch Bellen und Kläffen vor allem das erhöhte Schmutzaufkommen durch Sand und Gräser im Fell sowie (rassebedingt) Haare auf Boden, Teppichen und Pölstern. Beim Mitbewohner Katze stören die Halter insbesondere die Geruchsbelästigung im Bereich der Katzentoilette und ebenfalls der Fellver-lust in der Wohnung, der zu höherem Reinigungsaufwand führt.  

2) Wie sollte die Aufenthalts-/Ruhezone für eine Katze bzw. für einen Hund in der Wohnung gestaltet sein? 

Haben die Tiere genügend Freilauf, kann sich die Ruhezone auf ein Körb-chen oder eine Hundebox beschränken, das dem Tier angepasst ist: Einem Hund mit viel Fell ist schnell warm – der bevorzugt die nackten Fliesen mit Zugluft oder ein Kissen oder Körbchen aus Lederimitat. Ein Hund mit wenig oder dünnem Fell möchte ein Körbchen oder eine Decke zum Einkuscheln. Katzen liegen gerne etwas erhöht auf Plüsch, optimalerweise mit Blick in den Garten. Haben die vierbeinigen Mitbewohner wenig oder keinen Frei-lauf, brauchen sie zu den Ruheplätzen noch Spielbereiche. So benötigen Hunde eine Freifläche zum Toben oder für Suchspiele, Katzen dagegen ei-nen großen Kratzbaum. 

3) Wie weit darf aus Ihrer Sicht die Tierliebe gehen – bis in das Körbchen, auf das Sofa oder sogar bis ins Bett? 

Dieser Punkt ist hochemotional und wirklich sehr individuell bezüglich Mensch und Tier zu betrachten. Viele Menschen brauchen die körperliche Nähe des Haustieres, und viele Haustiere sind sogar für Sofa und Bett ge-züchtet worden. Vor noch nicht langer Zeit hatten wir keine Zentralheizung. Dafür hatten wir aber Katzen und die sogenannten Schoßhunde. Und diese Tiere fordern unsere Ruheplätze (wie etwa das Sofa) auch intensiver ein als andere und hinterlassen dort ihre Spuren. Ich persönlich finde es aus-reichend, wenn die Tiere sich bei mir in den Räumen bewegen, die von mir auch zum Leben genutzt werden (Wohnzimmer, Flur und Arbeitsbereich). Aber in diesem Punkt muss jeder seine eigenen Grenzen setzen. 

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