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oli.cc in Konkurs – Oliver Schober zu den Ursachen

Multimedia Hintergrund E-Technik | Wolfgang Schalko | 10.01.2014 | Bilder | | 2  Archiv
Über die oli.cc GmbH wurde knapp vor Weihnachten das Konkursverfahren über Eigenantrag eröffnet. Über die oli.cc GmbH wurde knapp vor Weihnachten das Konkursverfahren über Eigenantrag eröffnet.

Am 23. Dezember hatte das LG Salzburg die Schließung von oli.cc angeordnet, diese Woche war der Tagsatzungstermin. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss”, erklärte GF Oliver Schober, „sind jedoch an den Altlasten zum Erliegen gekommen.” Laut KSV belaufen sich die Verbindlichkeiten auf fast 1,5 Mio Euro.

Wie ein Unternehmen, das erst im Sommer 2007 gegründet worden ist, so etwas wie „Altlasten“ anhäufen kann, ist im Falle von oli.cc rasch zu erklären: Indem man eine auf das Projektgeschäft fokussierte Firma ins Leben ruft, die sich aber viel mehr mit dem Handelsgeschäft beschäftigt, als ihr gut tut. „Wir waren gerade am Beginn viel zu handelslastig„, blickt Oliver Schober zurück. „Wir hatten einen hohen Umsatz und einen hohen Personalstand, aber niedrige Margen. Grundsätzlich hätten wir gleich viel stärker ins Projektgeschäft reinkommen müssen, aber auch nachher ging der Umstieg zu schleppend.“ Bezeichnend ist im Nachhinein eines: „Unser schlimmstes Jahr war das, in dem wir den meisten Umsatz gemacht haben.“ Dass es durchaus auch anders hätte laufen können, stellte Schober jüngst unter Beweis: „Der Geschäftsverlauf 2013 war positiv und hat gezeigt, dass das Konzept genau so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Schober ergänzt, dass man ja schon längere Zeit gekämpft habe, das ganze Drumherum – Lieferantenvereinbarung hier, Ratenansuchen dort, die Bank im Nacken und dann auch noch die AK – aber irgendwann nicht mehr zu beherrschen gewesen sei. „Im Prinzip war’s jetzt nur noch ein ‚Hände hoch – ich ergebe mich'“, so Schober, der die Insolvenz selbst einleitete.

Über seine persönliche Zukunft kann und will Schober noch nichts Konkretes sagen: „Zunächst will ich die oli.cc sauber abwickeln. Was ich danach mache, weiß ich noch nicht genau – ich schaue einmal, was in den nächsten Wochen kommt. Die Branche würde mich schon weiter reizen, und der eine oder andere hat auch bereits Kontakt mit mir aufgenommen. Vielleicht wage ich auch den Neustart, wer weiß…“

Nur eines schließt Schober definitiv aus: „Den Kopf lasse ich sicher nicht hängen!“

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Statt in den süßen Keks muss Oliver Schober nun in den sauren Apfel beißen – unterkriegen will er sich aber dennoch nicht lassen.
Statt in den süßen Keks muss Oliver Schober nun in den sauren Apfel beißen – unterkriegen will er sich aber dennoch nicht lassen.
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Kommentare (2)

  1. Insolvenz

    Insolvenz heist immer, daß jemand zuviel Geld von jemand anderen, das einem nicht gehört hat ausgegeben, zu lange nichts verdient hat und daß es besser gewesen wäre zu Hause zu bleiben, für den der das Geld geborgt und dem der es ausgegeben hat.

  2. Unser schlimmstes Jahr war das, in dem wir den meisten Umsatz gemacht haben.

    Genau das Wort Umsatz stört mich immer wieder wenn Firmen bewertet werden. Man kann doch mit viel mehr Umsatz viel mehr minus machen. Das Wort Umsatz sollte im heutigen Geschäftsleben nicht mehr verwendet werden, sagt nämlich NULL aus.

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