Samstag, 28. März 2020
Von der Weiß- zur Schwarz-Ware

Hausgerätetrends auf der IFA

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 28.08.2018 | |  
In wenigen Tagen zeigen die Hersteller wiweder ihre Neuheiten auf der IFA. Bei den Hausgeräten erkennen Experten einen Trend hin zur Farbe schwarz. So zeigt zB LG seine erste Einbauserie. Die „Signature Kitchen Suite In wenigen Tagen zeigen die Hersteller wiweder ihre Neuheiten auf der IFA. Bei den Hausgeräten erkennen Experten einen Trend hin zur Farbe schwarz. So zeigt zB LG seine erste Einbauserie. Die „Signature Kitchen Suite" genannte Serie soll es in einer Reihe von Designs geben, die ersten Bilder zeigen komplett schwarze Geräte. (Bild: LG, dpa)

Am Freitag beginnt die IFA, die letzten Vorbereitungen werden hektisch getroffen. Währenddessen werfen wir einen kleinen Blick auf die Hausgeräteneuheiten. Hier gibt es eine Entwicklung weg von der „weißen" Ware hin zu schwarzen Geräten, und zu vielfältigeren Nutzungsmöglichkeiten. 

Haushaltsgeräte auch als „Weißware“ zu bezeichnen, ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Schon seit längerem setzen die Hersteller auf bunte, knallige Farben, edles metallic-Silber oder schwarz. Letzteres ist vor allem heuer im Trend, wie es scheint. 

Hier ein Überblick über die (teils schon bekannten) Entwicklungen in der Hausgerätebranche: 

Farbenspiel

Hersteller von Haushaltsgeräten setzen punktuell immer wieder auf Farbe. Dieser Trend kommt in Wellen immer wieder mal hoch – „aber bisher hat noch keine Revolution in Küche, Bad und Keller stattgefunden. Weiße Ware wurde weiterhin gerne in Weiß gekauft. Wie ist das nun?“, wurde Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ in Berlin gefragt: „Es teilt sich auf. Es wird keinen konsequenten Farbwandel für Geräte, die Teil der Küchenfront sind, wie die Spülmaschine und der Ofen, geben. Und auch nicht bei Geräten, die noch gerne versteckt werden im Bad oder Keller wie die Waschmaschine. Auch hier ist das Design zwar insgesamt schicker geworden, aber in Deutschland hat man sie gerne noch immer unauffällig.“ Neben Weiß erkennt Oberascher aber derzeit eine Tendenz zu schwarzen Geräten, so wie Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche. Beliebt sind seiner Ansicht nach für die neuen Wohn-Koch-Ess-Landschaften dunkle und matte Farben, die elegant wirken – vorzugsweise Schwarz. Das gilt auch für Einbaugeräte, die oft schwarzes Sicherheitsglas und Designelemente aus gebürstetem und dunkel eloxiertem Edelstahl haben.

Bosch hat bereits angekündigt, auf der diesjährigen IFA eine neue Serie von Einbaugeräten mit dem Namen „accent line carbon black“ vorzustellen. Der Hersteller will damit den wachsenden Wünschen seiner Kunden „nach gestalterischer Reduktion“ nachgehen. Die Geräte sind vollständig schwarz, auch die Bedienelemente. LG wird auf der IFA seine bereits angekündigte erste Einbauserie zeigen: Die Linie „Signature Kitchen Suite“ soll es in einer Reihe von Designs geben, die ersten Bilder zeigen komplett schwarze Geräte.

Grau ist laut AMK eine beliebte Alternative zu Schwarz. Die Farbe kann neutralisieren, was laut Irle für Understatement und Seriosität steht. Aber es kann auch so richtig knallig in der Küche werden: Aus so manchem Gerät mache etwas auffälligere Farbe einen Hingucker im Raum, was durchaus bei den Kunden ankommt, sagt Oberascher. Als Beispiel nennt sie den frei stehenden Kühlschrank. „So ein Solo-Gerät kann sich gut von der restlichen Küche abheben.“

Individuell und flexibel

Jeder lebt anders, und jeder erledigt den Haushalt ein wenig anders. Die Hersteller fokussieren sich daher aktuell darauf, für noch mehr Zielgruppen abgestimmte Hausgeräte zu konstruieren oder die Geräte mit mehr Programmen auszustatten. „Und gute Ergebnisse sollen noch einfacher erzielt werden“, ergänzt Oberascher.

Ein Beispiel für die verbesserte Anpassung an individuelle Bedürfnisse kommt u.a. von Siemens Hausgeräte. Das Unternehmen stellt auch auf der diesjährigen IFA Kochfelder vor, auf denen es keinen festen Platz mehr für Töpfe und Pfannen gibt. Sie können überall auf dem Kochfeld betrieben werden, und daher passen mehr Töpfe auf einmal darauf – bis zu sechs Stück. Beim „freeInduction Plus“-Kochfeld von Siemens geht das auf Mikro-Induktoren zurück, die in der Lage sind, die Töpfe zu erkennen.

Energieeffizienz – hoher Standard schon erreicht

Neben Optik und Flexibilität ist natürlich auch die Energieeffizienz noch immer ein riesen Thema bei Hausgeräten – „es steht aber nicht mehr so stark im Vordergrund“, berichtet Oberascher. „Die Geräte sind insgesamt schon sehr effizient geworden. Die Hersteller justieren aber noch in Details nach – Miele zum Beispiel bei der Effizienz von Waschmaschinen. Hintergrund ist, dass die Geräte am effizientesten laufen, wenn sie komplett voll sind. Mit der neuen Funktion ‚Single Wash’ sollen sich auch für Kleinstmengen Wasser- und Energieverbrauch sowie die Programmlaufzeit anpassen lassen.“

 

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