Mittwoch, 18. September 2019
Editor's ChoiceNoch eine Woche bis zum österreichweiten Digitalradio-Start

Verkauf von DAB+ Radios legt kräftig zu

Multimedia |Wolfgang Schalko | 21.05.2019| Bilder | | 1  
Im Handel sind DAB+ Radios in allen Preisklassen zu finden – die Nachfrage steigt. Im Handel sind DAB+ Radios in allen Preisklassen zu finden – die Nachfrage steigt. (© RTR/AK) Heute in genau einer Woche geht die bundesweite DAB+ Multiplex Plattform on Air. Wie die RTR in einer aktuellen Aussendung festhält, wird die nationale Einführung von Digitalradio am 28. Mai nicht an der Verfügbarkeit von geeigneten Radioempfängern scheitern – denn deren Verkäufe nahmen zuletzt stark zu und machen bereits mehr als ein Viertel des Radiogerätemarktes aus.

Nicht nur in punkto Verfügbarkeit, sondern auch preismäßig ist das Feature DAB+ laut RTR keine große Hürde mehr: Einfache Geräte sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich – wobei die Skala aber wie immer nach oben offen ist. DAB+ Nachrüstsätze für das UKW-Autoradio sind ab rund 50 Euro zu bekommen. Und obwohl bisher nur in Wien ein regionales DAB+ Angebot zu empfangen ist, verzeichnet der Handel österreichweit bemerkenswerte Wachstumszahlen bei DAB+ Radios.

„Der Umsatz mit DAB+ Geräten stieg im vergangenen Jahr auf dem Gesamtmarkt Österreich um 77% und hat allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch einmal um weitere knapp 66% zugelegt“, berichtet etwa Gerald Kneisz, Teamchef „Einkauf Braunware“ bei MediaMarktSaturn. „Der Anteil von DAB+ Geräten am Radiogerätemarkt lag im ersten Quartal 2019 schon bei über 27%. Der Verkauf von Geräten ohne DAB+ ging dagegen um 20% zurück“, so Kneisz weiter und fügt hinzu: „Bei uns liegt der Verkaufsanteil von DAB+ Geräten sogar schon bei 45%.“

Noch höher ist der Digitalradio-Anteil bei Conrad Electronic, wo bereits 75-80% der Geräte mit einem DAB+ Empfangsteil ausgerüstet sind – überschlägt Ralph Fallmeiner, Leiter Produktmanagement bei Conrad Electronic, das hauseigene Angebot: „Vor allem für unsere Kunden in den Grenzgebieten zu Deutschland und der Schweiz haben wir schon seit Jahren DAB+ Empfänger im Angebot.“

Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik begrüßt die Einführung der neuen Radio-Übertragungstechnologie und bestätigt eine steigende Nachfrage nach DAB+ tauglichen Empfangsgeräten, bedauert aber auch, dass viele etablierte Radioveranstalter – allen voran der ORF – bei DAB+ bisher nicht mitmachen: „Mit deren Eintritt und mit mehr Werbung für DAB+ würden wir einen größeren Nachfrageschub erwarten.“

Bilder
Die Digitalradio-Landkarte: So sollen die Empfangsgebiete am Ende der drei DAB+ Ausbaustufen verteilt sein.
Die Digitalradio-Landkarte: So sollen die Empfangsgebiete am Ende der drei DAB+ Ausbaustufen verteilt sein. (© Grafik RTR)

Kommentare (1)

  1. Gestern (Do) wurden auch in Linz auf Kanal 6d schon die ersten 4 Sender vernommen (88.6, Arabella Relax, Jö live und Rock Antenne). Warum nicht – wie in Deutschland ein Gleichwellennetz errichtet wird – der Kahlenberg strahlt auf 5d weiß wohl nur die ORS…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.