Dienstag, 17. September 2019
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VKI rät von Huawei-Smartphones ab

Telekom |Dominik Schebach | 27.05.2019 | | 1  
Nun rät sogar der VKI bei Huawei-Smaertphones wie dem P30 Pro zum Abwarten. Nun rät sogar der VKI bei Huawei-Smaertphones wie dem P30 Pro zum Abwarten. (© Huawei) Jetzt meldet sich auch der Verein für Konsumenteninformation zum schwelenden Konflikt zwischen Huawei und der US-Regierung zu Wort. Da nach Einschätzung des VKI die zukünftige Versorgung mit Sicherheits-Updates gefährdet sei, raten die Konsumentenschützer vom Neukauf eines Huawei Smartphones derzeit ab.

Nachdem die US-Regierung den chinesischen Hersteller mit ihrem Bann belegt hat, hatte auch Google vor etwas mehr als einer Woche seine Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt und die Android-Lizenz entzogen. Damit kann zwar der chinesische Hersteller das freie Betriebssystem nutzen, nicht allerdings die vorinstallierten Google-Dienste wie Gmail, den PlayStore oder den Chrome-Browser. Zudem will auch der britische Chipentwickler ARM in Zukunft seine Patente nicht mehr an Huawei lizenzieren, womit die Entwicklung der nächsten Smartphone-Generation zumindest fraglich scheint.

Für Besitzer von Huawei oder Honor Smartphones, die bereits im Betrieb sind, ändert sich mit diesem Schritt derzeit noch nichts. Huawei-Smartphones, die bereits in Betrieb sind oder aktuell in den Geschäften liegen, sind von den Beschränkungen (noch) nicht betroffen. Kunden sie derzeit in vollem Umfang weiterverwenden.  Auch die sicherheitsrelevanten Updates erscheinen hier derzeit gesichert. Solange diese Voraussetzungen erfüllt sind, werden Smartphone-Besitzer wohl auch keinen rechtlichen Anspruch haben, ihre Huawei-Geräte zurückzugeben.

Drei Monate

Zudem hat die US-Regierung Huawei eine dreimonatige Übergangsfrist eingeräumt. Solange kann das Unternehmen also aktuell im Betrieb befindliche Smartphones noch mit Updates versorgen. Dadurch besteht sogar noch die Chance, dass zumindest einige Modelle mit Android Q versorgt werden können.

Wenn diese Phase allerdings am 19. August ohne Vereinbarung endet, dann wird es für Huawei und dessen Kunden schwierig. „Allfällige Updates des Betriebssystems sind dann nicht mehr gesichert. Das stellt im Laufe der Zeit dann doch einen gewissen Nachteil dar, weil in diesem Fall der User etwa auf die kommende Android-Version 10, genannt „Q“, und ihre neuen Funktionen verzichten müsse“, schreibt der VKI in seiner Aussendung.

Gut überlegen

Obwohl Huawei-Smartphones derzeit billig sei, erscheine ein Neukauf deswegen nicht ratsam, so der VKI weiter. Als Konsument müsse man sich der Update-Einschränkungen bewusst sein. Bei den neu aus der Huawei-Fabrik gelieferten Modellen werde es irgendwann einen Schnitt geben. Ab einem noch nicht genau bekannten Zeitpunkt (möglicherweise im Herbst 2019) wird Huawei dann eine eigene, auf dem frei verfügbaren Android basierende Version des Betriebssystems vorinstallieren, der aber sämtliche Google-Dienste und der Play-Store-Zugang fehlen.

Der VKI empfiehlt deswegen den Konsumenten derzeit beim Smartphonekauf entweder auf einen anderen Hersteller auszuweichen, oder abzuwarten. Schließlich ist der derzeitige US-President Donald Trump für seine Sprunghaftigkeit berühmt, und der Spuk könnte in kurzer Zeit schon wieder vorbei sein.

Kommentare (1)

  1. Schade, wie dieser Anbieter imperialistisch in die Knie gezwungen wird.
    Wir haben es bislang nicht bereut, vom Marktführer auf Huawei bzw. Honor gewechselt zu haben. Die bisherige Update-Politik war einzigartig! Sowohl was die Aktualisierung auf aktuellere Android-Versionen, als auch die Updateverfügbarkeit für „ältere“ Modelle betraf.

    Ob es dann wirklich wünschenswert ist, dass Huawei dann mit einem eigenen Betriebssystem an den Start geht?
    Das wäre dann erst recht undurchschaubar, was es mit den Nutzerdaten anstellt.

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