Dienstag, 20. Oktober 2020
Studie zum Kaufverhalten der Österreicherinnen und Österreicher

Forum Hausgeräte: Investitionen in Haushaltsgeräte ziehen an

Hausgeräte | Dominik Schebach | 13.10.2020 | Bilder | |  
Rund ein Viertel der Befragten will in ihren Haushalt investieren, ein wichtiger Bereich dabei ist die Küche. Rund ein Viertel der Befragten will in ihren Haushalt investieren, ein wichtiger Bereich dabei ist die Küche. Die Folgen der Corona-Krise auf das Konsum- und Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher hat eine Studie des Forum Hausgeräte gemeinsam mit dem Gallup Institut unter die Lupe genommen. Diese zeigte einerseits, dass das Investitionen in das eigene Heim nun eine erhöhte Priorität genießen, deutlich sichtbar ist allerdings auch die Verschiebung in Richtung Online-Handel.

Seit der Corona-Krise spielt sich das Leben der Österreicherinnen und Österreicher verstärkt in den eigenen vier Wänden ab. Dadurch hat sich auch deren Konsum- und Einkaufsverhalten verändert. Fest steht: Die Österreicherinnen und Österreicher planen in Zukunft, mehr Geld für den Bereich Wohnen und Haushalt auszugeben, wie knapp ein Viertel der insgesamt 2.000 Befragten ab 20 Jahren angibt. 50% wollen ihren Garten, Balkon und Terrasse neu gestalten, aber auch die Küche ist vorn dabei. Immerhin planen 27% jener Personen, die in Zukunft Mehrausgaben im Haushaltsbereich verstärken möchten, in ihre Küche zu investieren. Unter denjenigen, die eine Beschaffung geplant haben, sehen zwei Drittel in der Krise keine Grund für eine Verschiebung oder Absage des Projekts.

„Seit der Corona-Krise spielt sich das Leben Vieler verstärkt im eigenen Haushalt ab. Da möchte man dann auch die Haushalts-Infrastruktur auf ein neues Level upgraden und ist dazu bereit, in diese stärker zu investieren, wie wir aktuell an der durchaus positiven Nachfrage am Markt merken“, erklärt Alfred Janovsky, Vorstand des Forum Hausgeräte (FHG) und Geschäftsführer der Electrolux Austria GmbH.

Neue Prioritäten

40% der Befragten gaben an, seit Ausbruch der Krise bis zum Befragungszeitpunkt im Juni ein Haushaltsgerät gekauft zu haben. 18% haben stationär im Handel, 17 % online eingekauft. Die Kaufgründe waren dabei der Ersatz eines alten, defekten Geräts (48% online / 56% stationär), gefolgt von attraktiven Angeboten (37% online / 23% stationär), ein lang gehegter Wunsch (31% online / 20% stationär) sowie der Ersatz eines Geräts durch ein höherwertigeres Gerät (25% online /19% stationär).

„Die Österreicherinnen und Österreicher haben während der Krise die Lust aufs Kochen und Backen (wieder)entdeckt und Neues ausprobiert, was auch dem Interesse an modernen, innovativen Haushaltsgeräten zu Gute kommt. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind nun verstärkt dazu bereit, in qualitativ hochwertige Haushaltsgeräte zu investieren, um ihre Leidenschaften zu forcieren“, sao Sandra Kolleth, Vorstandsmitglied im Forum Hausgeräte (FHG) und Geschäftsführerin bei Miele Österreich.

Online-Kauf vs. Stationärer Handel

Wie sich die Krise auf die Verteilung von Online- und Offline-Käufen von Haushaltsgeräten bis heute auswirkt, weiß Michael Mehnert, Vorstandsmitglied im Forum Hausgeräte (FHG) und Geschäftsführer der BSH Hausgeräte GmbH: „Die Corona-Krise hat – wie in vielen anderen Bereichen auch – dem Online-Handel von Haushaltsgeräten einen Aufschwung verliehen. Neben dem verstärkten Online-Kauf bemerken wir in Österreich auch eine Nachfrage nach telefonischer Beratung und Beratung via Video-Calls, sei es auf Endkunden- oder Händlerseite“.

Bei großen Haushaltsgeräten – wie Waschmaschinen und Kühlschränken – bevorzugen die Österreicherinnen und Österreicher laut Studienergebnis den Einkauf im stationären Handel gegenüber dem Online-Kauf. Bereits vor der Krise haben 82% der Befragten große Geräte eher offline gekauft, nur 15% online. Blickt man in die Zukunft geben aber 7 von 10 Konsumentinnen und Konsumenten, die während der Corona-Krise ein Haushaltsgerät online gekauft haben, an, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft wieder ein Haushaltsgerät online kaufen würden. Für immerhin 39% der Befragten kommt hier auch der Online-Kauf eines großen Haushaltsgeräts durchaus in Frage. In der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen waren es sogar 53%.

Preis gegen Beratung

Das Argument für den Online-Kauf von Haushaltsgeräten ist laut der Studie meist ein Preisvorteil. Dabei stehen vor allem After-Sales-Serviceleistungen im Vordergrund. 67% der Befragten schätzen eine kostenlose Lieferung, 57% wünschen die Möglichkeit eines kostenlosen Rückversands. 44% gaben an, dass bei einem Online-Kauf die angegebene Lieferzeit am ehesten eingehalten wird.

Für den stationären Handel entscheiden sich die Österreicherinnen und Österreicher aufgrund der Beratungsqualität. „Besonders seit der Wiedereröffnung des Fachhandels und der Stores nach dem Lockdown mit Mitte April spüren wir eine starke Rückkehr der Konsumentinnen und Konsumenten in den stationären Handel. Im Handel können neben der Beratung auch die innovativen Technologien sowie Smart Home-Lösungen direkt getestet werden, was sicherlich auch hier zu einer verstärkten Nachfrage führt“, sind sich die Mitglieder des Forum Hausgerätes einig.

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