Freitag, 17. September 2021
Bis 2030 „Null“ als Ziel

Electrolux senkte CO2-Emissionen um 70%

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 14.05.2021 | |  
Electrolux-CEO Jonas Samuelson. (Bild: Electrolux) Electrolux-CEO Jonas Samuelson. (Bild: Electrolux) Electrolux hat seinen CO2-Fußabdruck laut eigenen Angaben „empfindlich reduziert“. Von 2015 bis 2020 wurden die CO2-Emissionen aus dem Betrieb um bereits 70% verringert. Bis 2030 sollen die Kohlenstoff-Emissionen aus den weltweiten Fabriken und Standorten auf Null gesenkt werden. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichen Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns hervor.

Wie Electrolux berichtet, gelang die Reduktion durch eine konsequente Umstellung auf erneuerbare Energiequellen und Standortmodernisierungen. „So spart etwa eine Solaranlage in einem australischen Werk in Adelaide jährlich rund 2.500 Tonnen CO2 ein. In den USA wurde der Standort Springfield modernisiert, dessen Energieeffizienz um 30% verbessert und der CO2-Ausstoß um 40% verringert. Und auch in einem F&E-Werk in Italien wurde Dank des Einsatzes neuester Technologien der Energieverbrauch um 70% gesenkt“, berichtet das Unternehmen.

Der konzernweite Plan zur Klimaneutralität sehe nun vor, bis 2025 den CO2-Ausstoß aus dem Betrieb um 80% zu reduzieren und jenen aus der Nutzung von Electrolux-Produkten um 25%. Bis 2030 soll der Betrieb komplett klimaneutral passieren und bis 2050 soll diese Klimaneutralität für die gesamte Wertschöpfung gelten. Diese Roadmap wurde laut Electrolux wissenschaftsbasiert entwickelt und von der Science Based Targets Initiative (SBTi) genehmigt.

Das Electrolux-Programm „For a better 2030“ involviert die höchste Managementebene des Konzerns. Electrolux-CEO Jonas Samuelson dazu: „Besonders stolz bin ich auf unser neues Anreizprogramm für Führungskräfte. Das Programm soll die Top-260-Manager bei Electrolux dafür belohnen, die Klimaschutzmaßnahmen im gesamten Konzern voranzutreiben – damit wir unser wissenschaftsbasiertes Klimaziel bis 2030 erreichen.“

Der Electrolux Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert die Fortschritte des Programms in mehreren Bereichen – zum Beispiel:

Energie- und wassereffiziente Produkte

Electrolux investiert ein Drittel des Forschungs- und Entwicklungsbudgets in Produktinnovationen für gesteigerte Wasser- und Energieeffizienz. Bereits 26% der 2020 verkauften Einheiten zeichneten sich durch niedrigsten Wasser- und Energieverbrauch aus.

Circular Economy

Bis 2030 sollen Electrolux-Produkte aus zu mindestens 50% recyceltem Material bestehen. Der erste Prototyp eines Staubsaugers, der bereits vollständig aus recyceltem Kunststoff besteht, wurde im Oktober 2020 vorgestellt. Der Anteil an recyceltem Material im Bereich Geschirrpflege konnte bereits um 40% gesteigert werden.

Nachhaltige Ernährung

Lebensmittel sind in vielfacher Hinsicht kostbar. Weniger Lebensmittelabfälle sind nicht nur ein moralisches Ziel, sondern wirken sich auch positiv aufs Klima aus. Um das Bewusstsein der Konsumenten zu schärfen und ihnen konkrete Lösungen anzubieten hat sich die Electrolux Food Foundation zum Ziel gesetzt, bis 2030 300.000 Menschen zu einer nachhaltigen Ernährung zu inspirieren. Durch erste, insbesondere virtuelle Veranstaltungen konnten bisher 9.400 Teilnehmer erreicht werden.

Hinzu kommen noch weitere Themen wie eine nachhaltige Lieferkette, für die in 2020 192 Top-Lieferanten sich zur Offenlegung und Reduzierung von Emissionen verpflichtet haben, oder eine auf Ethik, Integrität und Respekt beruhende Unternehmenskultur, für die 79% der berechtigten Mitarbeiter eine Anti-Korruptionsschulung absolviert haben.

Weitere Anstrengungen nötig

Electrolux sieht sich auf einem guten Weg hin zu einem nachhaltigen Unternehmen, aber noch lange nicht am Ende angekommen. „Trotz allem, was bisher bereits geschafft wurde, gibt es auch noch viele Bereiche, die zusätzliche Anstrengungen erfordern, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Bei der Verwendung von wiederaufbereitetem Stahl etwa sollen die Erfahrungen aus Nordamerika dazu dienen, auch in anderen Regionen entsprechende Lieferanten zu identifizieren und so die Recyclingquote zu erhöhen. Die Deklaration von Chemikalien entlang der gesamten Wertschöpfungskette muss bei Lieferanten in den einzelnen Regionen noch verbessert werden. Und auch der Energiebezug aus zertifizierten erneuerbaren Quellen muss weiter vorangetrieben werden“, so das Unternehmen.

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