Dienstag, 28. September 2021
„Im Moment reden alle über Nachhaltigkeit“

Miele: Auf Wachstumskurs

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 07.09.2021 | | 2  
Auf Wachstumskurs: Der Umsatz der Miele Gruppe liegt zur Jahresmitte „deutlich“ über dem entsprechenden Vorjahreswert, wie das Unternehmen berichtet. Auf Wachstumskurs: Der Umsatz der Miele Gruppe liegt zur Jahresmitte „deutlich“ über dem entsprechenden Vorjahreswert, wie das Unternehmen berichtet. „Im Moment reden alle über Nachhaltigkeit“, sagt Miele und auch der Hausgerätehersteller selbst rückt die weiter verbesserte Umwelt- und Klimafreundlichkeit seiner Produkte in den Fokus und forciert den geringeren CO2-Ausstoß an sämtlichen Standorten. Auf der virtuellen Miele Herbstpressekonferenz gab es zudem eine positive Nachricht zum Geschäftsverlauf: „Zur Jahresmitte liegt der Umsatz der Miele Gruppe deutlich über Vorjahr.“

„Im Moment reden alle über Nachhaltigkeit – bei Miele ist Nachhaltigkeit aber schon seit Gründung vor 122 Jahren gelebtes Unternehmensprinzip“, sagt Dr. Reinhard Zinkann, zusammen mit Dr. Markus Miele Geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe. Eine wesentliche Säule sei hier das Thema Langlebigkeit, und dies mit der Besonderheit, „dass Miele als einziges Unternehmen Produkte wie Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Herde oder Bodenstaubsauger auf 20 Jahre Lebensdauer testet. „Qualität, die ihrer Zeit voraus ist“ – dies ist auch der Claim der aktuellen Markenkampagne. Zinkann: „Echte Handwerkskunst mit ganz viel Liebe zum Detail, eine in jeder Hinsicht überzeugende Performance sowie Nachhaltigkeit – das sind Kernwerte unserer Marke seit Anbeginn.“

Produktinnovationen

Miele und Zinkann sagen: „Nachhaltige Features mit hohem Kundennutzen stehen auch bei unseren Produktinnovationen im Vordergrund.“

  • Dies beginne mit den umwelt- und klimafreundlichsten Trocknern, die das Unternehmen je gebaut habe. „So unterschreitet das neue Aktionsmodell GreenPerformance die Grenzwerte der besten Energieeffizienzklasse A+++ noch einmal um 10 Prozent – und zwar zum deutlich reduzierten neuen Einstiegspreis von 1.119 Euro (UVP). Hinzu kommt ein neues Bodenmodul, das dank eines innovativen Fertigungsverfahrens mit 30% weniger Material auskommt, bei zugleich erhöhter Stabilität dieser Baugruppe. Zur bestmöglichen Wäscheschonung trägt die neue Programmoption DryCare 40 bei, mit der sich selbst sehr empfindliche Textilien, soweit diese mit mindestens 40 Grad waschbar sind, bedenkenlos trocknen lassen. Natürlich wird im Modell GreenPerformance, wie bei fast allen anderen Miele-Trocknern auch, das klimafreundliche Kältemittel R290 verwendet.“
  • Mehr Klimaschutz – und Stromkostenersparnis – erreiche Miele laut den Geschäftsführern auch für seine Geschirrspüler, wo fast alle Modelle der aktuellen Generation G 7000 nun die Anforderungen an die beste Energieeffizienzklasse A erfüllen.
  • Bereits seit Juni sind die Einbaukühlschränke der Generation K 7000 im Markt, dessen Feature PerfectFresh Active durch einen feinen Sprühnebel Obst und Gemüse noch länger frisch hält – „damit im Ergebnis weniger Lebensmittel im Müll landen und auch Einkaufswege entfallen“, sagen Miele und ZInkann.
  • Ein weiteres Zeichen für mehr Nachhaltigkeit in der Küche setzt Miele laut eigenen Angaben mit zwei neuen Tochterunternehmen: „Die Plantcubes von Agrilution bringen erntefrische Kräuter und Salate aus der eigenen Küche frisch auf den Tisch. Und mit der Rezepte-App KptnCook lassen sich Speiseplan und Einkaufsliste so eng miteinander kombinieren – auch dies ein Beitrag für weniger Verschwendung von Lebensmitteln.“

Vernetzung mit hauseigener Photovoltaik

Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe: „Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für unsere Produkte, in der Produktion und in der Vermarktung.“

Produktübergreifend sollen die aktuellen vernetzten Miele-Hausgeräte ein „intelligentes“ Energiemanagement unterstützen, dem in den kommenden Jahren mit steigendem Anteil regenerativer Energien eine noch größere Bedeutung zukommen werde, wie Miele sagt. „Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler, die automatisch starten, wenn die hauseigene Photovoltaikanlage genügend grünen Strom liefert, optimieren den Eigenstromverbrauch, sparen so Kosten und verbessern die persönliche Ökobilanz.“

Auch die exklusiv für Miele produzierten Reinigungs- und Pflegemittel würden umweltfreundlicher. Beispiel Geschirrspüler: „Hier erfüllen die Tabs und die PowerDisk der Produktlinie ‚All in 1 Eco‘ die strengen Anforderungen des Umweltlabels NordicSwan. Zudem besteht der Behälter der PowerDisk jetzt – wie auch der Großteil der Waschmittelbehältnisse – zu 100% aus recyceltem Kunststoff“, berichtet das Unternehmen.

CO2-Neutralität an den Standorten

Bereits für dieses Jahr hat Miele angekündigt, über alle Standorte hinweg CO2-neutral zu arbeiten, bezogen auf Treibhausgasemissionen aus eigenen Verbrennungsprozessen („Scope 1“) sowie auf die Emissionen der Energielieferanten („Scope 2“). Auf der Pressekonferenz verkündete das Unternehmen nun auch für die Emissionen aus der Nutzungsphase der Miele-Geräte, die den größten Teil des sogenannten „Scope 3“ ausmachen, ein konkretes Ziel: „Bis 2030 sollen diese Emissionen im Vergleich zu 2019 um 15% gesenkt werden, bezogen auf den Gesamtverbrauch aller in Gebrauch befindlicher Geräte. In Anbetracht der Fortschritte, die wir bei der Energieeffizienz unserer Geräte in den letzten Jahrzehnten bereits erreicht haben, sind weitere 15% äußerst ambitioniert“, so Markus Miele.

Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe: „Nachhaltigkeit ist bei Miele seit 122 Jahren gelebtes Unternehmensprinzip.“

Zum Geschäftsverlauf sagten die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter: „Der Umsatz der Miele Gruppe liegt zur Jahresmitte ‚deutlich‘ über dem entsprechenden Vorjahreswert.“ Die Wachstumsprognose für die zweite Jahreshälfte bleibe indes schwierig, insbesondere wegen der vielfach beschriebenen Lieferengpässe bei bestimmten Elektronikbauteilen. Trotz aller Unwägbarkeiten setze Miele aber auch „für das gesamte Jahr 2021 auf einen positiven Geschäftsverlauf“.

 

 

 

 

 

 

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