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Donnerstag, 25. Juli 2024
Aus für UMTS

FMK: Schrittweise Einstellung der 3G-Netze ab 2024

Telekom | Dominik Schebach | 26.09.2023 | |  
Der Anteil sehr alter Smartphones beträgt etwa 2 % geschätzt. Auf solchen Geräten funktionieren keine gängigen Apps mehr. Der Anteil sehr alter Smartphones beträgt etwa 2 % geschätzt. Auf solchen Geräten funktionieren keine gängigen Apps mehr. Es wird ernst mit der 3G-Abschaltung: Bis Ende 2024 wird von den drei österreichischen Mobilfunknetzbetreibern an der Ab- und Umschaltung des ersten Mobilfunkstandards UMTS für mobiles Breitband – heute besser bekannt als 3G - gearbeitet. Die freiwerdenden Frequenzen sollen für den 5G-Ausbau verwendet werden.

Für die allermeisten Mobilfunknutzer wird sich durch die Umschaltung nichts ändern, denn Smartphones, die 4G nicht unterstützen, sind mindestens 10 Jahre alt, meist jedoch deutlich älter. Der Anteil sehr alter Smartphones die noch in Verwendung sind, wird laut FMK auf weniger als 2 % geschätzt. Auf solchen Geräten funktionieren auch keine gängigen Apps wie etwa „Whatsapp“ mehr.

Nicht von der Abschaltung betroffen ist das GSM-Basisnetz, kurz 2G, das auch in Zukunft weiterläuft. Damit funktionieren mit alten Geräten weiterhin Telefonieren und das Versenden von SMS. Auch sehr alte GSM-Tastenhandys können deshalb weiter benutzt werden.

Die Umstellung erfolgt aus mehreren Gründen. An erster Stelle steht die notwendige Kapazitätserweiterung der Netze für mobiles Internet. Die Effizienz der heute noch in Betrieb befindlichen 3G-Systeme ist im Vergleich zu den neuen Mobilfunkgenerationen 4G und 5G ausgesprochen gering, sie blockieren aber wichtige Frequenzbänder, die in Zukunft für 5G genutzt werden. Auch ökologisch und ökonomisch ist der Umstieg sinnvoll: UMTS/3G verbraucht – je nach Systemtechnik – etwa 1000 bis 3000 Kilowattstunden Strom pro übertragenem Terabyte. Dagegen sparen 5G-Systeme mit etwa 50 Kilowattstunden im Schnitt über 96 % des Stromverbrauchs ein.

Das Voranschreiten des 5G-Ausbaus und die bevorstehende Umschaltung bedeutet daher nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch einen Beitrag auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit von Energielieferanten. Ein weiterer Grund für die Abschaltung von 3G ist, dass dieses System trotz zahlreicher Updates in den vergangenen 20 Jahren nicht mehr über die notwendigen Sicherheitsstandards verfügt.

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