Mittwoch, 18. Mai 2022
„Für 14% der Menschen fällt das Osterfest 2022 komplett ins Wasser“

HV Oster-Umfrage 2022

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 11.04.2022 | |  
Ostern gilt - nach Weihnachten – als zweitwichtigstes Fest für den Handel. Handelsverband und Mindtake Research haben die Österreicher gefragt, was sie am 17. April schenken, wo sie die Präsente kaufen und in welchen Bundesländern die Menschen am spendabelsten sind.

Das Ergebnis des „Consumer-Checks“, den der Handelsverband gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake Research durchgeführt hat, zeigt: Die heimischen Konsumenten werden 2022 pro Kopf durchschnittlich 90 Euro für Geschenke, Süßigkeiten, Festessen und Dekoration ausgeben. Im Vorjahr lagen die Pro-Kopf-Ausgaben mit 95 Euro noch etwas höher.

„In fünf von zehn Osternestern darf der Schokohase nicht fehlen. Süßigkeiten bleiben auch heuer die klare Nummer eins der beliebtesten Ostergeschenke. Auf den Plätzen folgen gefärbte Eier mit 47% und Spielwaren mit 24%. Mit einem Umsatz von rund 230 Millionen Euro ist Ostern nach Weihnachten das zweitwichtigste Fest für den österreichischen Handel“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Die Top five:

  • Schokolade (53%)
  • Gefärbte Eier (47%)
  • Spielwaren (24%)
  • Blumen (22%)
  • Selbstgebackenes (15%)

Für 14% der Bevölkerung fällt das Osterfest 2022 ins Wasser

2021 lagen die Osterumsätze mit 240 Millionen Euro noch um +4% höher. Heuer nagen allerdings die explodierenden Gas-, Strom- und Treibstoffpreise an der Kaufkraft der Bevölkerung. Gerade für Geringverdiener ist die historisch hohe Inflationsrate von aktuell 6,8% eine massive Herausforderung. Mehr als die Hälfte der Österreicher müssen sich zurzeit finanziell einschränken. Für 14% der Menschen fällt das Osterfest 2022 komplett ins Wasser, weil sie sich auf den Kauf lebensnotwendiger Güter beschränken müssen“, so Will.

Bundesländer-Vergleich

Die spendabelsten Online-Shopper stellen 2022 übrigens die Steiermark und Kärnten mit durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 105 Euro, gefolgt von Tirol und Vorarlberg mit je 97 Euro. Salzburg und Oberösterreich sind mit je 90 Euro genau im bundesweiten Schnitt.

Abgeschlagenes Schlusslicht ist heuer Wien mit durchschnittlich 46 Euro pro Kopf.

Pro-Kopf-Ausgaben je Bundesland

  • Steiermark, Kärnten (105 Euro)
  • Tirol, Vorarlberg (97 Euro)
  • Oberösterreich, Salzburg (90 Euro)
  • Niederösterreich, Burgenland (88 Euro)
  • Wien (46 Euro)

Mehr als zwei Drittel der Österreicher (69%) kaufen ihre Ostergaben heuer am liebsten im Supermarkt bzw. beim Discounter. Jeder Vierte (24%) shoppt zu Ostern online. Wie wichtig den Österreichern der Kauf frischer Lebensmittel am Karfreitag ist, zeige sich laut Umfrage daran, dass er bei den Umsätzen der zweitstärkste Tag des Jahres ist. „Aber auch der Non-Food-Handel serviciert die am Karfreitag, um Dekoration und Geschenke für die Liebsten besorgen zu können.“

„Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ist es schön zu sehen, dass die Österreicher zusammenhalten. 63% wollen heuer bewusst regional einkaufen und mit Ausgaben von durchschnittlich 90 Euro ein Zeichen setzen. Entscheidend ist, dass die Wertschöpfung weitgehend in Österreich bleibt und somit unseren Produzenten und Händlern zugutekommt. Also jenen, die hierzulande Personal beschäftigen, Steuern zahlen und damit auch das Sozial- und Gesundheitssystem mitfinanzieren“, so Rainer Will abschließend.

 

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