Mittwoch, 1. April 2020
Telekom Austria Group

Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Telekom | Dominik Schebach | 16.08.2012 | |  
CEO Hannes Ametsreiter kann die Rückkehr in die Gewinnzone berichten. Der Ausblick fürs Gesamtjahr ist allerdings trüb. CEO Hannes Ametsreiter kann die Rückkehr in die Gewinnzone berichten. Der Ausblick fürs Gesamtjahr ist allerdings trüb.

Als herausfordernd hat CEO Hannes Ametsreiter das erste Halbjahr 2012 für die Telekom Austria Group bezeichnet. Der Umsatz im Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um beinahe 5% zurückgegangen. Trotzdem konnte die Telekom Austria Group wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Nettogewinn lag bei 80,9 Mio Euro.

Wie die gesamte europäische Telekom-Branche leidet auch die Telekom Austria Group unter dem heftigen Wettbewerb sowie der schleppenden Entwicklung der Konjunktur. Besonders in den drei größten Märkten Österreich, Bulgarien und Kroatien sieht sich die TA unter starkem Druck. Der Umsatz sank um 4,9%, das bereinigte EBITDA um 6,6%. Wachstum gab es in Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien, Einbußen mussten in Österreich, Bulgarien und Weißrussland hingenommen werden. Allerdings konnte das EBIT durch deutlich geringere Restrukturierungsaufwendungen nahezu verfünffacht werden. Der Nettogewinn drehte daher zum Halbjahr in einen deutlichen Gewinn in der Höhe von rund 81 Mio. Euro.

„Das Umfeld für unser Geschäft ist deutlich schwieriger geworden. Dank unserer Konvergenz-Strategie können wir die negativen Effekte aber besser abfedern als andere“, kommentiert Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group, das Halbjahres-Ergebnis: „Im ersten Halbjahr konnten wir die Erwartungen des Kapitalmarkts übertreffen. Das schwache wirtschaftliche Umfeld und vor allem der deutlich heftigere Preiswettbewerb in Österreich, Bulgarien und Kroatien werden im Gesamtjahr unsere Margen dämpfen.“

In Österreich ist das Festnetz auf dem Rückzug: Die anhaltende Verlagerung der Sprachminuten ins Festnetz sowie aggressive Angebote bei mobilem Breitband führen zu einem Rückgang der gesamten Festnetzanschlüsse. Einzig die Zahl der Bündelprodukte (Festnetz, TV und Internet) stieg weiter und kletterte über die Marke von einer Million. A1 TV konnte den Abonnentenkreis um 18,1% steigern, zum Halbjahr zählte das Unternehmen 206.300 Kunden. Deutliche Zuwächse gab es auch bei mobilem Breitband und bei „bob“, sodass insgesamt die Zahl der Kunden im Mobilfunk gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres um 2,2% auf knapp 5,3 Mio. Kunden gesteigert wurde. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde reduzierte sich jedoch um 9,3%, wodurch die Umsätze in Österreich um 6,1% auf 1.379,9 Mio. EUR sanken. Trotz striktem Kostenmanagement – die Betriebsaufwendungen wurden um 56,4 Mio. EUR gesenkt – ging das bereinigte EBITDA um 7,1% auf 462,2 Mio. EUR zurück.

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