Freitag, 5. Juni 2020
WIFO

Schwaches Wirtschaftswachstum

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 14.08.2012 | |  
Laut WIFO-Schnellschätzung ist Österreichs Wirtschaft im 2. Quartal 2012 wie erwartet schwächer gewachsen als zu Jahresbeginn. Laut WIFO-Schnellschätzung ist Österreichs Wirtschaft im 2. Quartal 2012 wie erwartet schwächer gewachsen als zu Jahresbeginn.

Laut Schnellschätzung des WIFO erhöhte sich das BIP in Österreich im II. Quartal 2012 trotz der Rezession im Euro-Raum weiter. Gegenüber dem Anstieg von 0,5% zu Jahresbeginn ließ das Expansionstempo allerdings erheblich nach, die Wirtschaftsleistung nahm gegenüber dem Vorquartal um 0,2% zu.

Nach einem Wirtschaftswachstum von real 0,5% im I. Quartal 2012 erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im II. Quartal gegenüber der Vorperiode um 0,2% (bereinigt um Saison- und Kalendereffekte). Damit hat sich die Konjunktur deutlich abgekühlt, jedoch ist diese Entwicklung angesichts der Rezession im Euro-Raum als relativ gut zu bezeichnen.

Die mäßige Konjunkturdynamik zeigte sich in nahezu allen Nachfragekategorien: Sowohl der gesamtwirtschaftliche Export als auch der Import wuchsen im II. Quartal mit real +0,5% bzw. +0,6% zwar stärker als im I. Quartal (+0,4% bzw. -0,1%), da jedoch beide Komponenten gleichmäßig zunahmen, lieferte der Außenbeitrag nahezu keinen Wachstumsimpuls für die heimische Wirtschaft.

Die Anlageinvestitionen wurden mit real +0,4% ähnlich ausgeweitet wie im I. Quartal (+0,3%). Während die Nachfrage nach Bauinvestitionen gegenüber der Vorperiode stagnierte, nahmen die Investitionen in Ausrüstungsgegenstände abermals zu.

Konsumlaune stagniert

Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte stagnierte im II. Quartal 2012, nachdem sie im I. Quartal um 0,2% gewachsen war. Der öffentliche Konsum stieg mit +0,5% etwas schwächer als im I. Quartal 2012 mit +0,6%.

Im Vorjahresvergleich nahm die gesamtwirtschaftliche Produktion im II. Quartal real um 0,2% zu. Im I. Quartal war eine Erhöhung um 2% verzeichnet worden.

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