Mittwoch, 29. September 2021
RegioPlan untersucht den Einzelhandel

„Stationäre Umsätze verlieren an Bedeutung“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 23.10.2013 | |  
Die Einzelhandelsumsätze stiegen im vergangenen Jahr  nominell um +1,7%, unter Berücksichtigung der Inflation bedeutet dies aber ein Minus von 0,7%. Dafür wachsen die Onlineanteile kräftig, wie RegioPlan informiert. (Foto: M. Großmann/ www.pixelio.de Die Einzelhandelsumsätze stiegen im vergangenen Jahr nominell um +1,7%, unter Berücksichtigung der Inflation bedeutet dies aber ein Minus von 0,7%. Dafür wachsen die Onlineanteile kräftig, wie RegioPlan informiert. (Foto: M. Großmann/ www.pixelio.de

Die Einzelhandelsumsätze konnten im vergangenen Jahr zwar nominell gesehen um +1,7% auf rund 60 Milliarden Euro steigen - berücksichtigt man allerdings die Inflation, bedeutet dies ein Minus von 0,7%. Dafür wachsen die Onlineanteile kräftig: Betrugen sie im Jahr 2011 erst 5%, so machten sie 2012 rund 7% der gesamten Einzelhandelsumsätze aus und werden bis Ende 2013 schon mehr als 9% betragen. „Das Internet hat so manch eine Branche revolutioniert und nun ist der stationäre Einzelhandel an der Reihe", so Wolfgang Richter, GF von RegioPlan.

Während der Lebensmittelhandel (+3,5%), der Baumarkt- (+3,3%) oder der Möbelhandelssektor (+2,2%) gute Steigerungsraten verbucht haben, mussten sich die Schuh- (+0,9%) und die Sportartikelbranche (+0,6%) mit schwächeren Wachstumsraten zufrieden geben. Im Bekleidungshandel gab es sogar einen nominellen Rückgang von Minus 0,7%, im Drogerie- und Parfümerieeinzelhandel einen Rückgang von Minus 2,3%. „Die steigende Bedeutung des Onlinehandels verlangt ein Rundummarkenerlebnis – vom stationären Geschäft bis hin zum gesamten virtuellen Auftritt“, so RegioPLan GF Wolfgang Richter. „Nicht alle der hauptsächlich stationär tätigen Händler schaffen das, was dazu führt, dass manche von ihnen auch vom Markt verschwinden.“

Die Verkaufsflächen gehen zurück

„Zum ersten Mal seit dem Siegeszug des filialisierten und organisierten Einzelhandels ist Österreichs Verkaufsfläche zurückgegangen. Zwar ist der Rückgang von 2012 auf 2013 mit Minus 0,8% auf 14,8 Millionen Quadratmeter noch minimal, jedoch ist das nur der Anfang einer Entwicklung, die anhalten wird“, so RegioPlan. Ausschlaggebend dafür seien die Schließungen verursacht durch die Pleiten beispielsweise von Niedermeyer oder dayli sowie die Tatsache, dass 2013 fast keine neuen Shopping Centern eröffnet wurden. „Diese Entwicklung hat zum einen mit der schon hohen Verkaufsflächendichte Österreichs, zum anderen mit der steigenden Bedeutung des Onlinehandels zu tun. Das Internet und die dadurch vielfältigeren Distributionskanäle machen auch einen Teil der stationären Verkaufsflächen überflüssig“, so Richter.

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