Freitag, 12. August 2022
Zustimmung der US-Regulatoren noch ausständig

Übernahme von Beats durch Apple: EU gibt grünes Licht, Bose klagt

Multimedia | Wolfgang Schalko | 29.07.2014 | |  Archiv
Wegen Beats treiben es Apple und Bose bunt (©Beats). Wegen Beats treiben es Apple und Bose bunt (©Beats).

Die EU-Kommission hat die rund drei Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kopfhöreranbieters Beats by Dr. Dre durch Apple (E&W Online berichtete) abgesegnet. Wie die Kommission mitteilte könne man Wettbewerbsbedenken ausschließen, da der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei Kopf- und Ohrhörern gering sei und es viele globale Konkurrenten gebe. Indes geht Bose wegen angeblicher Patentverletzungen gegen Beats vor.

Auch die Übernahme des Musikstreamingdienstes von Beats – dem Vernehmen nach das eigentliche Ziel des gesamten Deals – werde Apples Einfluss nicht übermäßig werden lassen, erklärte die Brüsseler Behörde. Unter den Wettbewerbern im Kopfhörermarkt zählte sie auch Bose auf, das Apple die Übernahme nicht unbedingt leichter gemacht hatte, nachdem man vor wenigen Tagen gegen Beats mit dem Vorwurf von Patentverletzungen vor Gericht gezogen war.

In den von Audio-Spezialist Bose am Wochenende veröffentlichten Klagen vor einem US-Gericht sowie der Handelskommission ITC geht es um fünf Patente für die Technologie zur aktiven Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen, die in Beats-Kopfhörern verwendet wird. Die genannten Patente regeln verschiedene technische Aspekte der Signalverarbeitung, die für aktive Geräuschunterdrückung notwendig sind. Weil Beats die Patente bewusst verletzt habe, verlangte Bose vor Gericht im US-Staat Delaware ein Verkaufsverbot und dreifachen Schadenersatz.

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