Donnerstag, 20. Juni 2019
Hot!Drei Betreiber und vier Regionalanbieter erwerben Frequenzen

Erste 5G-Auktion bringt 188 Mio Euro

Telekom |Dominik Schebach | 07.03.2019 | |  

Die Auktion um das 3,4-3,8 GHz Frequenzband ist abgeschlossen. Bundesweite sind die drei großen Mobilfunkbetreiber zum Zug gekommen. Regional haben zudem MASS Response, Liwest, die Salzburg AG sowie die Holding Graz einzelne Frequenzpaket erworben. Insgesamt wurden die Lizenzen für 188 Mio Euro vergeben.

„Das war ein erster, sehr erfolgreicher Schritt in Richtung einer raschen Umsetzung von 5G in Österreich“, sagt Telekomregulator Johannes Gungl zur gerade abgeschlossenen 5G-Pionierband-Vergabe. 80 bis 100 MHz sieht die EU als effizienten Wert an, um drahtlose, breitbandige 5G-Dienste einzuführen. Bei der jetzt abgeschlossenen Vergabe des Bandes 3,4 bis 3,8 GHz konnten die drei österreichischen Mobilfunker A1, T-Mobile und Drei sogar 100 bis 140 MHz an durchgehenden Frequenznutzungsrechten in allen zwölf ausgeschriebenen Regionen gewinnen. „Wir sind damit in der europäischen 5G-Spitzengruppe, was den Zeitpunkt der Vergabe, die Frequenzmenge und die Ausstattung der Betreiber angeht“, so Gungl.

Die Auktion dauerte knapp drei Wochen und fand unter höchster Geheimhaltung statt. Die Bieter investierten zwischen 1,8 Mio (MASS Response) und 64,3 Mio Euro (A1). Der bisherige MVNO Mass Response sicherte sich Nutzungsrechte in NÖ/Bgl, die drei regionalen Breitbandanbieter kamen in OÖ, Salzburg und der Steiermark zum Zug.  Die Nutzungsrechte für die Frequenzen erstrecken sich über 20 Jahre.

Die RTR zeigt sich mit dem Ergebnis der heute in der Früh zu Ende gegangenen Auktion recht zufrieden. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass rund 6% des Spektrums nicht vergeben wurde. Was auch von Seiten der Betreiber scharf kritisiert wurde. Das jetzt vergebene Band von 3,4 GHU bis 3,8 GHz eignet sich besonders für die regionale Versorgung und als DSL-Ersatz. Dies wird auch der erste Anwendung von 5G in Österreich sein, wie die Betreiber mitteilten. Die Stellungnahmen der Netzbetreiber zum Ergebnis der Auktion folgen. Die nächste Frequenzauktion für 5G soll 2020 stattfinden.

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