Freitag, 13. Dezember 2019
Politik schafft Rahmenbedingungen für die nächsten drei Jahre

PV Austria: Photovoltaik-Ausbau für 2020 sichergestellt

Photovoltaik | Wolfgang Schalko | 23.09.2019 | |  
PV Austria Geschäftsführerin Vera Immitzer sieht im aktuellen Ökostrom-Paket zentrale Forderungen des Verbands erfüllt. PV Austria Geschäftsführerin Vera Immitzer sieht im aktuellen Ökostrom-Paket zentrale Forderungen des Verbands erfüllt. (© PV Austria) Wenige Tage vor der Wahl konnten sich die Parlamentsparteien auf wegweisende Entwicklungen im Photovoltaik-Bereich einigen. Übermorgen Mittwoch, den 25. September, soll im Nationalrat das Ökostrom-Paket beschlossen werden. Damit kommen die Parteien den Forderungen des Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) nach, der seit Monaten auf die drohende Lücke im kommenden Jahr verwies und auf ein Notpaket drängte.

Ohne dem Einlenken der Parteien hätte der Photovoltaik im nächsten Jahr ein Markteinbruch von 30 Prozent gedroht – ein massiver Rückschritt, den sich „Österreich nicht leisten kann”. Ab 2020 soll bis 2022 jährlich ein Förderbudget von 36 Millionen Euro für den Ausbau der Photovoltaik und Stromspeicherung zur Verfügung gestellt werden. Der All-Parteien-Antrag übernimmt damit zur Gänze die Forderungen des PV Austria. „Mit den beschlossenen Fördermitteln wird der benötigte Ausbaukorridor in Richtung 100 Prozent erneuerbaren Strom beschritten. Es liegt aber noch ein sehr langer und intensiver Weg vor uns, um in den nächsten 10 Jahren vollständig erneuerbaren Strom zu garantieren. Dazu muss das Ausbautempo noch deutlich erhöht werden“, bekräftigt Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverband Photovoltaic Austria.

Auch beim Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) begrüßt man die Einigung: „Das angekündigte Ökostrom-Paket zeigt, dass erste Ansätze eines gemeinsamen Willens in der österreichischen Politik da sind. Allerdings reicht das derzeitige Ausbautempo nicht aus, um unsere Ziele bis 2030 zu erreichen“, so EEÖ-Präsident Peter Püspök. „Es ist zu hoffen, dass der gemeinsame Beschluss der Anfang ehrlicher Parteiübergreifender Zusammenarbeit und Verantwortung im Klimaschutz ist.“

Abschaffung der Eigenstromsteuer beschlossen

Bereits Ende vergangener Woche wurde – nach mehrmaligen Ankündigungen – im Nationalrat die Streichung der Eigenstromsteuer, eine Abgabe auf selbst erzeugten und selbst verbrauchten Photovoltaik-Strom, beschlossen. Auch damit wird eine langjährige PV Austria-Forderung umgesetzt. Ab dem nächsten Jahr kann somit der selbst produzierte und selbst verbrauchte Photovoltaikstrom ohne der belastenden Abgabe genutzt werden. Bisher musste für Solarstrom, der über den Freibetrag von 25.000 kWh hinaus selbst verbraucht wurde, eine Abgabe von 1,5 Cent pro Kilowattstunde geleistet werden. „Seit Jahren setzt sich der Bundesverband Photovoltaic Austria für eine Abschaffung der Eigenstromsteuer ein. Wir freuen uns sehr darüber, dass den Ankündigungen nun auch Taten folgen und die Eigenstromsteuer für selbst produzierten und verbrauchten Photovoltaik-Strom endlich gestrichen wird“, so Immitzer. Die Abschaffung der Abgabe sei ein „sehr starker Motivator für Unternehmen, die hohe Stromverbräuche haben und in Photovoltaik investieren wollen.” Vor allem auch für PV-Gemeinschaftsanlagen sowie zukünftig mögliche umfassendere Erneuerbare Energie-Gemeinschaften, die ihren Eigenverbrauch fokussieren, kommt die steuerliche Erleichterung rechtzeitig.

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