Sonntag, 19. Januar 2020
Selbstbestimmt am Smartphone – Trainings für die Zielgruppe

Emporia: Auch Senioren wollen Hoheit über ihre Daten

Telekom | Dominik Schebach | 16.01.2020 | |  
Eine Überwachung oder Kontrolle über das Smartphone akzeptieren Senioren nur dann, wenn sie durch medizinisches Fachpersonal erfolgt. Eine Überwachung oder Kontrolle über das Smartphone akzeptieren Senioren nur dann, wenn sie durch medizinisches Fachpersonal erfolgt. Senioren stehen neuen Kommunikationsmöglichkeiten per Smartphone durchaus aufgeschlossen gegenüber. Geht es allerdings um die eigenen Daten, wollen sie je nach Situation entscheiden können, wie eine Studie des Handyherstellers Emporia belegt. Die Linzer setzt deswegen auf Schulungen und Trainings im Umgang mit dem Smartphone.

Es geht im weitesten Sinne um Überwachung. Immer mehr Eltern schauen ihren Kindern mit Apps wie Spyzie, KidGuard oder mSpy beim Smartphone-Gebrauch über die Schulter und lesen dabei auch die Daten der Smartphones aus. Dies funktioniert hier Kraft des Autoritätsverhältnisses. Senioren lehnen diese Art der Fernüberwachung durch Angehörige allerdings deutlich ab, wie die von Emporia beauftragte Studie „Smart im Alltag“ zum Thema Senioren und Kommunikation zeigt. Demnach wollen vier von fünf Senioren nicht, dass ihre erwachsenen Söhne oder Töchter Einblick von außen in ihr Leben nehmen. Konkret widerstrebt es mehr als 80 Prozent der Senioren (Frauen: 85%, Männer: 78%), dass ihre eigenen Kinder zu viel Einblick in ihr Leben bekommen. Sie stehen einer Kontrolle per App durch ihre erwachsenen Söhne und Töchter deutlich ablehnend gegenüber. Für die Studie wurden insgesamt 1.500 Seniorinnen und Senioren im Alter 65+ befragt.

Andererseits differenzieren die Senioren durchaus je nach Situation. So sind zwei Drittel der Befragten daran interessiert, dass Bewegungssensoren im Smartphone eine mögliche Notlage erkennen und automatisch Hilfe holen. Auch beim Thema Gesundheit stehen die älteren Menschen neuen Kommunikationsmitteln sehr aufgeschlossen gegenüber. Deutlich mehr als die Hälfte der Senioren würde ihrem Arzt erlauben, von außen auf persönliche Gesundheitsdaten am Smartphone zuzugreifen.

Emporia-Geschäftsführerin Eveline Pupeter interpretiert dieses Ergebnis als eine deutliche Ablehnung bei Senioren von „Überwachung“ durch die Angehörigen: „Kontrolle wird offensichtlich nur dann akzeptiert, wenn sie durch medizinisches Fachpersonal erfolgt, aber nicht, wenn das die eigenen, erwachsenen Kinder machen.“ Aus diesem Grund setzt emporia auf Schulungen und Trainings im Umgang mit dem Smartphone statt auf Fernwartungssysteme, mit denen von außen unkontrolliert auf das Telefon zugegriffen werden kann.

Kursangebot

Für den Fachhandel bietet Emporia in diesem Zusammenhang Webinare zum Thema „Schnupperkurse für Smartphone-Einsteiger“ an. Die nächsten Termine sind der 11. und 18. Februar (jeweils von 12 bis 13 Uhr). Die Inhalte, die im Webinar behandelt werden umfassen:

  •            Wie veranstalte ich Schnupperkurse für die Zielgruppe?
  •            Was muss ich als Fachhändler dabei beachten?
  •            Inhalte und Methodik für den Schnupperkurs
  •            Wie kann mich emporia unterstützen?
  •            Zugang zu Handouts, Präsentation usw.

Ziel der Webinare ist es, die Fachhändler zu befähigen, eigenständige Smartphone-Schnupperkurse durchzuführen. Emporia stellt dazu den Fachhändlern für die Schnupperkurse in ihren Shops kostenlose Schulungskoffer mit Geräten sowie auf die Zielgruppe zugeschnittene Schulungsunterlagen zur Verfügung.

Eine Anmeldung zu dem Webinar ist unter prammer@emeporia.at möglich. Nach erfolgter Anmeldung wird vom Linzer Hersteller ein ZoomWebinar-Zugang an die Teilnehmer versendet.

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