Montag, 13. Juli 2020
Kommentar

Machen wir doch das Beste daraus!

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 08.03.2020 | Bilder | |  

Stefanie Bruckbauer
Auf der Welt spielen sich gerade sehr unerfreuliche Entwicklungen ab, gegen die wir (zumindest momentan noch) wenig bis nichts ausrichten können. Um nicht zu verzagen, sollte man sich vielleicht auf die „kleinen“ Dinge konzentrieren, die Grund zu Hoffnung und Freude geben und auf die man als Einzelner (im Gegensatz zu den globalen Geschehnissen) Einfluss nehmen kann.

Das sind ja wahrlich interessante Zeiten, in denen wir uns aktuell befinden, manch einer sagt auch beschissen dazu. Vor den Toren Europas (und auf dem Weg dorthin) befinden sich schon wieder zig tausende Menschen, die nach einem neuen Zuhause suchen. Und es werden noch viele mehr werden, nämlich dann wenn nicht mehr nur aus politischen, religiösen oder wirtschaftlichen, sondern auch aus klimatischen Gründen geflüchtet wird. Womit ich beim nächsten Punkt wäre, der keine Freude macht. Ob menschgemacht oder natürlicher Lauf der Dinge: Das Klima verändert sich und in der Folge unsere Umwelt – drastisch und immer schneller und wir sollten bald irgendetwas tun, um uns anzupassen, denn sonst könnte es in einigen Jahren tatsächlich sehr ungemütlich werden.

Und als ob das nicht genug gröbere Probleme wären, die wir lösen sollten, sind wir zu allem Überdruss nun auch noch mit einem neuartigen Virus konfrontiert, mit dem keiner gerechnet hat und dessen Auswirkungen keiner absehen kann. Wobei wir – so wie es aussieht – ja noch Glück hatten, denn stellen Sie sich vor wir würden nicht mit Schnupfensymptomen davonkommen (wie es ja scheinbar in den meisten Fällen ist), sondern wie im Film „World War Z“ nach der Infektion zu Zombies mutieren … DAS wäre erst beschissen! Aber Scherz beiseite, auch wenn Covid 19 nicht zwingend tödlich ist und von vielen als harmlos beschrieben wird, kann er ziemlich viel kaputt machen, nämlich das gesellschaftliche Leben und die Weltwirtschaft. Und wenn es ganz blöd hergeht, wird das auch passieren.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Und auch wenn sie vor dem Hintergrund der globalen Ereignisse klein und unbedeutend scheinen mögen, freuen sie mich sehr. Eine gute Nachricht ist, dass die Konsumenten scheinbar wieder vermehrt auf die Stärken des FH setzen. Electrolux Austria GF Janovsky berichtet (im Interview auf Seite 28 in der E&W Märzausgabe) zum einen, dass das Geschäft im EFH durch die Decke geht und zum anderen, dass zur Zeit wieder vermehrt kleine Küchenstudios eröffnen. Und nicht nur die Konsumenten, auch einige Hersteller wollen den Fachhandel. iRobot Austria GF Lang geht (im Interview auf Seite 30 in der E&W Märzausgabe) sogar soweit zu sagen, dass sein Unternehmen in Österreich auf den Fachhandel angewiesen sei. Denn hochwertig verkaufen funktioniere einfach nur in diesem Kanal. In diesem Punkt ist er sich mit Janovsky übrigens einig: Hochpreisige, technisch komplexe Geräte werden auch in Zukunft nicht locker flockig übers Internet verkauft werden können. „Dazu braucht es einen Fachhandel!“ Inmitten von Corona-, Flüchtlings- sowie Klimakrise sind das doch good News?!

Es laft, wias laft

Was die großen, globalen Entwicklungen angeht, können wir als Einzelne wenig ausrichten. „Wir können ohnehin nichts beeinflussen. Es wird laufen wie es laufen wird“, sagte Peter Osel unlängst zu mir. Aber im Kleinen, also in unserem Umfeld, können wir sehr wohl einiges bewirken. Also sollten wir das auch tun! Für Fachhändler bedeutet das, dass sie sich darauf einstellen sollten, dass ihre Existenz – wie es aussieht – in Zukunft sehr wohl weiterhin gefragt sein wird. Und sie sollten das Beste daraus machen!

Bilder
(Bild: Thorben Wengert/ pixelio.de)
(Bild: Thorben Wengert/ pixelio.de)

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