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Samstag, 20. Juli 2024
Mitarbeiter schützen – wirtschaftliches Überleben sichern

Bundesgremium: Bedachtes Vorgehen erforderlich

Die Branche | Dominik Schebach | 16.03.2020 | | 3  
Der Elektrofachhandel steht vor einer bespiellosen Herausforderung. Es geht darum, die eigenen Mitarbeiter zu schützen, andererseits aber trotzdem das wirtschaftliche Überleben der Betriebe zu sichern. Als Leitfaden und Information der Mitglieder hat deswegen Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik einen weiteren Insider veröffentlicht. Lesen Sie hier die Aussendung des Bundesgremiums.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die derzeitige und bislang beispiellose Situation erfordert von uns allen ein bedachtes Vorgehen, um einerseits die Gesundheit unserer Mitmenschen – allen voran unserer Mitarbeiter zu schützen, und andererseits die wirtschaftlichen Nachteile für das Unternehmen so gering wie möglich zu halten.

Wir unterstützen selbstverständlich die Empfehlungen der Bundesregierung, dass möglichst viele Berufstätige ihre Arbeit von zu Hause erledigen sollen. Das ist natürlich in vielen Fällen, speziell im Einzelhandel, nicht immer möglich. Es ist jedoch festzuhalten, dass zwar Geschäftslokale natürlich zu schließen sind, die nun gesetzten Maßnahmen (Ausgangsbeschränkungen usw.) in keiner Weise bedeuten, Betriebsschließungen damit vorgesehen und notwendig sind.

Jedenfalls ist der Kundenverkehr im Geschäftslokal einzustellen, außer es handelt sich um eine per Verordnung definierte Ausnahme, wie z.B.:
Telekommunikation (Telefone, Handys, Mobilfunkverträge, Wertkarten, Tablets etc.)
Sicherheits– und Notfallprodukte
Medizinprodukte

Diese Ausnahmen gelten jedoch nur, wenn ausschließlich solche Produkte im Geschäftslokal angeboten werden. Sollten die genannten Produkte nur einen Teil des Verkaufsprogramms ausmachen, ist das Geschäftslokal ausnahmslos zu schließen, wenn eine massive räumliche Trennung der ausgenommenen Waren vom übrigen Sortiment nicht möglich ist. Eine Kordel reicht als Zugangssperre sicher nicht.

Nach unserer aktuellen Beurteilung sind Zustellungen und der Fernabsatz weiterhin möglich. Hier empfehlen wir, dass vor Durchführung einer Lieferung telefonisch das Einverständnis des Kunden eingeholt wird, wobei Lieferungen in Räumlichkeiten, die einer Heimquarantäne unterliegen, natürlich NICHT durchgeführt werden dürfen!

Der Vollständigkeit halber bringen wir die inzwischen bekannten Sicherheitsvorschriften in Erinnerung, insbesonders ist die Einhaltung eines Mindestabstandes zu anderen Personen von mehr als 1 Meter sicherzustellen!

Wir sind mit unseren Lieferanten in permanenter Verbindung und dürfen Sie informieren, dass die Belieferung, besonders auch von den führenden Großhandelsunternehmen, weiterhin gewährleistet und gesichert erscheint.

Das Bundesgremium ist weiters in laufendem Kontakt mit der WKÖ-Taskforce, um unsere Betriebe bestmöglich zu unterstützen.

Alle Informationen finden Sie auf www.wko.at/corona. Der Coronavirus-Infopoint ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar, die Kontaktinformationen finden Sie auch auf www.wko.at/corona. Da uns sehr viele Anfragen erreichen, ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Wir ersuchen Sie daher, primär die Informationen auf www.wko.at/corona zu nutzen, die laufend akutalisiert werden.

Haben Sie bitte Verständnis, dass in Anbetracht der täglich dramatisch sich verändernden Situation wir hier nur auf uns bekannte Informationen reagieren können. Für unsere Empfehlungen können wir trotz sorgfältigster Erarbeitung und Prüfung keine Haftung übernehmen. Andererseits gibt es für diese Zeiten keine Beispiele und wir versuchen, dass wir die gewaltigen Unsicherheiten, die jeder von uns hat, etwas zu reduzieren.

Wir werden Sie weiter informieren, wenn uns gravierende, hoffentlich einmal auch positive Neuigkeiten erreichen.

Kopf hoch und bleiben Sie gesund! Alle Gute!

Herzlichst Ihr

KommR Ing. Wolfgang Krejcik

Bundesgremialobmann

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Kommentare (3)

  1. Das ganze Wochenende habe ich gewartet von unseren „Interessenvertretern“ eine brauchbare Information zu erhalten. Ich finde es sehr bedenklich, dass unser Bundesgermialobmann überhaupt nur über Interviews in Erscheinung tritt. Auf der gesamten Seite der WKO findest man kein Rechenbeispiel für Unternehmer. Traurigerweise findet man jedoch ein Beispiel der Arbeitnehmer wieder die es ohnehin auf der AK Seite gibt. Zudem das ganze Wochenende nicht erreichbar. Danke – WKO – ein klares Nein für so eine Pflichtmitgliedschaft! Da wäre ich lieber Dienstnehmer.

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    1. Also ich habe über das Gremium schon einige interessante brauchbare Dinge erfahren, finde das s die großteils gute Arbeit machen
      Recht machen kann man es ohnehin nie jedem einzelnen aber so über das Gremium schimpfen ist nicht ok. Wir sollten froh sein, dass es jemanden wie Krejcik gibt, der den Job freiwillig macht.

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