Mittwoch, 12. August 2020
2 Milliarden GB

FMK: 2019 brachte Datenrekord

Telekom | Dominik Schebach | 05.05.2020 | |  
Das mobile Datenvolumen wächst von Jahr zu Jahr - vergangenes Jahr wurden beinahe 2 Milliarden GB übertragen. Das mobile Datenvolumen wächst von Jahr zu Jahr - vergangenes Jahr wurden beinahe 2 Milliarden GB übertragen. Schon vor Corona hat sich die Mobilkommunikation in Österreich beständig nach oben entwickelt. Das zeigt ein Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen des Forum Mobilkommunikation für 2019. So wurden im vergangenen Jahr 22,3 Milliarden Minuten mobil telefoniert. Gleichzeitig wurden beinahe 2 Milliarden GB über die Mobilfunknetze übertragen.

Die sonst übliche Präsentation der Zahlen im Rahmen einer Pressekonferenz unterbleibt dieses Jahr der Corona-Krise wegen. Da gehe die Gesundheit eindeutig vor, sind sich FMA-Präsident und CTIO von Magenta Volker Libovsky sowie Vizepräsident Lothar Roitner einig. Stattdessen soll im Herbst eine zusätzliche Informationsrunde folgen: „Unsere Schwerpunkte werden dann der Rückblick aus der Sicht der Mobilfunkindustrie auf die ersten Monate seit dem Beginn der Corona-Krise und die, bis dahin wohl abgewickelte Frequenzauktion für 5G sein!“ so Libovsky und Roitner weiter.

Solide Entwicklung

Die Branche konnte im vergangenen Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis einfahren. So wuchs der Gesamtumsatz der Mobilfunkbranche 2019 um 4,4%, auf 4,795 Mrd Euro. Das Gesamt-EBITA erreichte mit einem Zuwachs von 7,2% ein deutliches Plus und kam auf 1,761 Mrd Euro. „Das ist eine gute Basis, die großen Herausforderungen die der Ausbau der 5G-Netze mit sich bringt, zu meistern“, ist sich Lothar Roitner sicher. „Erfolgsbestimmend wird auch das Design der Frequenzauktion sein, denn“, so Libovsky weiter, „ 5G bedeutet neue Möglichkeiten und Anreize für F&E, Start-ups und Ecosysteme in den, durch die Corona-Krise geschüttelten, Wirtschaftszweigen!“

17,1 Mio. SIM-Karten im Umlauf

Zum Stichtag 31.12.2019 befanden sich in Österreich exakt 17.051.707 aktive SIM-Karten im Umlauf. Das bedeutet, dass die Anzahl der SIM-Karten gegenüber dem Vorjahr auf höchstem Niveau so gut wie unverändert blieb. Der Sprung von ca. 14 Millionen auf über 17 Millionen vollzog sich schon 2018. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem M2M-Anwendungen.

Während in den Jahren bis 2017 rund 21,5 Mrd. Minuten mobil in Österreich telefoniert wurde, beträgt die Anzahl der Gesprächsminuten seit 2018 jährlich rund 22,3 Mrd. Dieser Anstieg ist vor allem dem seit 2018 freien EU-Roaming zu verdanken. „Wir erwarten aber für das Gesamtjahr 2020 einen massiven Anstieg dieser Zahl“, so Roitner, „seit Beginn der Corona-Krise befinden sich viele Menschen im Home-office und weniger als die Hälfte aller Privathaushalte verfügen über einen Festnetz-Anschluss.“

An der Schallmauer

Seit der Einführung mobiler Breitbandtechnologien und zuletzt mit LTE wuchs das über Mobilfunknetze übertragene Datenvolumen jährlich signifikant. 2019 konnte eine Steigerung auf  1.943.595.000 GB  mobil übertragener Daten gemessen werden, also fast 2 Milliarden. „Das ist beachtlich, aber nicht mehr so steil wie in den Jahren davor. Fast jeder hat heute ein Smartphone, die Anzahl und Intensität der genutzten Möglichkeiten via Mobilfunknetze erreicht damit bald ihr Maximum,“ erläutert Lothar Roitner.

Notwendigkeit

„Diese Entwicklung ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass der Ausbau der Netze um den neuen Mobilfunkstandard 5G für den Wirtschaftsstandort Österreich eine Notwendigkeit ist!“, weiß Volker Libovsky. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen wie der Industrie 4.0 und den bislang ungeahnten Möglichkeiten der sozialen Netzwerke, die sich in Zeiten der Corona-Krise herauskristallisieren. Die Aufgabe der Mobilfunknetzbetreiber ist, Infrastrukturen aufzubauen, die Innovationen, die das digitale wirtschaftliche und soziale Leben vereinfachen, auch ermöglichen!“, so Libovsky. Dies werde in den nächsten Jahren mit 5G realisiert.

 

 

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