Mittwoch, 23. September 2020
Weniger Roaming, mehr bei Vertragskunden

Magenta: Stabil durchs erste Halbjahr

Telekom | Dominik Schebach | 13.08.2020 | |  
Recht stabil präsentiert sich Magenta in seinem Halbjahresbericht. Der Betreiber hat in den ersten sechs Monaten 2020 einen Umsatz von 629,8 Mio Euro erzielt (+1%). Ein Ergebnis von gleich mehreren gegenläufigen Entwicklungen, wie man seitens Unternehmens betont.

Während die Roaming-Erlöse und auch Prepaid-Umsätze deutlich spürbar zurückgegangen sind, gab es im Vertragskundenbereich, im B2B-Segment und im Wholesale-Geschäft Umsatzzuwächse. Das EBITDA AL legte im ersten Halbjahr um 6% auf 246,9 Mio. Euro zu, was vor allem auf die laufenden Synergien aus dem Merger von T-Mobile und UPC sowie die rasch implementierten Einsparungsmaßnahmen als Reaktion auf die Corona-Krise zurückzuführen seien. Das Investitionsvolumen lag mit 103,7 Mio. Euro um 5% unter dem Vorjahreswert. Hier wirkte sich der Baustopp zu Beginn der Krise und die Verzögerung anderer Investitionsprojekte negativ aus, für das Gesamtjahr 2020 sind aber weiterhin stabile Investitionen geplant.

„Das erste Halbjahr 2020 war von großer Unsicherheit geprägt und mein großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit enormem Einsatz und Engagement dazu beigetragen haben, die Herausforderungen dieser Krisenmonate zu meistern. Unsere Netze haben den Belastungen standgehalten, auch unsere Teams in Service und Shops haben Herausragendes geleistet“, sagt Andreas Bierwirth, CEO von Magenta Telekom. „In den letzten Wochen konnten wir dank der hervorragenden Arbeit in der Technik für unsere Kunden den 5G-Turbo zünden und haben mit 600 5G-Standorten das größte 5G-Netz Österreichs. Unsere Kunden können also sicher sein, dass wir für weiteres Wachstum der Datennachfrage gut gerüstet sind.“

Netzausbau

Aus der Sicht von Magenta hat die Corona-Krise den Bedarf nach einer rascheren Digitalisierung Österreichs deutlich gezeigt. Magenta hat deswegen – dank 5G New Radio – den 5G-Rollout deutlich beschleunigt. Mit Anfang Juli war damit 5G an mehr als 600 Standorten verfügbar. Damit erreicht Magenta schon jetzt rund 25% der österreichischen Haushalte und Betriebe, bis Ende 2020 sollen rund 1200 Standorten in allen Bundesländern mit 5G aufgerüstet sein, womit knapp 40% der österreichischen Haushalte und Betriebe versorgt mit 5G wären.
Neben dem 5G-Ausbau wurde im ersten Halbjahr auch der Ausbau der Gigabit-Netze fortgesetzt. Durch Investitionen in einen neuen Übertragungsstandard (DOCSIS 3.1) bietet das Magenta Glasfaserkabelnetz für rund 1,4 Millionen Haushalte und Betriebe in ganz Österreich inzwischen Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit. Das österreichweite Maschinennetz Narrowband-IoT versorgt 99,4 Prozent der besiedelten Fläche Österreichs.

Mehr Mobilfunkkunden

Laut Magenta lag die Anzahl der SIM-Karten im eigenen Netz zum Ende des Halbjahres bei 5 Millionen – und damit um rund 1 Prozent über dem Vorjahreswert von 4,94 Millionen SIM-Karten. Die Zahl der Breitbandkunden (Glasfaserkabelinternet und DSL) legte im ersten Halbjahr 2020 um etwa 2,5% auf 621.000 Anschlüsse zu.

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