Samstag, 26. September 2020
Schwung in die Energiewende bringen

Oberösterreich setzt auf eigene „Photovoltaik-Strategie“

Photovoltaik | Wolfgang Schalko | 06.09.2020 | |  
Der Ausbau der Photovoltaik ist eine wesentliche Säule des kommenden „Erneuerbaren Ausbau-Gesetzes“ auf Bundesebene und soll in Oberösterreich besonders forciert werden. Der Ausbau der Photovoltaik ist eine wesentliche Säule des kommenden „Erneuerbaren Ausbau-Gesetzes“ auf Bundesebene und soll in Oberösterreich besonders forciert werden. (© Energie AG) Aktuell gibt es in OÖ bereits etwa 30.000 Anlagen mit einer am oberösterreichischen Stromnetz wirksamen Leistung von rund 345 MWp. Der weitere unbürokratische Ausbau auf Dächern sowie die freiflächenschonende Nutzung von schon verbauten Flächen wird vom Land klar priorisiert.

Das „Erneuerbaren Ausbau-Gesetz“ strebt auf Bundesebene eine Erreichung von zusätzlichen 11.000 GWh PV-Strom in Österreich an. Zudem baut Oberösterreich stetig auf die OÖ Energiestrategie „Energieleitregion OÖ 2050“ auf – ein wesentliches Element, um beides voranzutreiben sei dabei der weitere Ausbau von Photovoltaik, gab Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner vor kurzem bekannt.

Klares Priorisierungsmodell beim PV-Ausbau in Oberösterreich

„Von allen erneuerbaren Energien hat die Photovoltaik in Oberösterreich das größte Potenzial zum weiteren umweltverträglichen Ausbau. Deshalb setzen wir hier mit einer eigenen ‚OÖ. Photovoltaik-Strategie‘ einen Schwerpunkt“, so Achleitner. Dabei werde auf ein klares Priorisierungsmodell beim Ausbau in Oberösterreich gesetzt. Dieses sieht vor, an erster Stelle den Ausbau auf Dächern zu forcieren. Danach soll die Nutzung von Flächen folgen, die bereits verbaut oder anderweitig belastet sind (Halden, Deponien, Brach- oder Verkehrsflächen). Zuletzt stehe der PV-Flächenausbau unter Einhaltung vorgegebener fachlicher Kriterien, erläuterte der Energie-Landesrat.

Start der „OÖ. Photovoltaik-Strategie“-Vorarbeiten im Sommer

Gestartet wird die Umsetzung des PV-Ausbaus diesen Sommer mit Vorarbeiten für eine eigene „OÖ. Photovoltaik-Strategie“, die laut Angaben des zuständigen Landesrates Anfang 2021 vorliegen soll. Dazu werden fachspezifische und rechtliche Rahmenbedingungen durch entsprechende Fachabteilungen und Stakeholder (wie zum Beispiel die OÖ Umweltanwaltschaft) bearbeitet.

Durch die vom Land getroffenen Deregulierungsmaßnahmen in der Vergangenheit bietet Oberösterreich eine ideale Ausgangsbasis für den weiteren PV-Ausbau. So sind bis auf zwei seltene Sonderfälle praktisch keine behördlichen Genehmigungsakte mehr durchzuführen. 2019 wurde bereits an jedem Werktag im Schnitt alle 75 Minuten eine neue PV-Anlage errichtet. Diese Entwicklung wolle man weiter vorantreiben: „Die PV-Nutzung auf Oberösterreichs Dächern soll schlicht zum Standard werden. Das ist unser erklärtes Ziel, das wir mit unserer ‚OÖ. Photovoltaik-Strategie‘ verfolgen“, kündigte Achleitner an.

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