Montag, 17. Mai 2021
Nach ORF-Bericht: Öffentliche Diskussion zur Knappheit bei Hausgeräten

Lieferprobleme: BSH-Chef Michael Mehnert beruhigt

Hausgeräte | Dominik Schebach | 20.04.2021 | |  
BSH HAusgeräte-GF Michael Mehnert beruhigt: „Wer dringend eine neue Waschmaschine oder einen Geschirrspüler braucht, dem können wir diese auch liefern. BSH HAusgeräte-GF Michael Mehnert beruhigt: „Wer dringend eine neue Waschmaschine oder einen Geschirrspüler braucht, dem können wir diese auch liefern." Nun hat sogar der ORF über die Lieferschwierigkeiten bei Elektrogeräten und da besonders im Bereich der WW berichtet. Nachdem in dem ORF-Bericht allerdings kein einziger Hersteller zu Wort gekommen ist, hat sich nun BSH Hausgeräte-GF Michael Mehnert zu Wort gemeldet. Tenor: Die Auswirkungen der Pandemie stellen zwar Hersteller und Zulieferer weiterhin vor gewisse Herausforderung, dennoch bestehe kein Grund zur Panik – wer neue Hausgeräte braucht, wird diese auch bekommen.

Der Beitrag des ORF verbreitete eine gewisse Alarmstimmung, weswegen nun BSH-Geschäftsführer Michael Mehnert in einer Aussendung an die österreichischen Medien die Sicht der Hersteller in die öffentliche Berichterstattung einbringen will. „Die gestiegene Bedeutung des eigenen Zuhauses und der Küche als Wohlfühlort bringt der gesamten Branche einen Aufschwung. Nach einem deutlichen Einbruch zu Beginn der Pandemie 2020 ist die Nachfrage nach Hausgeräten weltweit signifikant gestiegen. Insbesondere bei Einbaugeräten, Geschirrspülern und kleinen Hausgeräten ist die Nachfrage nach wie vor sehr hoch. Obwohl unsere Fabriken alle auf Volllast produzieren, ist die Lieferfrist in bestimmten Produktsegmenten derzeit länger als üblich. Ein genereller Engpass mit Wartezeiten von mehreren Monaten ist jedoch nicht gegeben“, so Michael Mehnert, Geschäftsführer BSH Hausgeräte Gesellschaft mbH.

Längere Wartezeiten von wenigen Wochen bis Monaten betreffen hauptsächlich das Küchengeschäft, stellte Mehnert klar und weniger den dringenden Ersatzbedarf. Wer dringend eine neue Waschmaschine oder einen Geschirrspüler benötige, dem könne die BSH auch derzeit liefern. Bei der Planung und dem Kauf einer Küche wiederum können durch eine vorausschauende Bestellung Lieferprobleme vermieden werden. Mehnert verwies in diesem Zusammenhang in seiner Aussendung auf die Produktion der BSH Hausgeräte in Europa. 95% der in Österreich verkauften BSH Geräte stammen aus europäischen Werken. Beispielsweise werden Kleingeräte wie Kaffeemaschinen, Küchenmaschinen sowie der Bosch Cookit, die smarte Küchenmaschine mit Kochfunktion, unweit der österreichischen Grenze in Slowenien produziert, Backöfen in Traunreut in Bayern (D), Geschirrspüler größtenteils in Giengen (D). In Bretten (D) befindet sich ein weltweit bedeutendes Kompetenzzentrum für Lüftungstechnologien.

Klar sei allerdings, dass die Corona-Krise neue Trends gebracht habe, wie Mehnert gegenüber den Medien kommunizierte. Auffällig stark gewachsen ist die Nachfrage nach XXL-Kühlgeräten. Ebenfalls verstärkt nachgefragt werden die Leistungen des BSH Kundendienstes. Die verstärkte Nutzung der Hausgeräte verursache hier eine höheren Bedarf. Damit könne es zwar auch hier zu etwas längeren Wartezeiten kommen, der Kundenservice sei allerdings auch weiterhin sichergestellt.

Abschließend rückte Mehnert die Perspektive zu den gegenwärtigen Wartezeiten zurecht: „Trotz allen Herausforderungen werden derzeit mehr Geräte ausgeliefert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Industrie-Statistik des FEEI (Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie) zeigt, dass die Hersteller in Österreich im ersten Quartal 2021 über 20% mehr Ware (nach Stück) liefern konnten als 2020. Anders als andere Branchen sieht sich die Hausgerätebranche zudem nicht mit Hamsterkäufen konfrontiert. Es gibt keinen Trend zur zweiten Waschmaschine. Grundsätzlich können wir also beruhigen: Die Versorgung der Österreicherinnen und Österreicher mit hochwertigen Hausgeräten ist gesichert.“

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