Donnerstag, 21. Oktober 2021
Rückkehr in den „Lockdown light"

Wien und NÖ: Handel öffnet am 3. Mai

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 27.04.2021 | | 2  
Der Handelsverband zeigt sich erfreut darüber, dass der Non-Food-Handel nun auch in Wien und Niederösterreich am 3. Mai wieder öffnen darf. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de) Der Handelsverband zeigt sich erfreut darüber, dass der Non-Food-Handel nun auch in Wien und Niederösterreich am 3. Mai wieder öffnen darf. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de) Der Handelsverband äußerst sich erfreut über die Entscheidung von Landeshauptmann und Wien-Bürgermeister Michael Ludwig, den harten Lockdown im Wien nicht erneut zu verlängern. Der Handel darf am 3. Mai auch in Wien wieder aufsperren. Niederösterreich hatte bereits vergangene Woche die Wiedereröffnung der Geschäfte ab 3. Mai beschlossen.

Allen betroffenen Non-Food-Händlern falle ein Stein vom Herzen, so der Handelsverband in einer Aussendung. Der Wiener Non-Food-Handel darf ab dem kommenden Montag (3.5.21) ebenso wie die körpernahen Dienstleister auch in der Bundeshauptstadt wieder aufsperren. Niederösterreich hatte bereits vergangene Woche die Wiedereröffnung der Geschäfte ab 3. Mai beschlossen. „Wien liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 190 nur noch knapp über dem bundesweiten Schnitt von 175, Niederösterreich mit 120 sogar deutlich darunter. Auch die Lage auf den Intensivstationen hat sich zuletzt in ganz Österreich etwas entspannt“, so Handelsverband GF Rainer Will.

Mit Hausverstand

Landeshauptmann Ludwig habe mit Hausverstand und auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen entschieden, den harten Lockdown zu beenden. Damit dürfen ab 3. Mai alle Händler in ganz Österreich endlich wieder öffnen. „Sie bekommen damit die Möglichkeit der Selbsthilfe und des verantwortungsvollen Wirtschaftens. Diese Öffnung ist für unsere Branche extrem wichtig, denn jetzt stehen auch die doppelten Gehälter an und die verdienen sich nicht von selbst“, sagt Will .

Laut HV summieren summieren sich die geschlossenen Einkaufstage in Wien und Niederösterreich insgesamt auf 116, das Burgenland kommt auf 104, die anderen sechs Bundesländer liegen bei 90 Tagen in drei harten Lockdowns. „Die Umsatzverluste der betroffenen Händler im Osten werden sich bis zur Wiedereröffnung am 3. Mai auf 1,95 Milliarden Euro erhöhen, davon entfällt rund 1 Milliarde Euro allein auf den Wiener Handel. Weniger als ein Viertel davon wird später von den Konsumenten nachgeholt werden“, berichtet Will, laut dem im heimischen Non-Food-Handel mittlerweile zehntausende Jobs auf der Kippe stehen. „Jedes zehnte Geschäft musste seinen Betrieb bereits einstellen, die Hälfte der verbliebenen Händler hat Existenzängste. Je kleiner der Betrieb, je weniger digital und je abhängiger vom Tourismus, desto dicker das Minus. Besonders stark betroffen ist der Handel mit verderblichen Gütern, beispielsweise Gartencenter. Hier braucht es dringend ein Nachbessern bei den Corona-Staatshilfen.“

Comeback-Plan

„Der österreichische Handel zählt neben der Gastronomie und Hotellerie sowie der Kunst- und Kulturszene zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen. Wir unterstützen jede sinnvolle Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie und haben dies als Partner der Bundesregierung bei der Umsetzung der Hygiene- und Sicherheitskonzepte bewiesen. Doch ein geschlossener Handel ist kein Beitrag dafür, dass die Infektionszahlen nach unten gehen. Es braucht hier einen Weg der Differenzierung, auch in Wien, damit wir aus der ewigen Lockdown-Spirale rauskommen“, erklärt Rainer Will.

Diesen Beitrag teilen

Kommentare (2)

  1. Distanz und Abstand halten predigen und dann Friseure und Kosmetik öffnen, aber Fitnessstudios, wo zwischen jedem benützbares Gerät ein Abstand von mindestens 2,5m besteht, geschlossen halten, kann nur einem kranken Hirn entstammen dem Eitelkeit und Schönheit wichtiger sind, als gesundheitsfördernde körperliche Betätigung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

+ 84 = 86

An einen Freund senden