Montag, 25. Oktober 2021
Hoch im Kurs

Europa-Studie: Jeder Dritte erwägt Kauf eines E-Autos

Elektromobilität | Julia Jamy | 22.09.2021 | |  
E-Autos stehen derzeit hoch im Kurs:   Insgesamt 17 Prozent ziehen laut einer europaweiten Studie von AutoScout24 den Kauf eines Stromers „definitiv“ in Erwägung. E-Autos stehen derzeit hoch im Kurs: Insgesamt 17 Prozent ziehen laut einer europaweiten Studie von AutoScout24 den Kauf eines Stromers „definitiv“ in Erwägung. Die Förderung der Elektromobilität gilt als einer der wesentlichen Bausteine, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Laut einer aktuellen, europaweiten Nutzerbefragung von AutoScout24 rücken die Elektrischen auch verstärkt in den Fokus derjenigen, die derzeit einen Autokauf planen. Demnach zieht es aktuell jeder dritte Befragte aus Österreich in Erwägung, ein E-Auto zu erwerben. Für vier von zehn Österreichern kommt eventuell ein Hybridmodell in Frage.

Insgesamt hat AutoScout24 für die Studie 5.566 Menschen aus Österreich, Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden befragt. Dabei wurden zwei Gruppen gesondert untersucht: Allgemeine Website-Nutzer und diejenigen User, die derzeit konkret die Anschaffung eines neuen Autos planen. Beim Blick auf die aktuell Kaufenden zeigt sich, dass E-Autos hoch im Kurs stehen: Insgesamt 17 Prozent ziehen den Kauf eines Stromers „definitiv“ in Erwägung, weitere 20 Prozent würden sich „vielleicht“ für einen Batteriegetriebenen entscheiden. Damit zeigen sich 37 Prozent aufgeschlossen, wenn es um die Anschaffung eines E-Autos geht. Gleichwohl sind noch nicht alle aktuell Autokaufenden von den neuen Antrieben überzeugt. So sagen 44 Prozent der Befragten, sie wollten aktuell definitiv kein E-Auto erwerben, 19 Prozent wahrscheinlich nicht. Beim Blick auf Hybridfahrzeuge fällt die Bewertung ausgewogener aus: 42 Prozent ziehen einen entsprechenden Kauf bei ihrer aktuellen Suche in Erwägung, für 34 Prozent kommt er nicht in Frage.

Bedenken

Was die Bedenken gegenüber den E-Autos betrifft, zeigt sich, dass der Preis europaweit an erster Stelle steht. So sind 62 Prozent der Befragten in Österreich der Ansicht, es sei teurer ein E-Auto zu kaufen als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Ein weiterer Pain Point sind Bedenken wegen der Ladeinfrastruktur: 44 Prozent der Österreicher glauben, es sei beschwerlich, das E-Auto mit Energie zu versorgen, da es hierzulande nur wenige Ladestationen gebe.

Wie steht es um die Bedenken, ein E-Auto könne sich nicht für den täglichen Gebrauch eignen? 28 Prozent der Österreicher glauben, dass es im Alltag Probleme mit der Antriebstechnologie geben könnte.

Reichweite

Interessant ist ein Blick auf die AutoScout24-Nutzer mit konkreter Kaufabsicht. Zwar ist der Preis für 46 Prozent der Befragten in dieser Gruppe relevant, doch andere Themen sind gewichtiger. Ganz oben steht die Reichweite, die 62 Prozent für relevant erachten, gefolgt von der Möglichkeit, die Batterie schnell aufladen zu können (49 Prozent). Ebenfalls von Bedeutung für die E-Auto-Interessierten: Komfort (37 Prozent), Stauraum (34 Prozent) und hohe Effizienz (36 Prozent). Für ein knappes Drittel (30 Prozent) sind finanzielle Fördermaßnahmen für das in Frage stehende Auto relevant.

Informationsoffensive

Auch wenn E-Mobilität in den Medien immer häufiger thematisiert wird, wünscht sich hierzulande jeder Dritte (33 Prozent) mehr Informationen zu den entstehenden Wartungskosten. Und fast ebenso vielen (30 Prozent) sind die Vor- und Nachteile eines E-Autos im Vergleich zu Hybridfahrzeugen nicht klar. André Eckert, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich ist davon überzeugt, dass mehr Informationsoffensive nötig ist: „Die Studie zeigt, dass die Autointeressierten international und vor allem auch in Österreich nach mehr Informationen über E-Autos verlangen. (…) Je transparenter den Verbrauchern der Markt, die Fahrzeuge und das Handling der E-Autos sind, desto eher sind sie bereit, den Kauf entsprechender Modelle zu erwägen. Wir brauchen deshalb neben Investitionen in Technologie und in Infrastrukturmaßnahmen auch eine Informationsoffensive im Bereich E-Mobilität.“

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