Samstag, 21. Mai 2022
Studie: Elektrogeräte im Onlinehandel

Immer teurer, immer weniger verfügbar

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 10.11.2021 | |  
Das Stuttgarter Unternehmen Price Intelligence hat rund 130.000 Artikel aus verschiedenen Warengruppen analysiert, die auf großen Onlineplattformen wie Amazon, Idealo und Google angeboten werden. Das Resultat: Trotz der Breite des Sortiments würden sich schon heute Lieferengpässe und Logistikschwierigkeiten bemerkbar machen. zB bei Geschirrspülern. (Bild: Screenshot Amazon) Das Stuttgarter Unternehmen Price Intelligence hat rund 130.000 Artikel aus verschiedenen Warengruppen analysiert, die auf großen Onlineplattformen wie Amazon, Idealo und Google angeboten werden. Das Resultat: Trotz der Breite des Sortiments würden sich schon heute Lieferengpässe und Logistikschwierigkeiten bemerkbar machen. zB bei Geschirrspülern. (Bild: Screenshot Amazon) Wie die deutsche Wirtschaftswoche berichtet, werden Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kühlschränke im Weihnachtsgeschäft knapp. Zudem lägen Daten einer Erhebung vor, laut denen die Preise für Elektrogeräte im Onlinehandel zunehmen.

Sucht man bei Amazon.de nach „Geschirrspüler„, bekommt man aktuell 587 Ergebnisse. Die Preisspanne reicht von 301 Euro bis knapp 5000 Euro. Angebot sowie Preisspanne wirken recht breit – „noch“, denn Lieferengpässe und Logistikschwierigkeiten würden sich schon heute bemerkbar machen, sagt das Stuttgarter Unternehmen Price Intelligence, das für die deutsche „Wiwo“ (Wirtschaftswoche) rund 130.000 Artikel aus verschiedenen Warengruppen, die auf großen Onlineplattformen wie Amazon, Idealo und Google angeboten werden, analysierte.

Die Zahl der verfügbaren Produkte gehe in einzelnen Kategorien „teils deutlich zurück“, gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Preise. Bei der Weißware würden die Sprünge besonders heftig ausfallen. So sei der Durchschnittspreis für Geschirrspüler im Onlinehandel seit August beispielsweise um +7% gestiegen. Gleichzeitig seien 14% weniger unterschiedliche Geschirrspüler am Markt verfügbar, berichtet die deutsche Wirtschaftswoche.

Die Anzahl der Online insgesamt angebotenen Artikel sei sogar um 38% gesunken. Ähnlich verhalte es sich bei der Entwicklung bei Wäschetrocknern – „mit 4% weniger verfügbaren Produkten seit August und einem Anstieg des Durchschnittspreises um immerhin +3%.“ Auch für Kühlschränke, Herde und Waschmaschinen müssten Kunden den Daten von Price Intelligence zufolge im Schnitt mehr bezahlen. Ähnliches gelte für andere Produktgruppen, etwa Spielzeuge, Smartwatches und Speicherkarten. Die Entwicklung treffe sowohl Konsumenten als auch Händler, wie auch die WiWo feststellte – ungünstig in der Weihnachtszeit.

Laut einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) erwarten übrigens die meisten deutschen Einzelhändler wegen Lieferengpässen bei Mikrochips und anderen Produkten negative Folgen für ihr Weihnachtsgeschäft. Drei Viertel der Unternehmen berichten, bereits von Lieferengpässen betroffen zu sein. Demnach gehe jeder fünfte Händler davon aus, dass sich die Materialengpässe „in erheblichem Maße“ auf ihren Umsatz auswirken dürften.

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