Sonntag, 26. Juni 2022
Plädoyer für den raschen Gas-Ausstieg

Energy3000-GF Christian Bairhuber: „Eine einfache Rechnung”

Photovoltaik Energiezukunft | Wolfgang Schalko | 09.06.2022 | |  
Christian Bairhuber hat angesichts des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Debatten rund um Gas-Importe und Versorgungssicherheit einige einleuchtende Überlegungen angestellt. Christian Bairhuber hat angesichts des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Debatten rund um Gas-Importe und Versorgungssicherheit einige einleuchtende Überlegungen angestellt. Wie bringt man 40 Kubikmeter auf nicht einmal 2 Quadratmeter? Indem man ganz einfach Erdgas durch PV-Module ersetzt – bei gleichem Energieoutput. Mit diesem plakativen Beispiel verdeutlicht Energy3000-GF Christian Bairhuber – als überzeugter Verfechter der erneuerbaren Energien – was Energiewende in der Praxis bedeutet und wie sie auch gelingt.

Hier die ebenso simple wie plakative Rechnung und einige weiterführende Gedanken von Energy3000 solar Geschäftsführer Christian Bairhuber:

„Der Ukraine-Krieg hat ein Thema ins Rampenlicht gerückt, das uns als Unternehmen und mir ganz persönlich schon seit Langem am Herzen liegt: die Energiewende. Und damit verbunden auch den Aspekt der Versorgungssicherheit und natürlich die „Preisfrage“ – insbesondere was die Gas-Importe aus Russland angeht. Dabei ist die Rechnung eigentlich ganz einfach: Ein Kubikmeter Erdgas entspricht rund 10 kWh Energie. Ein Standard-PV-Modul mit 400 Wp produziert je nach Ort und Witterung rund 400 kWh Strom pro Jahr. Jedes PV-Modul spart also jährlich 40 m3 Erdgas.

Hat Hans Kronberger noch von „Blut für Öl“ gesprochen, müsste es heute eigentlich „Blut für Gas“ heißen: Denn trotz aller „Ausstiegsankündigungen” zahlen wir weiterhin monatlich zig Millionen Euro für den Import von Gas, größtenteils aus Russland – und Putin finanziert damit seine Armee. Wir müssen also den Gashahn zudrehen und dabei zählt wirklich jedes PV-Modul. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus braucht man gerade einmal 10 PV-Module, um den Jahresenergieverbrauch von rund 4.000 kWh abzudecken – und so 400 m3 Gas einzusparen.

All jenen, die gerne darauf verweisen, dass in den Wintermonaten zu wenig Sonnenenergie zur Verfügung steht, um den Bedarf zu decken, sei gesagt: Auch in der kalten Jahreszeit werden lediglich 20% des Gases zum Heizen verwendet. Den übrigen Teil verbrauchen Industrie, Lebensmittelproduktion, etc. Das heißt, unsere Wirtschaft benötigt auch im Sommer jede Menge Gas – und all diese Energie können wir 1:1 mit Photovoltaik ersetzen. Wir haben also dieTechnologie und die Möglichkeiten, wir müssen es nur anpacken!”

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