Freitag, 9. Dezember 2022
Die drei Versprechen

Miele: „Nachhaltigkeit auf allen Ebenen“

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 12.09.2022 | | 1  Unternehmen
Miele zeigt auf den Elektrofachhandelstagen im Design Center in Linz am 23. und 24. September 2022 neben vielen Produktneuheiten direkt von der IFA in Berlin, auch „Nachhaltigkeit auf allen Ebenen“.

Auch Miele legt den Fokus auf Nachhaltigkeit und zeigt auf den Elektrofachhandelstagen im Design Center in Linz auf Stand Nr. 411 „Nachhaltigkeit auf allen Ebenen“, wie das Unternehmen sagt. Das beinhaltet ua., dass Miele den Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß konsequent reduzieren möchte.

Miele sagt: „Der Kampf gegen den Klimawandel ist die wohl größte globale Herausforderung unserer Zeit. Jeder Einzelne steht in der Verantwortung, seinen Beitrag zu leisten, um den Planeten zu bewahren. Unser gemeinsames Zuhause zu retten, ist ein Wettlauf gegen die Zeit“, bekräftigte auch Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter von Miele, auf der IFA-Pressekonferenz. Seit Gründung des Unternehmens habe Nachhaltigkeit in all ihren Facetten einen hohen Stellenwert, angefangen mit der sprichwörtlichen Qualität und Lebensdauer der Miele-Geräte bis hin zum Messestand, der ebenfalls an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet war.

Um das Engagement zur Nachhaltigkeit weiter zu forcieren, hat das Unternehmen Versprechen („Pledges“) für drei wesentliche Handlungsfelder formuliert. „Damit stellen wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung und wollen zugleich unsere Kunden darin unterstützen, verantwortungsbewusster zu konsumieren und nachhaltiger zu leben“, so Markus Miele. Die Versprechen sind:

  1. „Nachhaltigkeit auf allen Ebenen verwirklichen“: Miele arbeitee kontinuierlich daran, Nachhaltigkeit zu einem essenziellen Bestandteil in jeder Phase des Produktlebenszyklus zu machen – in der gesamten Wertschöpfungskette und insbesondere in der Nutzungsphase bei Kundinnen und Kunden.

Miele erklärt: „In der Nutzungsphase fällt bekanntlich der größte Teil der Umweltauswirkungen eines Hausgerätes an – insbesondere durch den Strom- und Wasserverbrauch. Deshalb unternimmt Miele seit Jahrzehnten große Anstrengungen, diese zu reduzieren, und dies mit Erfolg: Um durchschnittlich 55 Prozent konnten die Energieverbräuche der Miele-Hausgeräte in den vergangenen 20 Jahren gesenkt werden, bei den Waschmaschinen sogar um knapp 72 Prozent. Verglichen wird dabei das jeweils energieeffizienteste Miele-Gerät der Jahre 2000 und 2020, bezogen auf das Energy Label. Wer sich zum Beispiel für eine Waschmaschine von Miele entscheidet, leistet somit seinen ganz persönlichen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz. Dabei sind auch im Eco-Programm die Laufzeiten nicht unangemessen verlängert, die Ergebnisqualität ist hoch, und selbst kleine Mengen lassen sich mit der PowerWash-Technologie und mit dem für Einzelteile ausgelegten Programm SingleWash energieeffizient waschen. Das spart Ressourcen und schont schlussendlich auch den Geldbeutel – bei den aktuellen Energiepreisen umso mehr.“

Mit dem Vorhaben, die CO2-Emissionen in der Nutzungsphase (sogenannte Scope-3-Emissionen nach den anerkannten Kriterien des Standards Greenhouse Gas Protocol) bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2019 um weitere 15 Prozent zu reduzieren, hat sich Miele ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Die zur IFA vorgestellte hochwertige Isolationstechnologie der neuen Kühlgerätegeneration K 4000, mit der die Energieeffizienzklasse A erreicht wird, ist einer von vielen innovativen Schritten auf diesem Weg. Hierüber erhalten Kunden fundierte Tipps, wie sie ihre Geräte noch nachhaltiger und effizienter betreiben können. Zudem setzt Miele konsequent bei allen Trocknern sparsame und effiziente Wärmepumpen ein.“

  1. „Geräte herstellen, die keine Spuren hinterlassen“: Der Anspruch des Unternehmens lautet, die besten Produkte und Dienstleistungen mit den geringstmöglichen Auswirkungen auf die Umwelt zu entwickeln – mit dem Ziel, dass diese einmal vollständig CO2-neutral sein werden.

Miele berichtet: „Schon heute ist unser Unternehmen über alle Standorte hinweg CO2-neutral. Dies geschieht zum Beispiel durch den ausschließlichen Bezug von Grünstrom und die Kompensation der verbleibenden Emissionen durch hochwertige CO2-Zertifikate. Bis 2030 haben wir uns zum Ziel gesetzt, die absoluten Emissionen unserer weltweiten Produktions- und Vertriebsstandorte inklusive der Fahrzeugflotte um 50 Prozent zu reduzieren, verglichen mit 2019. Dieses Ziel ist von der weltweit renommierten Science Based Targets Initiative (SBTi) als wissenschaftlich basiert anerkannt und validiert.“

Um zusätzlich Energie einzusparen, werde das Unternehmen weiter in die Energieeffizienz der Standorte investieren, aber auch die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ausbauen. „Bereits heute verfügen Standorte in China, Deutschland, den Niederlanden und Österreich über Photovoltaikanlagen oder bauen diese auf. Im April 2021 startete im Werk im chinesischen Dongguan eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von knapp 8.150 Quadratmetern, die etwa ein Drittel des dortigen Strombedarfs deckt. Allein durch diese Maßnahme wollen wir 1.600 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. In Kürze wird der weitere Ausbau der Photovoltaikanlage beendet, wodurch die Leistung nahezu verdreifacht und zukünftig mehr Strom produziert wird, als im Werk selbst verbraucht wird“, berichtet Miele.

  1. „Um Abfall zu vermeiden, geben wir alten Geräten neues Leben“: Das dritte Versprechen sei, eine zirkuläre Wertschöpfungskette mit Net Zero Waste zu erschaffen, in der alle Materialien, die in Miele-Geräten verwendet werden, am Ende ihres Lebenszyklus´ in den Kreislauf zurückkehren.
Metall macht seit jeher aus Qualitätsgründen den größten Materialanteil in den meisten Miele-Geräten aus. Kein anderes Material habe so eine hohe Recyclingfähigkeit – annähernd
100 Prozent, erklärt Miele. (Foto: Miele)

„Kaum ein anderer Hersteller von Hausgeräten dürfte in puncto Recycling heute so stark sein wie Miele“, so das Unternehmen. Das beginne mit der „herausragenden“ Recyclingfähigkeit der Miele-Geräte dank eines Metallanteils von bis zu 80 Prozent bei Hausgeräten und bis zu 90 Prozent bei den Gewerbegeräten und geht bis zu sortenrein trennbaren Kunststoffen und Kreislaufführung in der Fertigung. Zugleich unternimmt Miele laut eigenen Angaben „intensive Anstrengungen“, den Anteil recycelten Materials in den Produkten und ihren Verpackungen kontinuierlich zu erhöhen. Dies seien weitere wichtige Schritte auf dem Weg zu einer weitreichenden Kreislaufwirtschaft. Dazu verfolge Miele unter anderem das Ziel, die Menge an eingesetztem Kunststoffrezyklat bis 2025 auf bis zu 7.500 Tonnen zu steigern.

„Mit dem ganzheitlichen Ansatz dieser drei Versprechen zeigt Miele einmal mehr, dass man bei dem Familienunternehmen in Generationen denkt und die Zukunft im Blick hat“, so das Unternehmen. Nachhaltigkeit war das Unternehmensprinzip vom ersten Tag an, wie Dr. Markus Miele berichtet – „allerdings nannte man das damals nicht so. Zuverlässige, hoch qualitative Geräte wollten die Firmengründer herstellen, mit besten Materialien und innovativen technischen Lösungen. Sie sollten länger halten als die der Wettbewerber und deutlich mehr Komfort bieten. Das war 1899, doch heute sind diese Prinzipien angesichts von Klimawandel und Ressourcenknappheit bedeutender denn je. Wie sehr die langlebigen Miele-Geräte darauf einzahlen, bestätigen Studien: Eine Analyse des renommierten Öko-Instituts kam schon vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, dass es sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, hocheffiziente Geräte möglichst lange zu betreiben. Dies unterstreicht die Philosophie von Miele, der als einziger Hersteller seine Hausgeräte auf eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren testet.“

Neben seinen nachhaltigen Produkten habe Miele auch die soziale Komponente von nachhaltiger Unternehmensführung umgesetzt: „Seit jeher übernimmt der Konzern Verantwortung für seine Mitarbeiter, zum Beispiel mit einer großen Zahl freiwilliger Sozialleistungen, Gesundheitsprogrammen oder der Förderung von Vielfalt im Unternehmen – angefangen mit der Gründung einer eigenen Betriebskrankenkasse im Jahr 1909 und 20 Jahre später ersten Elementen einer betrieblichen Altersversorgung. Miele ist bisher das einzige Unternehmen der Hausgerätebranche in Europa, das nach dem internationalen Sozialstandard SA8000 zertifiziert ist, gilt als wertschätzender Arbeitgeber und fairer Geschäftspartner“, so Dr. Miele.

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Kommentare (1)

  1. Unter Nachhaltigkeit verstehe ich auch dass Ersatzteile erschwinglich sind.
    Leider landen deshalb viele teure Miele Geräte schon nach fünf bis zehn Jahren im Müll.

    2

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