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Montag, 11. Dezember 2023
Handelsobmann Trefelik irritiert

KV-Verhandlungen: Gewerkschaft erhöht die Forderungen

Hintergrund | Dominik Schebach | 17.11.2023 | |  
Irritiert zeigt sich Spartenobmann Rainer Trefelik vom Verhandlungsstil der Gewerkschaft: „Es ist bedauerlich, dass die Gewerkschaft heute absolut nicht bereit war, ernsthaft über unser Angebot zu diskutieren. Stattdessen hat sie uns mit einer Gegenforderung konfrontiert, die in der wichtigsten Gehaltsgruppe einer Steigerung um bis zu 11,55% entspricht. Irritiert zeigt sich Spartenobmann Rainer Trefelik vom Verhandlungsstil der Gewerkschaft: „Es ist bedauerlich, dass die Gewerkschaft heute absolut nicht bereit war, ernsthaft über unser Angebot zu diskutieren. Stattdessen hat sie uns mit einer Gegenforderung konfrontiert, die in der wichtigsten Gehaltsgruppe einer Steigerung um bis zu 11,55% entspricht." Gestern (16. November 2023) fand die dritte Runde der diesjährigen KV-Verhandlungen im Handel statt. Die Arbeitgeber legten dazu ein duales Angebot, das den Beschäftigten einen deutlichen Nettovorteil bringt und beim Einstiegsgehalt einem Plus von 11,13% entspricht, vor. Die Gewerkschaft hat dieses jedoch negiert und stattdessen ihre Forderungen erhöht. Sehr zur Irritation von Spartenobmann Rainer Trefelik.

„Besondere Zeiten brauchen besondere Lösungen – das gilt heuer mehr denn je. Daher haben wir heute ein duales Angebot vorgelegt, das die schwierigen Rahmenbedingungen berücksichtigt und gleichzeitig ein sehr attraktives Angebot für die Arbeitnehmer:innen darstellt“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel, nach der dritten Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag für die Angestellten und Lehrlinge im heimischen Handel.

Mit dem gestern präsentierten dualen Angebot bietet die Arbeitgeberseite eine Erhöhung, die beim Einstiegsgehalt einem Plus von 11,13 Prozent entspricht und sich aus 5% KV-Erhöhung plus einer abgabenfreien Prämienzahlung von 800 Euro zusammensetzt. „Damit ist die Forderung der Gewerkschaft von 11% erfüllt. Denn eine Prämienzahlung bringt einen deutlichen Nettovorteil“, betont Trefelik.

Aber auch bei den höheren Gehältern sehe das Angebot der Arbeitgeber attraktive Nettoerhöhungen vor: Bei einem Bruttogehalt von 2.500 Euro entspricht das gesplittete Modell einem Gehaltsplus von 8,79 Prozent, bei 3.000 Euro einer Erhöhung um 8,16 Prozent.

„Es ist bedauerlich, dass die Gewerkschaft heute absolut nicht bereit war, ernsthaft über unser Angebot zu diskutieren. Stattdessen hat sie uns mit einer Gegenforderung konfrontiert, die in der wichtigsten Gehaltsgruppe einer Steigerung um bis zu 11,55% entspricht. Das heißt, die Gewerkschaft hat ihre Forderung sogar noch erhöht, anstatt einen Schritt auf uns zuzugehen. Auf dieser Basis können keine Verhandlungen in einem konstruktiven, sozialpartnerschaftlichen Stil stattfinden“, sagt Trefelik. Und dies, obwohl die Arbeitgeberseite versucht habe, Brücken zu bauen: „Wir haben ein Umfeld, das von sinkenden Realumsätzen, Kostenexplosionen entlang der gesamten Lieferkette und Zukunftsunsicherheiten geprägt ist. Angesichts dieser herausfordernden Ausgangslage haben wir einen Riesenschritt auf die Arbeitnehmervertreter zu gemacht“, so Trefelik abschließend.

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