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Mittwoch, 24. April 2024
Editor's ChoiceHot!UN-Bericht über traurigen Rekord

Die Menschen produzieren immer mehr Elektroschrott

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 22.03.2024 | | 3  
2022 wurde mit 62 Millionen Tonnen so viel Elektroschrott weggeworfen, wie nie zuvor. (Foto: Pixabay.com) 2022 wurde mit 62 Millionen Tonnen so viel Elektroschrott weggeworfen, wie nie zuvor. (Foto: Pixabay.com) Laut einem UN-Bericht wird weltweit immer mehr Elektroschrott produziert. Demnach wurden 2022 mit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott so viele Elektrogeräte weggeworfen wie nie zuvor. Dabei handle es sich um einen Anstieg um 82% im Vergleich zum Jahr 2010. Gehe es so weiter, sei 2030 mit 82 Millionen Tonnen zu rechnen.

Laut „Global E-Waste Monitor“ produzieren wir Menschen mittlerweile Rekordmengen an Elektroschrott. Allein im Jahr 2022 fielen 62 Millionen Tonnen an elektronischem Abfall an –  ein Anstieg um 82% im Vergleich zum Jahr 2010. Machen wir so weiter, dann rechnen die Experten mit 82 Millionen Tonnen E-Schrott im Jahr 2030. Vor allem die steigende Nachfrage nach PV- bzw. Solar-Anlagen sowie E-Autos soll die Menge an Müll weiter wachsen lassen.

Das Recycling hinke angesichts der Unmengen an ausrangierten Handys, Laptops, Fernsehern, Kühlschränken und anderen stark hinterher. Im Jahr 2022 sei weniger als ein Viertel (22,3%) des Elektroschrotts nachweislich ordnungsgemäß gesammelt und aufgearbeitet worden. Für 2030 könnte der Wert sogar auf 20% sinken, wie es im UN-Bericht heißt. Milliarden-Dollar-Werte an eigentlich wiedererlangbaren Ressourcen würden verschwendet. Man schätzt den Wert der im Schrott enthaltenen Metalle auf 91 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro).

Neben der Verschwendung der Ressourcen, warnt die UN vor gesundheitlichen Risiken, denen vor allem Menschen in ärmeren Ländern ausgesetzt sind, da reichere Länder ihren Elektroschrott dorthin verschicken. Im Bericht ist die Rede von entweichenden Schwermetallen, Kunststoffen und giftigen Chemikalien, worunter auch die Umwelt massiv leide – dies sei eine „große Katastrophe“, sagte der Hauptautor der Studie, Kees Baldé.

„Wir haben es mit einer ganz massiven Schieflage zu tun“, wird Rüdiger Kühr, einer der Autoren, von der Deutschen Presse-Agentur zitiert. „Es kommt viel mehr auf den Markt, als derzeit gesammelt und recycelt wird. Hier bedarf es weiterer Anstrengungen.“ Auch gebe es in vielen Teilen der Welt weder eine entsprechende Gesetzgebung noch eine Infrastruktur zum Sammeln und Recyceln.

 

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Kommentare (3)

  1. Bitte die Bevölkerungsexplosion nicht vergessen. Immer mehr Bewohner der Erde brauchen immer mehr Produkte. Dadurch wird der Müll auch immer mehr. Potenziert mit immer kürzeren Lebenszeiten der Geräte ….. keine guten Aussichten. Die Kehrtwende könnte der Mangel an Rohstoffen sein.

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  2. Kein Wunder, wenn die Produkte immer billiger erzeugt werden damit den Aktionären bessere Ergebnisse geliefert werden können und die Hersteller dazu bei der Produktion in den Osten und/oder Asiatischen Raum ausweichen, sei das bei Elektrogeräten oder auch Kleidung die damit immer schlechter in der Qualität wird oder Geräte die durch den internen Verbau immer seltener repariert werden können (auch durch fehlende Ersatzteilversorgung und horrende Kosten dafür) damit man ja immer weniger reparieren kann oder will
    Die Qualität und auch Reparierbarkeit der Elektrogeräte früher war eine ganz andere Klasse!
    Heute wird argumentiert mit den neuen Geräten sparst du Energie und Strom – im besonderen wenn die Trommel schön vollgewuchtet wird mit 8 oder 9 Kg Wäsche – was dann in den meisten Fällen ohnehin nicht passiert oder sich nicht machen lässt.
    Dass damit aber eine Resourcenverschwendung ohnegleichen passiert und die neuen Geräte oft nur einen Bruchteil der Zeit halten wird gerne dabei verschwiegen – Haupsache der Umsatz steigt – (oder auch nicht mehr).

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  3. Der durchschnittliche Fernseher wird immer billiger UND kurzlebiger. Der Drucker von HP ist im Prinzip schon beim Auspacken hin… Die Leut rennen zum Mediamarkt und kaufen dort den Ramsch der bald wieder kaputt wird…

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