Freitag, 18. Oktober 2019
Neuaufstellung bei den Displays

Samsung gliedert LCD-Sparte aus

Hintergrund |Dominik Schebach | 21.02.2012 | |  
Nachdem das LCD-Business im vergangenen Jahr unter Druck gekommen ist, gliedert Samsung die Sparte in ein eigenes Tochterunternehmen aus. Nachdem das LCD-Business im vergangenen Jahr unter Druck gekommen ist, gliedert Samsung die Sparte in ein eigenes Tochterunternehmen aus.

Der Display-Markt ist im Umbruch und Samsung reagiert. Der koreanische Konzern will seine LED-Produktion in einem neuen Tochterunternehmen auslagern und mit seiner Mobile Display-Sparte verschmelzen. Gleichzeitig will sich Samsung auf die Produktion OLED-Panels konzentrieren.

Von dem Spin-off des LCD-Business in ein eigenes und spezialisiertes Tochterunterunternehmen erwartet sich Samsung schnellere Entscheidungen und eine Stärkung bei der technischen Wettbewerbsfähigkeit im LCD-Bereich, wie Samsung in einer Aussendung mitteilte. Gleichzeitig werden damit auch womöglich drastische Restrukturierungsmaßnahmen leichter durchführbar. Der Beschluss des Vorstandes muss noch Mitte März von der Hauptversammlung der Aktionäre bestätigt werden, bevor die neue Struktur mit 1. April in Kraft tritt.

Die LCD-Produktion von Samsung verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 750 Mrd Won (504 Mio Euro). Wie viele andere Hersteller auch litt Samsung an vorhandenen Überkapazitäten und der international gesunkenen Nachfrage nach LCD-Fernsehern.

Während sich Samsung bei LCD mit vielen Konkurrenten herumschlagen muss, die Panels deutlich billiger anbieten können, verfügt der Konzern bei OLED über eine starke Führungsposition. Derzeit werden die organischen Displays vor allem für Smartphones eingesetzt. Das ändert sich derzeit allerdings. So hat LG auf der CES einen 55 Zoll OLED-Fernseher vorgestellt.

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